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VentureCapital Infrastruktur 2017 - Die Rolle der Assetklasse Infrastruktur im Portfolio- und Regulierungskontext

Investitionsbedarf trifft Renditesuche

Investieren in Infrastruktur Investitionsbedarf trifft Renditesuche Die Rolle der Assetklasse Infrastruktur im Portfolio- und Regulierungskontext Finanzkrise und Niedrigzinsumfeld haben deutliche Spuren in den Portfolien der institutionellen Investoren hinterlassen. Im Rahmen der Neu- ausrichtung haben diese sich daher auch mit der Frage beschäftigt, ob und wie Infrastrukturinvestitionen auf der einen Seite die Portfolioeffi- zienz bezüglich Rendite-Risikoerwartungen erhöhen und auf der anderen Seite gleichbleibende und stabile Cashflows sicherstellen können. D ie meistbeachtete Größe in Bezug auf den Grad an Diversifikation eines Portfolios ist die Korrelation der Assetklassen untereinander. Für viele Investo- ren steht fest, dass sich mittels Infrastrukturinvestitionen – insbesondere als Beimischung zu Aktien und Anleihen – Diversi fikationseffekte erzielen lassen. Darüber hinaus kann eine Kombination mit Private Equity nicht nur aus Diver- sifikations-, sondern auch aus Cashflow-Erwägungen in Betracht gezogen werden. Während Private Equity in der Regel ein als J-Kurve (keine/geringe anfängliche Zahlungs- ströme) bekanntes Auszahlungsprofil aufweist, kann ein Infra strukturinvestment in den ersten Jahren diese nicht vorhandenen Cashflows teilweise kompensieren. Diese Eigen schaften können nun genutzt werden, um bei ent- sprechender Renditestärke des Infrastrukturinvestments das Gesamtportfolio effizienter zu gestalten. Hinreichende Unterschiede zu anderen Assetklassen Mit anderen Worten: Infrastruktur hat sich als eigene Asset- klasse im Kanon der Alternative Investments etabliert, ge- rade weil die Charakteristika sich hinreichend von anderen Anlageklassen absetzen, eben um positive Portfolioeffekte zu erzielen. Nicht ohne Grund hat sich als Konsequenz die Nachfrage in diesem Segment in den letzten Jahren so rasant entwickelt; und Investoren bauen spezialisierte Teams für entsprechende Investments aus. Angepasste Rahmenbedingungen Auch regulatorisch hat sich diese Entwicklung nieder- geschlagen. Unter Solvency II wurden z.B. die Eigenmittel- anforderungen für Anlagen in sogenannte qualifizierte Infra- struktur, die besondere Anforderungen im Hinblick auf das jeweilige Projekt, den Investor selbst und schließlich die vertraglichen Regelungen erfüllen, reduziert. Auch in der Anlageverordnung, die hier in Deutschland für Anlagen von u.a. Pensionsfonds, Pensionskassen und Versorgungswerken gilt, wurden besondere Regelungen für Infrastrukturdarlehen geschaffen, die den besonderen Gegebenheiten dieses An- lagesegments Rechnung tragen. Parallel dazu hat sich in den letzten Jahren ein breites Universum an spezialisierten Infrastrukturfonds etabliert, die Anlagemöglichkeiten so- wohl auf der Eigenkapital- als auch auf der Fremdkapitalsei- te offerieren. Fazit Gerade der Markt für infrastrukturbasierte Fondsanlagen befindet sich daher in einem dynamischen Wachstumspro- zess. Auf der einen Seite besteht enormer Investitions- bedarf in fast allen Infrastruktursegmenten, auf der anderen Seite suchen gerade institutionelle Investoren im anhal- tenden Niedrigzinsumfeld und in Zeiten steigender Vola- tilität dringend nach adäquaten Renditemöglichkeiten. Beglei tet wird dieser Prozess von einem regulatorischen Strukturwandel, im Zuge dessen neue Investitionsstruk- turen und Konzepte in Erscheinung treten, insbesondere um den Bedürfnissen institutioneller Investoren gerecht zu werden. Frank Dornseifer ist Geschäftsführer beim Bundesverband Alternative Investments e.V. Der Verband vertritt die Interessen von mehr als 140 national und international agierenden Mit- gliedern, die alle Bereiche des professio- nellen Alternative Investments-Geschäfts repräsentieren. 22 Special „Investieren in Infrastruktur 2017“

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