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VentureCapital Infrastruktur 2017 - Die etwas andere Assetklasse

Infrastruktur-Investments in Equity-Produkte

Investieren in Infrastruktur Infrastruktur-Investments in Equity-Produkte Die etwas andere Assetklasse Jährliche Renditen von 6% bis 14% für Eigenkapitalinvestments, langfristige und prognostizierbare Cashflows sowie regelmäßig eine gerin- ge Korrelation zu den traditionellen Anlageklassen bilden gute Argumente für Infrastrukturinvestitionen. Darüber hinaus erweisen sich Infra- strukturanlagen als weniger anfällig gegenüber Konjunkturschwankungen. Aufgrund der meist hohen Erstellungskosten, der häufig staatli- chen Kontrahenten mit langfristigen Verträgen, der langwierigen Genehmigungsverfahren, Regulierungen sowie Kontrollen sind die Markt- eintrittsbarrieren für Wettbewerber oft so hoch, dass bestehende Projekte eine langfristige, monopolartige Stellung genießen. Infrastruktur- investitionen können daher einen Schutz gegenüber Marktvolatilitäten und Inflation bieten. D iese Merkmale machen Infrastrukturinvestments für institutionelle Investoren wie Versicherungen und Pensionsfonds interessant, aber auch für die oft auf Werterhaltung ausgerichteten Family Offices. Ver- sicherungsunternehmen erfreuen sich einer Besserstel- lung beim Eigenkapitalbedarf unter Solvency II, bei aller- dings erhöhten Anforderungen an Controlling und Berichts- wesen. Ein bunter Strauß an Möglichkeiten Vor dem Hintergrund des sehr heterogenen Charakters von Infrastrukturinvestitionen wird deutlich, dass Infrastruktur nicht als einheitliche Anlageklasse angesehen werden kann. Vielmehr bietet sie eine Vielzahl unterschiedlicher Risiko- Ertrags-Möglichkeiten. Investitionen in Infrastruktur weisen durchaus Gemeinsamkeiten und Überschneidungen mit den klassischen Anlageklassen auf. Gleichzeitig unterscheiden sie sich aber auch in einigen Punkten deutlich von ihnen. Je nach Sektor, Investitionszeitpunkt, Grad der Regulierung oder lokalet Ansiedlung der einzelnen Projekte sowie dem Zugang zu jedem einzelnen Investment ergibt sich eine unter- schiedliche Rendite-Risikostruktur der Investments. Klassi- sche Sektoren, in denen Infrastrukturinvestments erfolgen, sind Verkehr, Versorgung/Entsorgung, Kommunikation und soziale Infrastruktur. Green- und Brownfield-Investments Hinsichtlich des Investitionszeitpunktes wird bei Infra- strukturinvestitionen im Wesentlichen zwischen Greenfield und Brownfield unterschieden. Bei Greenfield-Investments handelt es sich um Projekte „auf der grünen Wiese“, die erst noch geplant und realisiert werden müssen (z.B. der Bau eines neuen Flughafens, einer neuen Mautstraße oder eines neuen Windparks). Zusätzlich zu den operativen Risiken kommen hier also noch die Planungs- und Erstellungsrisiken hinzu. Bei Brownfield-Investments dagegen handelt es sich um existierende, meist etablierte Anlagen, die bereits zuver- lässig laufende Erträge erwirtschaften. Mautstraßen, Solar- oder Windparks können beispiels weise oft als Brownfield- Investments von einem Entwickler erworben werden. Mit den korrespondierenden geringeren Risiken sind diese Invest ments attraktiv für solche Investoren, die ihr Risiko für Eigenkapitalinvestments begrenzen möchten. Verringertes Risiko von Marktvolatilitäten Viele Infrastrukturinvestments bieten einen Schutz gegen- über hoher Inflation und/oder niedrigem BIP-Wachstum. Ein Inflationsschutz ergibt sich für das eingesetzte Kapital einer- seits daraus, dass überwiegend in Sachwerte investiert wird. Andererseits ist es üblich, auch die Erträge gegen Infla tionsrisiken dadurch abzusichern, dass vertraglich ver- einbart wird, in regelmäßigen Zeitabständen Preisanpas- sungen im Einklang mit den vorhandenen Inflationsraten vorzunehmen. Eine Verbindung zum BIP weisen Infrastruk- turinvestments dann auf, wenn sich die Umsätze im Gleich- lauf mit der Entwicklung der Wirtschaftsleistung verändern. So erhöht oder verringert sich beispielsweise die Nutzung einer Mautstraße mit dem Wachstum der Wirtschaftsleis- tung. Es ist allerdings zu beobachten, dass die Vergütung häufig nicht nach der tatsächlichen Nutzung der Anlagen, sondern nach deren Bereitstellung vereinbart wird, was zur Verstetigung der Ertragsströme und damit zur Immunisie- rung gegenüber Marktschwankungen führt. Nicht frei von Risiken Gleichwohl sind Infrastrukturinvestments nicht risikofrei. Auch bei Infrastrukturinvestments besteht eine Korrelation zwischen Risiken und der erwarteten Rendite. Neben den generellen unternehmerischen Risiken des operativen Ge- schäfts existieren spezielle infrastrukturspezifische Risiken. So sind gerade in vielen Schwellenländern Naturkatastro- phen und die Veränderung der politischen oder rechtlichen Rahmenbedingungen Risiken, die bedacht werden müssen. Darüber hinaus sind auch vor dem Hintergrund der Erfahrun- gen aus der Finanzkrise Leverage-Risiken zu nennen. Bisher existiert für die noch junge Anlageklasse Infrastruktur keine etablierte Benchmark. Theoretisch sind Ansätze wie Abso- lute Return-Angaben, Inflation plus Aufschläge, Bond Yields 18 Special „Investieren in Infrastruktur 2017“

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