Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

VC-Standorte-Regionen-2017

gung stellen. Auf Bundesebene agiert der High-Tech Gründer- fonds (HTGF) als Public-Private-Partnership und konnte im Frühsommer dieses Jahres das erste Closing seines dritten Fonds verkünden. Stolze 245 Mio. EUR hatte die in Bonn ansäs- sige Beteiligungsgesellschaft bis dahin bereits eingesammelt. Am Ende wird ein Fondsvolumen von 300 Mio. EUR angestrebt. Das Bundeswirtschaftsministerium ist mit 133 Mio. EUR der größte Einzelinvestor des HTGF III, die KfW stellt knapp 27 Mio. EUR zur Verfügung. Eine wichtige Säule in der Arbeit der Bonner stellen die Industriepartner dar. Die 26 Investoren aus der Wirtschaft sind Altana, BASF, B. Braun, Robert Bosch, Büfa, Cewe, Deutsche Post DHL, Drillisch AG, Evonik, Haniel, Hettich, Knauf, Körber, Lanxess, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, Phoenix Contact, Postbank, Qiagen, SAP, Schufa, Schwarz Gruppe, Stihl, Thüga, Vector Informatik und Wacker. Finanzierer sollen unterstützt werden Doch nicht nur die Kapitalausstattung der Start-ups will der Staat verbessern, auch Venture Capital-Fonds, die in Deutsch- land investieren, sollen unterstützt werden. Dazu plant die staatseigene KfW für Anfang 2018 die Gründung einer Tochter- gesellschaft, in der sämtliche Venture Capital-Aktivitäten gebündelt werden. Darunter fallen das Engagement beim High-Tech Gründerfonds, die im vergangenen Jahr gegründete Venture Capital-Gesellschaft coparion sowie das Engagement im Programm ERP-Venture Capital-Fondsinvestments im Risiko des ERP-Sondervermögens. Geplant ist, dass die neue Gesell- schaft bis 2020 jährlich 200 Mio. EUR für Venture Capital- und Venture Debt-Fonds zur Verfügung stellt. In den kommenden zehn Jahren könnten so rund 2 Mrd. EUR in die Branche fl ießen, die diese wiederum in deutsche Wachstumsunternehmen investiert. Zielmärkte* (in %) 2016 6 10 Region DACH EU Weltmarkt 30 24 30 24 2015 6 7 Quelle: KfW-Gründungsmonitor 2017 Anteil digitaler Gründer in % 21 21 79 79 Digitale Gründer Quelle: KfW-Gründungsmonitor 2017 2015 2016 Gründen wird digitaler Inwieweit sich bis dahin der Anteil der sogenannten Digitalgrün- der am deutschen Gründungsgeschehen verändert hat, lässt sich nur schwer voraussagen. Fest steht, dass bereits heute 21% der vom KfW-Gründungsmonitor erfassten Gründungen wesent- lich von digitalen Technologien abhängen. Ein Wert, der gegen- über dem Vorjahr stabil geblieben ist. Insbesondere für Wachs- tumsgründer stellen digitale Geschäftsmodelle eine interes- sante Option dar. Das belegt auch die Erhebung der KfW: Rund ein Drittel der Wachstumsgründer ist im Digitalsektor aktiv. Dagegen sind Neuunternehmer ohne Wachstumsambitionen mit 19% nur eher selten digital orientiert. Fazit Der Standort Deutschland wartet mit einer beachtlichen Menge an Argumenten für eine Unternehmensgründung auf. Ein sicherer Rechtsrahmen zählt ebenso dazu wie stabile politische und gesellschaftliche Verhältnisse. Dazu kommt eine vitale Wirt- schaft vor Ort, die als Kunden, Zulieferer und Kooperationspart- ner dienen kann. Paradoxerweise ist es eben diese Wirtschaft, die aktuell massiv dazu beiträgt, dass das Gründungsgeschehen in der Bundesrepublik rückläufi g ist. benjamin.heimlich@vc-magazin.de 10 Standorte & Regionen 2017 | VentureCapital Magazin

Seitenübersicht