| Editorial |
28.02.2009, 08:23 |
| Hoffnung und Zuversicht - von Andreas Uhde
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Liebe
Leserinnen und Leser,
auf Europas größter Private Equity-Konferenz, der SuperReturn (siehe hierzu
auch S. 22-25), trägt der Balken unter den Teilnehmerschildern in jedem Jahr
eine andere Farbe. 2009 wählte der Veranstalter grün – die Farbe der Hoffnung.
Tatsächlich prägte jedoch eher Ratlosigkeit die Stimmung unter den größten
Buyout-Spezialisten der Welt. So verkündete z. B. Dr. Sumeet Gulati vom
skandinavischen Buyout-Haus EQT, die gegenwärtige Krise sei „probably larger
and deeper than the Great Depression“.
Auffällig war, dass vor allem die international nicht gerade für ihren
Optimismus bekannten Deutschen am zuversichtlichsten in die Zukunft blickten:
Thomas Pütter, Private Equity-Kopf der Allianz, zeigte sich in seiner Ansprache
davon überzeugt, dass die Private Equity-Branche gestärkt aus der Krise
hervorgehen werde, solange sie echte Wertschöpfung in ihren
Portfoliounternehmen leiste. Ralph Günther, Vorstand der Berliner bmp AG, hielt
seinen Vortrag gar zum Thema „Successful strategies for LPs competing for
oversubscribed funds“ – ein Titel, der im aktuellen Marktumfeld fast schon
skurril wirkte.
Der wesentliche Grund für die im Vergleich zum Gesamtmarkt relativ gute Laune
unter den deutschen Finanzinvestoren dürfte in der Fokussierung auf kleinere
Buyouts und Venture Capital liegen. Sie kaufen überschaubare mittelständische
Unternehmen mit vernünftig bemessenem Fremdkapitalanteil und finanzieren
Gründer, die neue Unternehmen aufbauen. Für innovative Produkte gibt es in jedem
wirtschaftlichen Umfeld einen Markt. So zeigt unsere Titelgeschichte zum Thema
Life Sciences auf den S. 12-16 die ungebrochene Nachfrage der Pharmakonzerne
nach neuen Wirkstoffen. Davon werden junge Life Science-Unternehmen auch in
schwierigen Zeiten profitieren. Auf diese Hoffnung bauen wir – und untermalen
unsere Zuversicht folgerichtig mit einem grünen Titelbild.
Interessante Einblicke wünscht Ihnen
andreas.uhde (at) vc-magazin.de
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