Aktuelle Ausgabe
Inhaltsverzeichnis
Jetzt neu!
Inhaltsverzeichnis
Editorial
Titelstory (Anriss)
Vorschau
Stellenmarkt
in Kooperation mit
Redaktion
Investorenportraits
Dachfonds-Portraits
Business Angel-Netzwerke
VC-Kolumne
Interviews
Über uns
Ziele & Zielgruppen
Themen & Inhalte
Historie & Hintergrund
Team & Firmenprofil
Jobs & Praktikanten
Service
Abonnement
Einzelhefte
Sonderausgaben
Bücher & Co.
Events
Links
Mediadaten
Impressum
GBI
13 Jahre GoingPublic -,
10 Jahre VC Magazin
Die Volltextsuche!
Titelstory Artikelübersicht   
Subprime-Krise spaltet M&A-Markt - Große Deals besonders betroffen – Mittelstand weiterhin begehrt

Die Subprime-Krise mit ihren Auswirkungen auf die Kapitalmärkte ist nach wie vor ein bestimmendes Thema am Markt für Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions). Mit einem Einbruch im seit Jahren boomenden internationalen M&A-Geschäft rechnet zwar kaum jemand. Aber dass die Krise überwunden ist, glauben ebenso wenige. Auf die Finanzierung im deutschen Mittelstand hat das allerdings wenig Einfluss. Nachfolgeprobleme und der Wunsch nach mehr Eigenkapital und größerer Unabhängigkeit von den Banken sprechen für den Trend, sich Private Equity zu öffnen. Und die Investoren suchen weiterhin nach Unternehmen mit Wachstumsstory und Know-how.

Hypothekenkrise als Stimmungsdämpfer
Das M&A-Geschäft ist in den vergangenen Monaten ins Stocken geraten. Bis zur Jahresmitte hatte noch alles nach einer Fortsetzung des Booms ausgesehen. Die Stimmung hat durch die US-Hypothekenkrise einen herben Dämpfer bekommen. Die Banken halten sich bei der Kreditvergabe an Finanzinvestoren plötzlich zurück. Die zuvor teilweise sehr hohen Fremdfinanzierungsanteile bei großen Deals dürften zumindest für einige Zeit der Vergangenheit angehören. Die Euphorie, die besonders die Anzahl und die Bewertungen von Leveraged Buyouts (LBOs) in die Höhe getrieben hatte, ist einer spürbaren Risikosensibilität gewichen.
Im Wesentlichen ist die Krise aber keine Knappheitskrise, was das Geld angeht. Geld ist weiterhin reichlich vorhanden. Das gilt für die Private Equity-Gesellschaften, die in den vergangenen drei Jahren reichlich Kapital für ihre Fonds eingesammelt und mehrere hundert Mrd. USD noch nicht investiert haben. Und es gilt für die Kreditinstitute, auch weil Zentralbanken wie die Fed und die EZB das Bankensystem mit reichlich Liquidität versorgt haben.

Risikoscheu bremst Verbriefung
Schmierstoff für die Märkte ist aber nicht nur Geld, sondern auch Vertrauen. Ist es erst einmal gestört, braucht es eine Weile, bis es wieder aufgebaut ist. Die Banken scheuen nun stärker die Risiken; etliche zuvor zugesagte Kredite für Firmenübernahmen liegen auf Eis. Die Verbriefung von Forderungen, bis zum Sommer einer der wichtigsten Antriebsfaktoren des weltweiten Übernahmekarussells und für die Banken die Möglichkeit zur Streuung des Ausfallrisikos, ist deutlich schwieriger geworden. Investoren schauen jetzt genauer hin, was in Asset Backed Securities (ABS) bzw. Collateralized Debt Obligations (CDO) verpackt wird. Die Folge ist nun sichtbar: Der internationale ABS- und CDO-Markt ist im dritten Quartal nach Zahlen des Finanzdaten-Anbieters Thomson Financial um mehr als 50% gegenüber dem ohnehin schon etwas schwächeren Vorquartal eingebrochen (siehe Tabelle „Der weltweite Verbriefungsmarkt“). Die Finanzierungsbasis für hoch fremdfinanzierte Übernahmen ist damit erheblich geschwächt.

Was die direkten Auswirkungen der Subprime-Krise z. B. auf einzelne Kreditinstitute – in Deutschland siehe IKB und Sachsen-LB – angeht, scheint das Schlimmste überstanden zu sein. Aber der indirekte Schaden dürfte noch eine Weile am Markt für Firmenübernahmen und Private Equity-Investitionen spürbar bleiben. „Auch die Folgen der vorherigen Euphorie bei der Finanzierung sind heute noch nicht voll sichtbar“, sagt Dr. Erich Georg, Geschäftsführer der Beratungsfirma MCIC GmbH. „Überhöhte Preise und Leveraged Deals mit hohen Kreditaufnahmen haben zu hohen Schulden geführt, die zum Teil auf die übernommenen Unternehmen übertragen wurden. Die Zinslast ist eine schwere Hypothek.“

Der weltweite Verbriefungsmarkt (inkl. ABS & MBS)

