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In dieser Rubrik finden Sie sämtliche bisher im VentureCapital Magazin erschienene Dachfonds-Portraits.
Dachfonds-Portrait Artikelübersicht   
RWB Special Markets Funds (Ausgabe 9/08) - Private Equity à la carte

Die RWB AG verbreitert ihre Palette an länderspezifischen Private Equity-Dachfonds und ermöglicht Investoren, bereits mit 10.000 Euro Mindestzeichnungssumme pro Dachfonds eine individuelle Allokation nach Regionen vorzunehmen. Dabei erachten die Initiatoren nicht nur Private Equity-Anlagen in die vieldiskutierten, boomenden Volkswirtschaften Chinas und Indiens als besonders renditeträchtig, sondern auch in „good old Germany“.

Spezialfonds „China II“
Olympiagastgeber China ist mit 11,4% Zuwachs 2007 die weltweit schnellstwachsende Volkswirtschaft und konkurriert mittlerweile mit etablierten Wirtschaftsnationen. Dieses Wachstum entzündet gleichzeitig bei seinen 1,3 Mrd. Einwohnern, wovon 800 Mio. Menschen erwerbs­tätig sind, den Wunsch nach höherer Lebensqualität und Konsumprodukten und bewirkt einen erheblichen Anstieg der Binnennachfrage, was in der Folge beträchtliche Wachstums- und Gewinnchancen für chinesische Unternehmen mit sich bringt. Eine entsprechend einzigartige Ausgangslage mit vermutlich nicht wiederkehrenden Chancen, am Aufstieg einer Industrienation globalen Ausmaßes teilzuhaben, verspricht die Beteiligung an chinesischen Private Equity-Fonds.

Wachstumsfaktoren Expansion und Privatisierungen
Die geplante Privatisierung von jährlich bis zu 5.000 staatlichen Unternehmen verursacht neben dem durch organisches Wachstum bedingten Kapitalbedarf einen zusätzlichen (Käufer-) Markt für Private Equity-Investoren. Bereits zu Beginn der Platzierung hat der Dachfonds „China II“ zwei Zielfonds mit dem Investitionsschwerpunkt China ausgewählt, in die jeweils fünf Mio. USD investiert werden sollen: Legend Capital Fund IV (Shanghai) und Tripod Capital China Fund II (Pudong), die sich auf Growth- bzw. Buyout-Finanzierungen spezialisiert haben (siehe hierzu auch den Beitrag auf den S. 48-49).

Spezialfonds „India II“
Rang zwei der schnellstwachsenden Volkswirtschaften der Welt mit jährlich 8,5% steht für die Jahre 2005 bis 2007 Indien zu. Auch die hohe Wachstumsgeschwindigkeit der Bevölkerung ist bemerkenswert: Da die Hälfte der 1,1 Mrd. zählenden Bevölkerung Indiens unter 25 Jahre alt ist, lebt ein Viertel aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen weltweit in Indien. Gleichzeitig verfügt ein immer größer werdender Prozentsatz der Inder über eine ausgezeichnete schulische Bildung mit englischsprachigem Hintergrund. Aufgrund der exzellent ausgebildeten Fachkräfte ist Indien bereits heute für internationale Konzerne der bevorzugte Outsourcing-Standort für IT-Dienstleistungen.

Wachsende Bevölkerung erzeugt Binnennachfrage
Mit dem Wachstum der verfügbaren Einkommen entwickelt sich die Binnennachfrage nach Konsumgütern sehr lebhaft und federt Schwankungen der internationalen Märkte ab. Das günstige demografische Profil, der mit 55% des Bruttoinlandprodukts stabile Dienstleistungssektor sowie die niedrigen Lohnkosten werden als die wichtigsten Wachstumstreiber für die weitere Expansion der „Indien AG“ angesehen.

Die zu erwartenden mittel- und langfristig hohen Steigerungsraten speziell in den stark expandierenden Wirtschaftssektoren IT, Einzelhandel oder der Finanzdienstleistungsbranche lassen im Konzert mit stabilen demokratischen Verhältnissen und dem positiven regulatorischen Umfeld hervorragende Chancen für Private Equity-Gesellschaften erwarten. Aktuell ist Indien der am schnellsten wachsende Private Equity-Markt der Welt. Im Vergleich zum Jahr 2006 hat sich das für 2007 geschätzte Investitionsvolumen auf 16,3 Mrd. USD mehr als verfünffacht. Mit den beiden Growth- bzw. Expansionsfinanzierungsfonds Gaja Capital Fund I, Mumbai (vormals Bombay), und Tara India Fund III, Bengaluru (vormals Bangalore) und jeweils fünf Mio. USD Beteiligungsbetrag stehen die ersten beiden Zielfonds des „India II“ bereits fest. Die jahrelange örtliche Präsenz des Dachfondsberaters Capvent, dessen Gründer Varun Sood gebürtiger Inder ist, spricht für eine besondere regionale Kompetenz.

Spezialfonds „Germany I“
Der Titel „Exportweltmeister“ ging 2007 jedoch an Deutschland: Mit 1,5 Bio. USD lag die Bundesrepublik vor China mit 1,2 Bio. USD und den USA mit 1,1 Bio. USD. Die deutsche Unternehmenslandschaft ist dabei nicht nur für einige Global Player, sondern auch für eine große Zahl von Hidden Champions bekannt, die auf dem Weltmarkt für ihre Produkte und Dienstleistungen einen bedeutenden Anteil erobert haben. Neben der traditionell führenden Stellung in Branchen wie Automobil- und Maschinenbau hat die deutsche Wirtschaft neue Wachstumssektoren wie erneuerbare Energien, Wasseraufbereitung und Recyclingverfahren hervorgebracht.

