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Kolumne von Dr. Hendrik Brandis (Ausgabe 3/10) - Die Meister der Start-ups

Es gibt Unternehmer, die ihr ganzes Leben daran arbeiten, eine Idee oder ein Produkt auf den Markt zu bringen. Und es gibt Unternehmer, die es immer wieder tun. Sie gründen Firmen, führen diese zum Erfolg und verkaufen sie, um sich anschließend wieder einem neuen Projekt zu widmen.


Was verbirgt sich hinter dem Phänomen Serienunternehmer? Was treibt sie an, es immer wieder zu versuchen, obwohl viele von ihnen längst Millionen verdient haben? Bei Earlybird haben wir das Glück, mit einer Reihe von herausragenden Serienunternehmern zusammenzuarbeiten. Sie werden von der Begeisterung angetrieben, immer wieder etwas Neues zu schaffen. Es motiviert sie, neue Wege zu gehen. Dabei entwickeln sie einen ausgeprägten Willen zum Erfolg und ein entsprechendes Durchhaltevermögen. Erfolgreiche Serienunternehmer zeichnen sich durch ihr überlegenes Urteilsvermögen aus. Jede weitere unternehmerische Erfahrung stärkt dieses Urteilsvermögen und erweitert gleichzeitig das Netzwerk.


Venture Capital-Unternehmen schätzen diesen Mix und investieren gerne in Serienunternehmer. Eine Harvard-Studie zeigt, dass sie damit richtig liegen: Die Chance, dass erfolgreiche Serienunternehmer mit ihren nächsten Unternehmen wieder erfolgreich sein werden, liegt demnach bei 30%. Bei Erstgründern liegt die Erfolgsquote nur bei 21%.


Im aktuellen Earlybird-Fonds ist der Anteil von Serienunternehmern von unter 10% in früheren Fonds auf über 40% gestiegen. Auch wenn die absolute Unternehmerdichte in Deutschland im Vergleich zu den USA nach wie vor geringer ist, haben wir damit bei der relativen Dichte von Serienunternehmern – also Anzahl Serienunternehmer im Verhältnis zum investierten Venture Capital – zumindest aufgeschlossen: ein ermutigendes Zeichen für die Entwicklung des hiesigen Unternehmergeistes.         



Zum Autor

Dr. Hendrik Brandis
ist Mitgründer und geschäftsführender Gesellschafter von Earlybird Venture Capital. Bei der 1997 gegründeten Venture Capital-Gesellschaft mit Büros in Hamburg und München beschäftigt er sich schwerpunktmäßig mit der Finanzierung und Entwicklung von Technologieunternehmen. Seit Dezember 2009 ist Hendrik Brandis Vorsitzender der Venture Plattform der European Private Equity & Venture Capital Association (EVCA).

 


Alle bisher in dieser Rubrik erschienenen Beiträge:
Roland Manger (Ausgabe 9/2010) - Magere Zeiten für Venture Capital in den USA
Paul Jozefak (Ausgabe 7-8/10) - Die Zeit für Location Based Services ist gekommen
Falk F. Strascheg (Ausgabe 6/10) - Rückblick auf die letzten zehn Jahre Venture Capital-Industrie
Dr. Michael Brandkamp (Ausgabe 5/10) - Zuschüsse sind gefährliche Drogen
Von Dr. Alexandra Goll - Finanzierungsansätze in der Biotech-Frühphase
Von Dr. Alexandra Goll - Finanzierungsansätze in der Biotech-Frühphase
Kolumne von Paul Jozefak (Ausgabe 2/10) - Identitätskrise der Business Angels
Kolumne von Dr. Michael Brandkamp (Ausgabe 01/10) - Kooperationen zwischen Großen und Kleinen
Kolumne von Dr. Hendrik Brandis (Ausgabe 12/09) - Risikokapital: Garant für Stabilität
Kolumne von Dr. Alexandra Goll (Ausgabe 11/09) - Von der Hightech-Strategie und der Richtlinie zur Verwaltung alternativer Investmentfonds
Kolumne von Dr. Hendrik Brandis (Ausgabe 10/09) - Made in Germany auf dem Prüfstand
Kolumne von Dr. Michael Brandkamp (Ausgabe 9/09) - Versicherung für Fondsinvestoren
Kolumne von Dr. Alexandra Goll (Ausgabe 7-8/09) - Warum in die Ferne schweifen …
Kolumne von Dr. Michael Brandkamp (Ausgabe 6/09) - Ellenbogenkultur kehrt zurück
Kolumne von Dr. Alexandra Goll (Ausgabe 5/09) - Renaissance der Werte?
Kolumne von Dr. Hendrik Brandis (Ausgabe 4/09) - Assetklassen in der Krise
Kolumne von Dr. Alexandra Goll - Schreckstarre war gestern
Kolumne von Dr. Michael Brandkamp - Leere Menge
Kolumne von Dr. Hendrik Brandis (Ausgabe 1/2009) - Verschiedene Welten
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 12/2008) - Sag beim Abschied leise Servus...
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 11/2008) - Kann sich Venture Capital der Krise entziehen?
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 10/2008) - Cleantech statt Nanotechnologie
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 9/2008) - Von Business Angels und Devils
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 7-8/2008) - Anschluss gesucht
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 6/2008) - Organisierte Business Angels
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 5/2008) - Flucht aus dem Early Stage Venture Capital
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 4/2008) - Verwirrende Zahlenspiele
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 3/2008) - Honigbienen statt Heuschrecken
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 2/2008) - Frischer Wind für Ausgründungen aus Hochschulen
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 1/2008) - EIF als Zünglein an der Waage
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 12/2007) - Social Entrepreneurship schwieriger als gedacht
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 11/2007) - Ist Clean Technology die nächste Seifenblase?
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 10/2007) - Ein Unglück kommt selten allein
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 8-9/2007) - Brauchen Jumbo-Buyouts eine eigene BVK-Fachgruppe?
Kolumne von Falk F. Strascheg (Ausgabe 7/2007) - Dunkle Wolken am Buyout-Horizont
Kolumne von Falk F. Strascheg (Ausgabe 6/2007) - Warum meinen Private Equity-Fonds, höhere Preise bezahlen zu können?
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 5/2007) - Innovationsbremser
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 4/2007) - Leichte Unschärfe
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 3/2007) - Mehr Geld für wenige Unternehmen
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 2/2007) - IPOs auch ohne Neuen Markt
Kolumne von Falk Strascheg (Ausgabe 1/2007) - Corporate Venture Capital: idealer Partner für technologieorientierte Start-ups?

 

Artikeln, Empfehlungen und Tabellen liegen Quellen zugrunde, welche die Redaktion für verlässlich hält. Eine Garantie für die Richtigkeit der Angaben kann allerdings nicht übernommen werden. Bei unaufgefordert eingesandten Beiträgen behält sich die Redaktion Kürzungen oder Nichtveröffentlichung vor.
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