| In dieser Rubrik finden Sie sämtliche Portraits von Business Angel-Netzwerken, die im VentureCapital Magazin veröffentlicht wurden. |
| Teil X (Ausgabe 2/2006): eVentureCat Investors - Serie: Business Angel-Netzwerke im Portrait
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Die Berliner eVentureCat GmbH ist als Consulting-Firma für die IT-Branche ins Leben gerufen worden. Neben der klassischen Beratung in den Bereichen Finanzierung und Vertriebsunterstützung übernehmen Gründer Thomas Schröter und sein Team als Interimmanager auch operative Aufgaben in den von ihnen betreuten Unternehmen. Anläßlich des „Deutschen Business Angels Tages“ im Oktober 2004 hat eVentureCat die Gründung des Investorennetzwerks „eVentureCat Investors“ bekanntgegeben, das einerseits junge Unternehmen aus dem Bereich Informationstechnologie bei der Suche nach Finanzierungsquellen in der Frühphase unterstützt und andererseits interessierten Privatinvestoren den Kontakt zu aussichtsreichen Projekten in diesem Bereich vermittelt.
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Branchenfocussiert
und überregional
„Die Gründung unseres Investorennetzwerks geht auf die Erfahrung zurück,
daß für die Finanzierung junger Unternehmen aufgrund der Zurückhaltung der
Banken nur privates Beteiligungskapital in Frage kommt“, sagt eVentureCat-Geschäftsführer
Schröter, „auch die Bewilligung anderer Fördermittel hängt in der Regel von
einer bestimmten Eigenkapitalquote ab.“ Da sich die eVentureCat GmbH auf die
IT-Branche spezialisiert hat, konzentriert sich auch das Investorennetzwerk der
Berliner auf Informationstechnologie. Schröter sieht das als wichtiges
Unterscheidungsmerkmal an: „Wir haben uns nicht wie andere Business
Angel-Netzwerke branchenübergreifend und regional orientiert, sondern
branchenfocussiert und überregional.“ Den großen Vorteil sieht er darin, daß so
ein optimales Matching und ein reibungsloser Know-how-Transfer zwischen allen
Beteiligten gewährleistet werden könne.
Maßgeschneiderte Investitionsangebote
Seit der Gründung vor knapp eineinhalb Jahren haben sich rund 60 Privatinvestoren
dem Netzwerk angeschlossen. Darüber hinaus arbeitet eVentureCat Investors mit
etwa 50 institutionellen Investoren – VC- und Beteiligungsgesellschaften,
Kreditinstituten sowie Förderinstitutionen und dem High-Tech Gründerfonds –
zusammen. Die Privatinvestoren sind zum überwiegenden Teil Eigentümer und
Geschäftsführer von IT-Unternehmen, lediglich etwa 10 % sind nicht mehr aktiv
unternehmerisch tätig. „Keinem der Privatinvestoren geht es ausschließlich
darum, nur sein Kapital erfolgversprechend anzulegen“, erläutert Schöter, „alle
bringen bei einem Investment in jedem Fall auch ihre Beratungskompetenz, wenn
nicht sogar schon Möglichkeiten einer Zusammenarbeit für den erfolgreichen
Geschäftsaufbau mit.“ Offene Matching-Veranstaltungen führt eVentureCat
Investors nicht durch. Privatinvestoren können ihre bevorzugten
Interessengebiete angeben – beispielsweise medizintechnische Software – und
erhalten dann ausschließlich Angebote aus diesem Bereich, die ihnen in einem
One-to-one-Matching präsentiert werden.
Verbund privater und institutioneller
Investoren
Das Angebot von eVentureCat Investors ist für Privatinvestoren mit
keinerlei Kosten verbunden. Bei kapitalsuchenden Unternehmen, die bereits
eVentureCat-Kunden sind, erfolgt die Vergütung der Leistungen über
Beratungshonorare, die auf Wunsch erfolgsabhängig gestaltet werden. Andere
Unternehmen zahlen ein Honorar auf Basis erfolgsabhängiger Provisionen. Seit
seiner Gründung konnten über das Investorennetzwerk von eVentureCat bereits
fünf Unternehmensfinanzierungen durchgeführt werden. Das Investitionsvolumen
der Privatinvestoren lag bei Beträgen zwischen 25.000 und 100.000 Euro. Die
finanzierten Unternehmen stammen alle aus der Softwarebranche, so auch die
Vis-à-pix GmbH, ein Spin-off des Heinrich-Hertz-Instituts der
Fraunhofer-Gesellschaft und der Technischen Universität Berlin, der im Dezember
letzten Jahres durch den High-Tech Gründungsfonds und Business Angels der
eVentureCat Investors wachstumsfinanziert wurde. Für Schröter stellt die
Finanzierung der Vis-à-pix GmbH, die auf dem Gebiet der intelligenten
Videoanalyse tätig ist, ein Musterbeispiel für die Zusammenarbeit privater und
institutioneller Investoren dar. Der eVentureCat-Geschäftsführer, der sich auch
im Vorstand des Verbands der IT-Industrie in Berlin Brandenburg (SIBB e.V.)
engagiert, ist überzeugt davon, „daß die persönliche Ansprache auf
Branchentreffen ein sehr erfolgversprechender Weg ist, um neue Investoren zu
gewinnen. Da zeigen dann viele Unternehmer Interesse, zumindest mit 30.000 bis 40.000
Euro einzusteigen. Oft ergänzen Beträge in dieser Größenordnung die Eigenmittel
junger Unternehmen soweit, daß sie dann auch für öffentliche Förderprogramme
oder den High-Tech Gründerfonds in Frage kommen.“
Bernd Luxa
eVentureCat Investors
Gründungsjahr: 2004
Gelistete Business Angels: ca. 60 Privatinvestoren und ca. 50 institutionelle
Investoren
Region: überregional
Branchenfocus: Informationstechnologie
Homepage: http://www.eventurecat.com
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