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VentureCapital Infrastruktur 2017

Herausforderungen für ungelistete Infrastruktur-Manager in 2017 Gebührendruck Performance Fundraising Regulierung anhaltende Volatilität/Unsicherheiten an den globalen Märkten 18% 19% 19% 23% 23% Dealflow Bewertungen 32% 53% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% Quelle: Preqin Managerregulierung und Streuungsvorgaben erfüllt und nach- gewiesen werden“, so Bärenz. Zudem sind qualitative Krite- rien wie z.B. die Vorerwerbsprüfung und das Monitoring des Investmentprozesses einzuhalten. Wiederum andere Vo raus- setzungen haben von institutionellen Investoren genutzte Beteiligungsplattformen wie offene Spe zialfonds oder Luxem- burger Beteiligungsfonds. Diese dürfen nur unter bestimm- ten, teils eng begrenzten Bedingungen in Infrastrukturfonds investieren, zum Beispiel über eine Qualifizierung der Antei- le als „besondere Wertpapiere“. Investmentsteuerreform als Herausforderung Die Strukturierung eines Fonds muss alle produktbezoge- nen rechtlichen und steuerlichen Aspekte berücksichtigen. „Dazu gehören Fragen der Regulierung des Managers, des weltweiten Vertriebs von Anteilen so- wie sämtliche Vertragsgestaltungen zwischen den Beteiligten“, so Bärenz. Je nach Größe und Investi tionsfokus ist der Umfang der Manager regulierung unterschiedlich. So ist etwa relevant, ob der Mana ger voll AIFM- lizenziert ist und ob Verwaltungsaufgaben ausge- gliedert sind. Die steuerliche Ausge- staltung verfolge grund sätzlich das Ziel der „steuerlichen Neutralität“, da- mit für die Anleger keine Steuerbelas- tung auf Fondsebene entsteht. Dies könne häufig durch Nut- zung von Personen gesellschaftern als Fondsvehikel erreicht werden. Gleich zeitig verlangten jedoch einzelne Investoren- gruppen, z.B. steuerbefreite oder regulierte Investoren, die Errichtung intrans parenter Beteiligungsvehikel. „Anders als exitorientierte Private Equity-Fonds sind Infrastrukturfonds Uwe Bärenz, P+P Pöllath + Partners in der Regel auf die Erzielung laufender Erträge ausgerichtet. Darum müssen Überlegungen zur Vermeidung von Doppel- besteuerungen einfließen“, so Bärenz. Neue Herausforderun- gen werden hier von der Investmentsteuerreform erwartet, die ab 2018 neue Rahmenbedingungen bei der Besteuerung von Investmentfonds schafft. Staatlich garantierte Verzinsung Mitunter werden auch die Rückflüsse direkt von der Regu- lierung beeinflusst. „Für Investitionen in Stromnetze zum Beispiel gilt eine gesetzlich festgelegte Garantieverzinsung“, so Kühnl. Etwa alle drei Jahre wird der Garantiezinssatz neu bestimmt. In der aktuellen Regulierungsperiode beträgt dieser 5,12% p.a. für Altbestand und 6,91% p.a. für Neuinves- titionen. Eine Besonderheit bei den erneuerbaren Energien ist, dass der Abnahmepreis und der Einspeisevorrang gegen- über konventionell erzeugter Energie reguliert sind. „Damit beschränkt sich die Einnahmevolatilität auf die Faktoren Wind und Sonne sowie auf den Betrieb der Anlagen“, sagt Kühnl. Bis Ende 2016 wurde dieser Abnahmepreis vom Gesetz geber festgelegt. Seit Anfang 2017 entsteht er per Auktion, bei der die Projekte mit den geringsten geforderten Einspeisevergütungen zum Zuge kommen. Bei anderen Objek ten spiele die Regulierung eine geringere Rolle für den Zins. „Bei Häfen, Flughäfen und Bahntrassen ergeben sich die Preise aus der Monopolstellung des Projektes und den Ergebnissen der Ausschreibungen, die bei Konzessionsver- gabe durchgeführt werden“, so Kühnl. Überdurchschnittliche Renditeerwartungen Besonders für Versicherungen sind die langfristigen Rück- flüsse attraktiv. „Versicherungen können mit den Cashflows aus Infrastrukturinvestitionen ihre Zahlungsverbindlichkeiten Special „Investieren in Infrastruktur 2017“ 9

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