Zeitraum

Volumen in Mio. USD

Anzahl d. Emissionen

1. Quartal 2006

142.449,3

246

2. Quartal 2006

228.333,2

395

3. Quartal 2006

251.262,1

379

4. Quartal 2006

393.670,6

538

1. Quartal 2007

304.245,9

444

2. Quartal 2007

390.574,7

559

3. Quartal 2007

161.194,1

196


Quelle: Thomson Financial

 

...den vollständigen Artikel finden Sie im VentureCapital Magazin >

 


Alle bisher in dieser Rubrik erschienenen Beiträge:
Die Rückkehr der Banken - Es gibt wieder Kredite für Leveraged Buyouts
Appetit auf Übernahmen nimmt (langsam) zu - Stärkere M&A-Belebung im Herbst erwartet
Rückblick auf eine bewegte Zeit - Zehn Jahre VentureCapital Magazin
Wege durch das Förderlabyrinth - Zahlreiche Anlaufstellen für Gründer
Lichtblicke trotz Kapitalmangel - Life Science-Branche braucht Geduld
Interimsmanager sind Brückenbauer - Mit fremder Hilfe aus der Krise
Was das Herz begehrt - Von E-Commerce profitieren Gründer, Investoren und Kunden
Vorsichtiger Optimismus - Ausblick 2010: Erholung im Buyout-Bereich, Zurückhaltung bei Venture Capital
"Kein Kommentar!" - Wie wichtig ist Öffentlichkeitsarbeit im Private Equity-Sektor?
Frühzeitig planen, Werte retten - Wie Mittelständler ihre Nachfolge regeln können
Vorsicht, Engpass! - Schwierige Zeiten für Unternehmen bei Wachstums- und Expansionsfinanzierungen
Viele Köche, wenig Brei - Über 50 Private Equity-Investments für Privatanleger im Überblick
Käufer schieben Risiken auf die Verkäufer - Strategen und Distressed-Investoren bestimmen den M&A-Markt
Zwei Säulen für die frühe Phase - Gründer profitieren von Businessplan-Wettbewerben und Angels
Wechselvolle Geschichte - Die deutsche Beteiligungsbranche hat heftige Aufs und Abs durchlebt
Mit Fitnesstrainern durch die Rezession - Interim-Manager helfen oft schon vor dem Firmenkauf
Immun gegen die Krise? - Pharmakonzerne brauchen neue Produkte – Biotechnologie profitiert
iPhone als Initialzündung - Mobile Geschäftsideen heben (endlich) ab!
Secondary-Investoren und Sanierer gesucht - Angelsächsische Buyout-Häuser bangen um ihr Geschäftsmodell
Vom Aussterben bedroht? - Wie Medienhäuser von Start-ups profitieren
Cash is King - Mittelstandsfinanzierung in der Finanzkrise
Große Chancen mit kleinen Teilchen - Das Wachstumsfeld Nanotechnologie eröffnet Perspektiven
Private Equity an der Börse - Breite Investitionsmöglichkeiten auch im deutschsprachigen Raum
Investoren im Test - So reagieren VC-Gesellschaften auf Finanzierungsanfragen
Geldquellen sprudeln spärlich - Kleinere Finanzierungsrunden in der Frühphase
U40 - Shootingstars im deutschsprachigen Private Equity-Geschäft
Ende der Enttäuschungen? - Deutsche Biotechnologie am Scheideweg
Nach dem Knall - Anstieg der Restrukturierungsfälle zu erwarten
Vernetzt in die Zukunft - Investoren setzen auf mobile Technologien und Web 2.0
Zurück auf Los - Private Equity zwischen Kreditkrise und Liquiditätsüberhang
Private Equity in Skandinavien - Fundraising hat Gipfel überschritten – Beteiligungsfonds haben dennoch reichlich Kapital
US-Immobilienkrise: Nervosität auch in Deutschland - Private Equity-Häuser setzen auf den Einzelhandel – Wohnobjekte unter Preisdruck
M&A-Boom vor dem Gipfel - Hohe Nachfrage von Investoren treibt Preise und Leverage
Private Equity goes public - Listed Private Equity und Zertifikate bieten Fungibilität
Förderwunder Deutschland - Paradiesische Zustände für Gründer?
Selektive Nachwuchssuche - Young Professionals aus Industrie und Beratung haben bei Private Equity-Häusern die besten Aussichten
Megatrend Cleantech - Auch europäische Technologien für Silicon Valley-VCs interessant
Assekuranz erwacht - Renditehunger treibt institutionelle Anleger in Private Equity
the-web-is-back.com - Internetinvestments lohnen sich wieder
Überhitzung - aber keine Angst vor Abkühlung - So wird das Private Equity-Jahr 2007

 

Artikeln, Empfehlungen und Tabellen liegen Quellen zugrunde, welche die Redaktion für verlässlich hält. Eine Garantie für die Richtigkeit der Angaben kann allerdings nicht übernommen werden. Bei unaufgefordert eingesandten Beiträgen behält sich die Redaktion Kürzungen oder Nichtveröffentlichung vor.
© GoingPublic Media AG 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010

ANZEIGE