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In dieser Rubrik finden Sie sämtliche bisher im VentureCapital Magazin erschienene Dachfonds-Portraits.
Dachfonds-Portrait Artikelübersicht   
Contrium 1 Private Equity Fonds GmbH & Co. KG (Ausgabe 12/2007) - Deutsches VC im Viererpack

Dass seit einigen Jahren immer neue Anbieter den Markt bereichern, ist keine Neuigkeit mehr. Doch auf Deutschland konzentrierte Venture Capital-Dachfonds sind nach der Implosion der Börse selten geworden. Contrium Capital springt in die Lücke und hat einen deutschen VC-Korb mit vier Zielfonds aufgelegt.

„Gewerbliche Prägung“ von Anfang an

Wem die am Markt erhältlichen Produkte zu Buyout-lastig sind und die weltweit verstreuten Zielfonds zu fern liegen, der findet im Erstprodukt des Hamburger Initiators Contrium Capital einen Dachfonds, der seine Aufmerksamkeit verdient. Der gewerblich geprägte „Contrium 1 Private Equity Fonds“ investiert sein Kapital von planmäßig 10 Mio. Euro zu gleichen Teilen in vier bereits feststehende Venture Capital-Zielfonds, deren Verwalter allesamt in Deutschland sitzen:

 

-          Neuhaus III (Zeichnungsbetrag eine Mio. Euro, aufstockbar auf bis zu 3 Mio. Euro); Mitinvestoren sind u. a. der Europäische Investitionsfonds (EIF) und die KfW Bankengruppe.

-          SHS III (Zeichnungsbetrag 0,5 Mio. Euro, aufstockbar auf bis zu 3 Mio. Euro); ebenfalls gemeinsam mit EIF und KfW Bankengruppe.

-          Triangle IV (Zeichnungsbetrag 2,5 Mio. Euro, reduzierbar auf bis zu eine Mio. Euro).

-          An Equinet Venture Partners IV sollen, sobald der Fonds aufgelegt ist, 2,5 Mio. Euro gezeichnet werden. Zu den Investoren von Equinet zählen neben der Investitions und Strukturbank Rheinland-Pfalz u. a. die Landesbank Rheinland-Pfalz, die Debeka und die Provinzial Versicherung.

 

Attraktive Kostenstruktur

Die anfänglichen Weichkosten belaufen sich auf 6%, das Agio auf 5%. Die Gewinnbeteiligung für den Verwalter in Höhe von 10% wird auf den gesamten Gewinn des Dachfonds fällig, nachdem Kapital, Agio und 8% Vorzugsverzinsung an die Anleger zurückgeführt worden sind. Mit jährlichen Fixkosten von 0,95% für den Verwalter, die ab dem vierten Laufzeitjahr um 10% gegenüber dem Vorjahreswert absinken, und 0,3% für den Treuhänder weist das Produkt eine vergleichsweise attraktive Kostenstruktur auf. Von der Mindestzeichnung in Höhe von 25.000 Euro werden 40% plus Agio nach Beitritt und je 30% frühestens Mitte 2008 und 2009 zur Zahlung fällig. Durch die Verwendung erster Rückflüsse soll eine Investitionsquote von 100% des gezeichneten Betrages sichergestellt werden. Zum 17. Oktober 2007 fand ein erster Zeichnungsschluss bei 3 Mio. Euro statt.

 

Fazit:

Als angenehme Besonderheit sind die Contrium-Manager selbst mit 5% an ihrem neuen Dachfonds beteiligt. Mit dem Verzicht auf die vermögensverwaltende Struktur erspart sich der Dachfonds in Zukunft möglicherweise steuerlich induzierte Nacharbeiten. Das Bestreben, prominente Co-Investoren wie KfW-Gruppe oder EIF in den Zielfonds zu haben, garantiert noch keinen Erfolg, belegt jedoch die Qualität des Portfolios: Die ausgewählten Zielfondsmanager gehören zu den wenigen etablierten deutschen Wagniskapitalgebern. Anleger müssen sich jedoch des Klumpenrisikos durch die – vom Initiator bewusst vorgenommene – Fokussierung auf die Region Deutschland und das Finanzierungssegment Venture Capital bewusst sein.

 

Volker Deibert

redaktion(at)vc-magazin.de

 

 

Contrium 1 Private Equity Fonds GmbH & Co. KG

Zielvolumen:                  10 Mio. Euro

Minimum:                     25.000 Euro

Laufzeit:                       bis 31.12.2016 + 3 x 1 Jahr

Zeichnungsschluss:       30.06.2008

RQ-16*:                        60,68%

Investmentthema:          4 deutsche Venture Capital-Fonds

Anzahl Portfoliogesell.:  4 Zielfonds = ca. 50 Portfoliounternehmen

Internet:                        www.contriumcapital.de

 

*) Die Kennzahl RQ-16 (Renditequotient auf Basis von 16% Bruttorendite) gibt an, in welchem Umfang der Anleger am Bruttoergebnis des Fonds nach Abzug sämtlicher Kosten partizipiert (vor Steuern). Hierzu werden die Emittentenangaben herangezogen, ein planmäßiges Fondsvolumen und ein typischer Verlauf unterstellt und die internen Zinsfüße des Netto- und des Brutto-Zahlungsstroms ins Verhältnis gesetzt.

 

 


Alle bisher in dieser Rubrik erschienenen Beiträge:
ABN Amro Private Equity Rumänien Zertifikat (Ausgabe 5/2007) - Rumänien auf einen Streich
AIG Private Equity AG (Ausgabe 10/2003) - Buy-out-Fonds aus prominentem Hause
ALCAS 169 „Private Equity 3“ (Ausgabe 11/2005) - „Invest with Allianz“ – genügt das?
Abakus Portfoliofonds 4 (Ausgabe 9/2010) - Zwischen Theorie und Praxis
Absolute Private Equity AG (Ausgabe 11/2003) - Private Equity plus Hedge-Fonds
BVT-CAM III (Ausgabe 1/2003) - Parallel-Universum
BVT-CAM Private Equity Global Fund VIII GmbH & Co. KG (Ausgabe 9/09) - Die ganze Welt in einem Fonds
BVT-CAM Private Equity New Markets Fund (Ausgabe 2/2008) - Den "Rest der Welt" im Fokus
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Berenberg & Hansa Treuhand Private Equity Partners 2 Asien (Ausgabe 2/10) - Feeder für einen Asien-Dachfonds
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Deceha Unternehmensbeteiligungsfonds 1 (Ausgabe 5/10) - Idee gut, Ansatz nicht schlecht, Umsetzung verbesserungswürdig
Fonds & Vermögen Early Capital 1 GmbH & Co. KG (Ausgabe 12/08) - Teure Losgrößentransformation
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HCI Private Equity VI (Ausgabe 1/2008) - Ein weiterer Klassiker
Hannover Leasing Infrastruktur Invest 2 (Ausgabe 3/10) - Hannover Leasing Infrastruktur Invest 2
Hannover Leasing Private Invest II GmbH & Co. KG (Ausgabe 3/2008) - Neue Struktur – gleicher Manager
KGAL Private Equity Class 10 (Ausgabe 5/08) - Asien-Allokation aufgenommen
KGAL PrivateEquityClass 6 (Ausgabe 3/2007) - Im Gleichschritt mit der Mehrheit
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VITHAG Projekt 2 (Ausgabe 5/2003) - Nicht Fisch – nicht Fleisch
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Wölbern Private Equity 02 Life Science (Ausgabe 3/09) - Des Mehrwerts Schaffung und Verteilung
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