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VentureCapital Infrastruktur 2017

U m Flughäfen und Straßen zu bauen, soziale Einrich- tungen zu schaffen oder Versorgungsnetze für Wasser und Strom zu errichten, werden große Entwicklungs- und Bauvorhaben angestoßen. Finanziert werden sie durch den Staat und teilweise durch private, in der Regel institu- tionelle Investoren. Die langfristigen, stabilen Rückflüsse und positiven Diversifikationseffekte von Infrastrukturinvest- ments sind im aktuellen Marktumfeld besonders attraktiv. Entsprechend erfreut sich die Anlageklasse steigender Be- liebtheit. In einer aktuellen Umfrage von Institutional Money gaben 54% der Teilnehmer an, ihre Investments in Infra- struktur ausbauen zu wollen. Der Anteil der baulichen Ver- mögenswerte an der globalen Wertschöpfung beträgt ins- gesamt etwa 40%. Laut Global Built Asset Performance Index 2016 führt China die Rangliste mit 9,3 Bio. EUR an, gefolgt von den USA, Indien und Japan. In Europa ist Deutschland mit 1 Bio. EUR führend, gefolgt von der Türkei und Frankreich. Attraktivste Länder für Infrastrukturinvestments 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 Singapur Katar Vereinigte Arabische Emirate Kanada Malaysia Norwegen Schweden USA UK Niederlande Australien Japan Deutschland Österreich Saudi-Arabien Chile China Belgien Frankreich Südkorea Quelle: Arcadis Public-Private-Partnerships Private Investoren beteiligen sich an Infrastrukturprojekten in der Regel im Rahmen von Public-Private-Partnership-(PPP-) Modellen. Die öffentliche Hand, die gemeinwohlorientierte Ziele verfolgt, und private Unternehmen, die wirtschaftliche Ziele verfolgen, arbeiten dabei zusammen. Doch diese Modelle sind in Deutschland selten. „Aufgrund der günstigen Finan- zierungsmöglichkeiten des Bundes, der Länder und Gemeinden haben sich PPP-Modelle bei Verteilnetzen, Verkehrs- wegen und öffentlichen Gebäuden bis- lang nur in wenigen Fällen durchge- setzt“, so Thomas Kühnl, Leiter des Assetmanagements bei wpd invest. Gleiches gelte für Einrichtungen wie Häfen, Flughäfen, Mobilfunkmasten und Schienenverkehrsnetze. Darum gebe es hierzulande wenige Gelegenheiten, in Assets wie Autobahnbetreibermodelle, Stromnetze oder öffent liche Gebäude zu investieren. „Deut- lich größer ist der Markt für Erzeugungskapazitäten aus er- neuerbaren Ener gien“, so Kühnl. Wpd invest ist spezialisiert auf Investments in neue Energien und bietet institutionellen Investoren abge stimmte Leistungen bei der Strukturierung von Investment vehikeln, im Einkauf und im Asset Manage- ment. Aktuell betreut das Münchner Unternehmen zwei Fonds, jeweils mit einem Volumen im dreistelligen Millio- nen-Euro-Bereich. Thomas Kühnl, wpd invest Hohe Anforderungen an die Risikokompetenz Geschlossene Fonds sind branchenweit die Regel. Aus den Einkünften des jeweiligen Infrastrukturprojektes erhalten Investoren Dividendenausschüttungen. Die Investitions- objekte sind häufig regionale Monopole und/oder öffentlich subventionierte Projekte. Damit bieten sie ein hohes Maß an Ausfallsicherheit. Doch staatliche und politische Einfluss- faktoren, Regulierung und operative Risiken stellen hohe Anforderungen an Anbieter, Fondsmanager und Investoren. „Infrastrukturinvestitionen verlangen eine gründliche, sorg- fältige und umfassende Prüfung. Die Anforderungen an die Risikokompetenz der Investoren sind hoch“, sagt Holger Kerzel. Als Geschäftsführer von MEAG leitet er den Bereich Special „Investieren in Infrastruktur 2017“ 7

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