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VentureCapital Infrastruktur 2017

Private Equity- und Infrastrukturfonds im Vergleich 1.200 1.000 862 939 1.019 945 830 800 600 400 200 0 348 329 347 310 225 2012 2013 2014 2015 2016 Anzahl Private Equity-Fonds Gesamtvolumen Private Equity-Fonds (in Mrd. USD) Quelle: Preqin, Berechnungen Mackewicz & Partner plus Aufschläge, Bond-Indizes, Mischungen aus Equity-, Real Estate-, Bond- und Private Equity-Benchmarks, gelistete Infra- strukturindizes oder Peergroup-Vergleiche von Infrastruk- turfonds denkbar. Große Nachfrage – vergleichsweise geringes Angebot – hohe Preise Aktuell sind die Investoren allerdings mit einem Verkäufer- markt konfrontiert. Die Preise für Infrastruktur-Assets sind wie die Preise für andere Assets sehr hoch, und damit ist neben Know-how eine große Disziplin bei der Auswahl der Investitionen erforderlich. Aus der Erfahrung stehen indi- rekte Infrastrukturinvestments über Fonds, die nicht an einer Börse gehandelt werden, bei den institutionellen Investoren im Fokus. In Ermangelung an Assets mit nachgewiesener Qualität ist aber auch die Anzahl der reinen Infrastruktur- fonds noch recht überschaubar. Zudem tritt eine Vielzahl von Fondsmanagern noch nicht lange mit den spezialisierten Infra strukturfonds am Markt auf, sodass in diesen Fällen oft kein verlässlicher Track Record existiert. Infrastruktur wird jedoch schon immer auch teilweise in klassischen, nicht auf Infrastruktur spezialisierten Private Equity-Fonds mit mehr oder weniger großem Anteil als Beimischung realisiert, so- dass von den Managern dieser Fonds bereits das erforder- liche Know-how aufgebaut worden ist. In der Zeit von 2012 bis 2016 befanden sich weltweit 370 Infrastrukturfonds im Fundraising und konnten insgesamt 226 Mrd. USD einwer- ben. Im selben Zeitraum haben 4.595 Private Equity-Fonds 1.559 Mrd. USD eingeworben. Somit haben im Vergleich zur Infrastruktur zwölfmal mehr Private Equity-Fonds sieben- mal so viel Kapital aufnehmen können. Berücksichtigt man die Anforderungen vieler institutioneller Investoren, die zum Beispiel keine First Time Funds zeichnen oder sich aus- schließlich im Euroraum bewegen wollen, sollte sich für diese Investoren das Universum an möglichen Infrastruktur- Fonds deutlich verringern (größer ist das Angebot bei Infra- structure-Debt Investments, die allerdings mit deutlich niedrigeren Renditen verbunden und nicht Gegenstand dieses Beitrages sind). 100 72 89 71 73 47 42 45 65 63 50 0 29 2012 2013 2014 2015 2016 Anzahl Infrastruktur-Fonds Gesamtvolumen Infrastruktur-Fonds (in Mrd. USD) Fazit Eigenkapitalinvestments in Infrastruktur versprechen stabile, laufende Erträge. Sowohl zwischen den verschiedenen In- fra struktursubsegmenten als auch im Verhältnis zu anderen Anlageklassen weisen Infrastrukturinvestitionen regelmäßig eine geringe Korrelation auf. Diese Anlageklasse bietet damit ein attraktives Diversifikationspotenzial. Infrastruktur ist aller- dings keine homogene Anlageklasse. Vielmehr weisen die einzelnen Subsegmente sehr unterschiedliche Risiko- und Returnprofile auf. Infrastrukturinvestitionen bieten dem ins- titutionellen Investor die Möglichkeit, das Risiko-Return- Profil beim Portfolioaufbau zu bestimmen und langfristig zu steuern. Dies erfordert allerdings ein spezielles Know-how, das gegebenenfalls über Partner zugekauft werden kann. Als Anlageform für kleine bis mittelgroße Investorengruppen eignet sich daher insbesondere der indirekte Zugang über professionell gemangte Infrastrukturfonds, die allerdings noch nicht im gewünschten Umfang verfügbar sind. Heinrich Eberhardt managt seit Anfang der 1990er-Jahre – und war damit einer der ersten in Deutsch- land – alternative Investments bei den West- fälischen Provinzial Versicherungen/dem Provinzial NordWest Konzern in Münster. Detlef Mackewicz ist Gründer und Geschäftsführer der Ma- ckewicz & Partner Investment Advisers in München, die institutionelle Investoren im Bereich alternativer Anlageklassen berät. Special „Investieren in Infrastruktur 2017“ 19

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