Nachholbedarf gegenüber Europa
Der Kapitalbedarf des historisch unterfinanzierten Mittelstands sorgt zusammen mit der restriktiv gewordenen Kreditversorgung der Banken und der großen Zahl anstehender Nachfolgeregelungen für ein großes Transaktionsangebot für Private Equity-Investoren. Große und renommierte Private Equity-Manager haben das Potenzial des deutschen Marktes bereits erkannt und investieren im Lande. Nur 2,3% des 2006 in Deutschland investierten Private Equity stammt hingegen von inländischen Investoren. Verglichen mit dem europäischen Durchschnitt von 0,57% Anteil der Private Equity-Investitionen am BIP hat Deutschland mit 0,31% noch erhebliches Nachholpotenzial.

Auch der „Deutschland I“ geht mit einer teilweisen Festlegung seiner Zielfonds an den Start: Im Wert von je einer Mio. Euro wurden Beteiligungen am Mid Cap Buyout-Fonds Halder GIMV Germany II und den in innovative Forschungs- und Technologiebereiche investierenden Venture Capital-Fonds Target Partners II, Triangle Venture IV und ViewPoint Ventures II gezeichnet.


Gemeinsame Strukturmerkmale
Als besondere Vorteile aller dieser gewerblich geprägten Spezialfonds stellt RWB deren gezielte Vorallokation, professionelles Management mit langjähriger Erfahrung, die Kostenoptimierung durch teilweise Wiederanlage früherer Rückflüsse und die Risikominimierung durch das Dachfondsprinzip heraus. Ab 2015 werden Rückflüsse aus den Zielfonds nicht erneut investiert, sondern an die Investoren ausgekehrt. Vom Fondsvolumen fallen außer 5% Agio anfängliche Kosten in Höhe von 11,9% an. Die jährlichen Kosten betragen 0,95% des verwalteten Kapitals (= tatsächlich eingezahltes Kapital minus Entnahmen plus Gewinnzuweisungen) für Gesellschafter- und Treugeberverwaltung und -betreuung sowie 1,25% des gemanagten Kapitals (= Kapitalabrufe der Zielfonds minus Entnahmen plus Gewinnzuweisungen) für das Portfoliomanagement. 10.000 Euro p. a. zzgl. sonstiger Kosten werden für Drittleistungen kalkuliert. Nach Rückführung des Kapitals nebst 10% Vorzugsverzinsung werden moderate 7% Gewinnbeteiligung auf den Gesamtgewinn fällig.

Fazit:
Während andere Anbieter Indien und China auf die Weltkarte der Private Equity-Märkte und damit in die Allokation ihrer Publikums-Dachfonds mit einigen Prozent des Gesamtportfolios aufnehmen, erlaubt RWB „sortenreine“ Anlagen in diesen Einzelmärkten. Bei all derer Attraktivität sollte jedem Anleger bewusst sein, dass er damit von der Maxime der risikominimierenden globalen Streuung abweicht. Private Equity-Investitionen speziell am Standort Deutschland entfalten als Renditequelle für deutsche Anleger dabei einen besonderen Charme.

Volker Deibert
redaktion [at] vc-magazin.de

RWB Special Market GmbH & Co. Germany I/India II/China II KG.

-    Volumen: mind. 5 Mio./10 Mio./10 Mio. Euro

-    Minimum: 10.000 Euro

-    Laufzeit: Liquidation ab 1.1.2015

-    Zeichnungsschluss: 30.4.2009

-    RQ-16*: 65,4%

-    Investment-Thema: Zielfonds in Deutschland/Indien/China

-    Anzahl Portfoliogesellschaften: jeweils 2-8 Zielfonds = ca. 15-80 Portfoliounternehmen

-    www.rwb-ag.de

 

Die Kennzahl RQ-16 (=Rendite-Quotient auf Basis von 16% Bruttorendite) gibt an, in welchem Umfang der Anleger am Bruttoergebnis des Fonds nach Abzug sämtlicher Kosten partizipiert (vor Steuern). Hierzu werden die Emittentenangaben herangezogen, ein planmäßiges Fondsvolumen und ein typischer Verlauf unterstellt und die internen Zinsfüße des Netto- und des Brutto-Zahlungsstroms ins Verhältnis gesetzt.

 

 

Wachstumsraten der BRIC-Staaten:

Land                 2005     2006     2007:

Brasilien           2,3%    3,2%    4,9%

Russland          6,4%    6,7%    8,1%

Indien               8,4%    8,5%    8,5%

China               9,9%    10,5%   11,4%

Quelle: CIA World Factbook, RWB Research

 


Alle bisher in dieser Rubrik erschienenen Beiträge:
ABN Amro Private Equity Rumänien Zertifikat (Ausgabe 5/2007) - Rumänien auf einen Streich
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ALCAS 169 „Private Equity 3“ (Ausgabe 11/2005) - „Invest with Allianz“ – genügt das?
Abakus Portfoliofonds 4 (Ausgabe 9/2010) - Zwischen Theorie und Praxis
Absolute Private Equity AG (Ausgabe 11/2003) - Private Equity plus Hedge-Fonds
BVT-CAM III (Ausgabe 1/2003) - Parallel-Universum
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VITHAG Projekt 2 (Ausgabe 5/2003) - Nicht Fisch – nicht Fleisch
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