Rechtsform nach
Anlegerpräferenz
Deutsche Private Equity-Fonds sind meistens als vermögensverwaltende KG
ausgestaltet, was ihre Bewegungsfreiheit jedoch einschränkt. Beteiligungen an
US-Fonds bergen ein hohes Risiko der Gewerblichkeit, sofern die US-Fondsgesellschaft
keinen deutschen Parallelfonds führt – was nur die megagroßen Fonds tun. Viele
aussichtsreiche Zielfonds bleiben somit einer KG verschlossen. Um trotzdem
flexibel genug in ihrer Anlagepolitik zu sein, läßt RWB ihre
vermögensverwaltende KG (= Fonds A) eine einzige Beteiligung an einer
gewerblich tätigen GmbH halten. Wer anfangs steuerlich wirksame
Verlustzuweisungen aus gewerblicher Tätigkeit verkraften möchte, beteiligt sich
als atypisch stiller Gesellschafter (= Fonds B) an derselben GmbH. Ratensparer
können bei Version B mit kleinen Beträgen ihr Private Equity-Depot aufbauen.
Flexibles Cash-Management
Die GmbH verfügt über jährliche Kapitalzuflüsse aus der KG und monatliche
von den ansparenden, stillen Gesellschaftern. Da die Gesellschaft Rückflüsse
aus Zielfonds wiederanlegen und in begrenztem Umfang Bankkredit in Anspruch
nehmen kann, erzielt sie eine höhere Anlagequote als eine Dachfonds-KG, was
tendenziell die Rendite verbessert. Ferner kann sie Beteiligungen an beliebigen
ausländischen Zielfonds eingehen – ohne Zwischengesellschaft. Die strukturierte
Auswahl voraussichtlicher „TOP-Quartile-Fonds“ (= aus dem besten Viertel ihrer
Klasse) erfolgt durch eigenes Research und durch CAPVENT Partners, Zürich.
Neben der Aufteilung nach Investmentphasen und -regionen werden die Zielfonds
zur Risikominderung nach zwei weiteren Kriterien ausgesucht: a) Verteilung auf
Zielfonds aus drei Auflagejahren. b) vier bis sechs verschiedene Zielfonds pro
Auflagejahr.
Renditevorteil gegen Konkurrenz?
Am Ende der geplanten Laufzeit verkauft die KG ihren GmbH-Anteil en bloc an
die „Mutter“ RWB und realisiert dabei den inneren Wert auf einen Schlag. Statt
jährlicher Auskehrungen erhalten Anleger bei RWB erst ganz am Ende einen dicken
Scheck. Die laufenden Kosten sind mit 1,75 % p.a. moderat, die Performance-Fee
mit lediglich 7 % rekordverdächtig niedrig. Die zu Beginn verrechneten
Einmalkosten belasten den Rendite-Koeffizienten, dafür winken systematische
Chancen auf eine bessere Rendite und nebenbei eine gewohnte Zahlungsreihe: zu
Beginn eine Einzahlung – am Schluß eine Auszahlung.
Fazit:
Eine ausgeklügelte gesellschaftsrechtliche Konstruktion alleine macht kein
attraktives Produkt aus. Im Portfolio des Vorgängerfonds ist vielversprechende
„Prominenz“ versammelt, bei der man gerne dabeisein mag. Beides zusammen macht
die beiden RWB-Fondsvarianten zu beachtenswerten Anlagemedien.
Volker Deibert
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KG: 2. RWB
Private Capital GmbH & Co. Beteiligungs KG,
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still: 2. RWB
Private Capital PLUSsystem GmbH
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Zielvolumen
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KG: 50 Mio.
Euro; still: 150 Mio. Euro
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Minimum/ Stückelung
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KG: 2.000
Euro/100 Euro still: 1.000 Euro oder 50 Euro monatl.
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Zeichnungsschluß
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KG: 31.08.2005; still: 30.06.2005
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Investitionsjahr (Vintage)
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2002 bis 2004
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Rendite-Quotient*
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KG: 77,4 %; still (Einmalzahlung): 72,6 %
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Investment-Thema
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TOP-Quartile-PE-Fonds; 30 % VC, 70 % BO (davon: 20 %
Mezzanine)
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Anzahl Portfoliogesellschaften
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15 Fonds x ca. 15 indirekte Beteiligungen = ca. 225
Einzelbeteiligungen
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Initiator
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RWB AG, Oberhaching: http://www.rwb-ag.de
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*) Die Kennzahl „Rendite-Quotient“ gibt denjenigen Anteil der Bruttogewinne des
Dachfonds an, der nach Abzug von Agio, Verwaltungsvergütung, Gewinnbeteiligung
und sonstigen Verwaltungskosten beim Anleger verbleibt. Hierzu werden die
Emittentenangaben herangezogen, ein planmäßiges Fondsvolumen und ein typischer
Verlauf unterstellt und die internen Zinsfüße des Netto- und des
Brutto-Zahlungsstroms ins Verhältnis gesetzt. Ziel ist die Messung des
zusätzlichen Aufwands, der durch den Dachfonds gegenüber einem Direktinvestment
in Zielfonds entsteht.