Höhen und Tiefen: Listed Private Equity mit gemischter Bilanz
In kurzer Zeit kann viel passieren, vor allem am Aktienmarkt. Dort können schon einzelne Nachrichten erdrutschartige Kursbewegungen auslösen – und manchmal zu einer Kursachterbahn aller Werte wie im August führen. In solchen Momenten fahren auch manche Beteiligungsgesellschaften mit, jedenfalls wenn sie börsennotiert sind. Die Kursentwicklungen des gesamten letzten Jahres zeigen jedoch eine gemischte Bilanz: Abhängig von Geschäftsmodell und Branchenfokus verzeichneten die Gesellschaften ganz unterschiedliche Ergebnisse. Wollen Anleger eine angemessene Rendite erzielen, ist es für sie wichtiger denn je, genau hinzuschauen und die richtigen Fragen zu stellen.
Im Sog des Börsenbebens
Der deutsche Aktienmarkt bietet eine stetig wachsende Zahl an Gesellschaften, die im Beteiligungsgeschäft zu Hause sind und die sich entweder als Holding oder mit operativer Durchschlagskraft um ein Portfolio aus Beteiligungen und Unternehmensanteilen kümmern. Aktuell sind hierzulande über 60 Beteiligungshäuser gelistet, deren Börsenwert teilweise nur im einstelligen Millionenbereich liegt. Die Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten der vergangenen Wochen haben auch sie stark in Mitleidenschaft gezogen. Binnen weniger Handelstage brachen selbst solide Titel zwischen 20 und 30% ein. Bis Redaktionsschluss konnten sich viele Titel jedoch deutlich erholen (siehe auch Kurstabelle). Mittelständische Unternehmen wie Gesco AG (www.gesco.de) und Indus Holding AG (www.indus.de) sind stark im Automotive-Sektor sowie im Maschinen- und Anlagenbau engagiert, wo sich die Sorge vor einer massiven Abschwächung des Investitionsklimas unmittelbar in teils drastischen Abschlägen widerspiegelte. Ebenfalls überproportional betroffen waren Gesellschaften, die eine aktive Buy & Sell-Strategie verfolgen. So brachen Aktien der bmp media AG (www.bmp.com) um knapp ein Viertel ein.
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