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VentureCapital Infrastruktur 2017 - Editorial

Assetklasse mit glänzenden Aussichten

Editorial Assetklasse mit glänzenden Aussichten Liebe Leserinnen und Leser, die Assetklasse Infrastruktur ist ohne Zweifel einer der Gewinner der letzten Jahre. Das Niedrigzinsumfeld hat die alternativen Anlageklassen in den Fokus vieler institutio- neller Investoren gerückt. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Infrastrukturinvestitionen weiter an. Und die öffentliche Hand ist nur selten in der Lage, diese vollumfänglich zu bedie nen. Alleine im Jahr 2015 standen in Europa private Investitio nen in Höhe von 563 Mrd. EUR öffentliche Aus- gaben über 228 Mrd. EUR gegenüber. Das bedeutet, dass 65% der Infrastrukturinvestments durch private Kapitalge- ber getragen wurden. Gleichzeitig machen die fortschreitende Digitalisierung und die damit einhergehenden Veränderungen in den Bedürfnis- sen der Gesellschaft zusätzliche Investitionen notwendig. Beispiel autonomes Fahren: Die bisherigen Straßennetze sind für die neuen Arten der Fortbewegung nur unzurei- chend geeignet. Allerdings verschlingen der Erhalt des Status quo und die punktuelle Erneuerung bereits heute Milliar- densummen jedes Jahr. Alleine für das deutsche Fern- straßennetz rechnet die Bundesregierung für das Jahr 2017 mit Ausgaben in Höhe von 6,5 Mrd. EUR. 2018 sollen es bereits 7,2 Mrd. EUR sein. Nun stehen zwar deutsche Auto- bahnen privaten Investoren nicht offen, doch verfügen auch andere europäische Länder wie Spanien (über 14.000km) und Frankreich (über 11.000km) über ein ähnlich großes Auto bahnnetz wie die Bundesrepublik (mehr als 12.000km) und begegnen privaten Investoren deutlich aufgeschlosse- ner. Hierzulande finden die meisten Infrastrukturinvestitionen nach wie vor im Erneuerbare Energien-Sektor statt. Doch Benjamin Heimlich, Redaktionsleiter auch hier greift die Digitalisierung und führt beispielsweise zu einer besseren Auslastung der Anlagen oder verhindert Ausfallzeiten. Gleichzeitig ermöglichen es neue Speicher- technologien, den erzeugten Strom bedarfsgerechter in das Netz einzuspeisen, was Solar und Wind zu einem berechen- bareren Baustein im Energiemix macht. Berechenbarkeit ist auch für viele institutionelle Investoren ein starkes Argument für die Assetklasse Infrastruktur. Denn die regelmäßigen und meist planbaren Renditen im Infra- struktursektor stellen für die meisten von ihnen ein Gegen- gewicht zu anderen alternativen Assetklassen wie beispiels- weise Private Equity dar, bei denen meist erst eine J-Kurve durchlaufen wird, bevor Erträge anfallen. Eine spannende Lektüre wünscht [email protected] Special „Investieren in Infrastruktur 2017“ 3

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