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Was das Herz begehrt - Von E-Commerce profitieren Gründer, Investoren und Kunden

Es war in jeder Hinsicht ein langer Weg vom fahrenden Händler über Tante-Emma-Läden und Megakaufhäuser zum E-Commerce. Die geplatzte Internetblase kurz nach der Jahrtausendwende hat sich dabei nur als kurzer Bremsweg herausgestellt. Seit das Internet selbstverständlicher Teil des Alltags geworden und bei Gründern und Investoren Realismus eingekehrt ist, lässt sich online Geld verdienen. Mit dem richtigen Konzept und einer geeigneten Produktgruppe können Gründer Kunden und Investoren überzeugen – und Branchenriesen aus der Welt des stationären Handels hinter sich lassen.

Verbrannte Finger als Lehrmeister
So wie Kinder auf eine heiße Herdplatte fassen müssen, um ihre Lektion zu lernen, müssen auch Investoren manchmal schmerzhafte Erfahrungen sammeln. Der Internethype um die Jahrtausendwende hat sich dabei als die bislang größte – und insgesamt teuerste – Lehrstunde für Venture Capital-Geber gezeigt. Besonderes Aufsehen erregte seinerzeit die Pleite des Online-Lebensmittelhändlers Webvan: Nach Schätzungen von US-Analysten wurden fast 1,2 Mrd. USD verpulvert. Mehr Glück hatten die Kapitalgeber beispielsweise beim Aufbau des heutigen Gemischtwarenladens Amazon, der allerdings zunächst auch viel Geld verschlungen hat und etliche Jahre für die schwarze Null brauchte. Einen neuen Hype – und weitgehende Orientierungslosigkeit, wie Geld verdient werden kann – gab es seitdem nur bei Social Networks. Im Online-Handel dagegen legen Investoren wie Gründer wert auf realistische Ziele und schnelle Monetarisierung. In Zeiten wie diesen erweise sich E-Commerce als risikoarmes Investment für Venture Capital-Geber, sagt beispielsweise Jörg Binnenbrücker von DuMont Venture. „Bei einem transaktionsbasierten Modell erkennt man schnell, ob es vom Markt angenommen wird. Außerdem verringern die Einnahmen den Kapitaleinsatz des Investors“, erklärt er.


 

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Alle bisher in dieser Rubrik erschienenen Beiträge:
Die Rückkehr der Banken - Es gibt wieder Kredite für Leveraged Buyouts
Appetit auf Übernahmen nimmt (langsam) zu - Stärkere M&A-Belebung im Herbst erwartet
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Assekuranz erwacht - Renditehunger treibt institutionelle Anleger in Private Equity
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