Neun Fragen an Oliver Scharfenberg von Malerprofis24

Oliver Scharfenberg Gründer von Malerprofis24

VC Magazin: Wie kam es zu der Idee für Ihr Start-up?
Scharfenberg: Ich habe selber rund acht Jahre in einem Handwerksbetrieb als Geschäftsführer gearbeitet, den ich gemeinsam mit dem Senior gegründet habe. Wir haben überlegt, was uns persönlich als Unternehmer fehlt und im Alltag tatsächlich helfen könnte. Dabei sind uns unter anderem zwei Dinge eingefallen: Zum einen sollte man die Auslastung in den Betrieben optimieren und zum anderen die Liquidität dauerhaft verbessern. Das brachte uns auf die Idee, eine Datenbank zu entwickeln, eine Art Börse, in der Kunden ihre Aufträge eintragen können. Auf diese Datenbank wiederum können Handwerker zugreifen und sich gezielt einen Auftrag heraussuchen, der zu der betrieblichen Auslastung passt. Hier eine Lösung zu entwickeln, die Angebot und Nachfrage zusammenbringt, war mein Ansporn. Zudem sollte der Kunde auch etwas davon haben, zu diesem Zweck habe ich den Rechner für Malerarbeiten entwickelt. Der Kunde macht einige Angaben zu seiner Wohnung und bekommt dann kostenlos eine Kostenschätzung per E-Mail zugestellt.

VC Magazin: Es gibt bereits zahlreiche Online-Angebote, die Handwerker und Kunden zusammenführen. Wo sehen Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal?
Scharfenberg: Vor der Gründung von Malerprofis24 haben wir überlegt, welche Angebote es schon am Markt gibt und wo deren Stärken und Schwächen liegen. Handwerkerauktionen sind ein Auslaufmodell und andere Portale sind reine Branchenbücher mit wenig Mehrwert. Der sogenannte Lead-Handel (also der Verkauf von Kundenanfragen) ist wenig transparent und nach meiner Meinung bei vielen Handwerkern wegen der teilweise fragwürdigen Qualität der Anfragen nicht gerade beliebt. Ich habe mich gefragt, was andere gut machen und wie man dies verbessern könnte. Und so sieht das Ergebnis aus, Malerprofis24 bietet eine kostenlose Kostenschätzung und Auftragsdatenbank.