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VC-Standorte-Regionen-2017 - Regional unterschiedliche Antragszahlen – Zahl der Bewilligungen konstant

Deutschland durch die Exist-Brille

Standort im Überblick Deutschland durch die Exist-Brille Regional unterschiedliche Antragszahlen – Zahl der Bewilligungen konstant Jahr für Jahr wagen junge Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit und gründen ihre eigenen Unternehmen. Doch von der ersten Idee bis zur Marktreife ist es oftmals ein steiniger Weg – und vielfach auch ein kostspieliger. Gerade wenn es sich bei dem Gründungsvorhaben um innovative, technologieorientierte und wissensbasierte Projekte handelt, wird schnell fi nanzielle Unterstützung notwendig: Ohne notwendiges Kapital können Prototypen nicht gebaut und der eigene Lebensunterhalt nicht verdient werden. Für Studierende, Absolventen sowie Wissenschaftler aus Hoch- schulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist das Exist-Gründungsstipendium hier eine gute Möglichkeit, diese erste Phase zu überbrücken. Das Exist-Gründerstipendium wird seit nunmehr zehn Jahren vergeben und durch das BMWi gefördert. Im vergangenen Jahr wurden durch das Ministerium für das Exist-Gründerstipendium rund 21 Mio. EUR aufgewendet, „aber das ist kein gedeckelter Betrag“, sagt Dr. Thomas Großmann vom Projektträger Jülich, „wenn höhere Förder- ausgaben notwendig sind, kann dies realisiert werden“. Heißt: Auch ein Antrag, der Ende des Jahres gestellt wird, hat Chan- cen auf Bewilligung des Gründerstipen- diums. Die Beträge, die hierbei ausgezahlt werden, richten sich nach dem akademi- schem Grad des Antragstellers, ebenso die Sachleistungen und Coaching. „Im Schnitt werden rund 120.000 EUR pro Vorhaben bewilligt“, so Großmann. Dr. Thomas Großmann, Projektträger Jülich Starke Unis – hohe Antragsahlen Ehe der Antrag bewilligt wird, hat das Start-up einige formale Hürden zu nehmen. Hilfreich in der Beratung sind hierbei die Gründungszentren der Universitäten. Je aktiver diese sind, desto größer auch die Anzahl der Anträge auf das Gründungs- stipendium. Vor allem die großen technischen Universitäten des Landes, darunter Berlin und München, haben in den vergan- genen Jahren gute Arbeit geleistet. Das lässt sich an den aktuel- len Zahlen der gestellten Anträge ablesen. Spitzenreiter in der Anzahl der eingereichten Anträge ist Bayern. Seit Bestehen des Exist-Programms im Jahr 2007 gingen 530 Anträge aus dem Sü- den Deutschlands beim Projektträger Jülich ein, der für die Exist-Programme verantwortlich ist, davon bewilligt wurden insgesamt 319. Auch in Nordrhein-Westfalen leben gründungs- willige Akademiker. Aus dem bevölkerungsreichsten Bundes- land kamen 514 Anträge, bewilligt wurden 240. Auf Platz drei steht die Hauptstadt Berlin mit 388 Anträgen, wovon 269 den Zuschlag bekommen haben. Mit 374 Anträgen und davon 176 bewilligten liegt Baden-Württemberg jedoch nur knapp hinter Berlin. Diese Zahlen zeigen, dass das Thema Gründerstipen- dium bei den großen Universitäten mittlerweile angekommen ist. „Dennoch müssen wir das Thema innerhalb der Hochschu- len weiter bekanntmachen, insbesondere an den Fachhoch- schulen sehen wir noch viele Verbesserungsmöglichkeiten“, erklärt Großmann. Gute Arbeitsmarktchancen drücken die Zahlen der Antragsteller Gründe aber, warum die Antragszahlen in den letzten Jahren trotz steigender Studierenden- und Absolventenzahlen nahezu konstant bleiben, bringt Großmann in Verbindung mit den sehr guten Arbeitsmarktchancen für ITler, Naturwissenschaftler und Absolventen aus den sogenannten MINT-Fächern. „Der Arbeits- markt saugt derzeit viele Akademiker auf. Er bietet gute und aussichtsreiche Chancen. Viele gehen dann eben doch in die sichere Anstellung im Mittelstand“, so der Experte. Alles in allem wurden im vergangenen Jahr 2016 insgesamt 326 Anträge gestellt, davon wurden 175 bewilligt. Das entspricht einer Förderquote von 54%. Auf die exakt selbe Quote kommt auch das Jahr 2015: Hier wurden 368 Projektvorhaben eingereicht, davon bekamen 199 Unternehmen das Gründerstipendium. Bei gleicher Entwicklung würde im ersten Quartal 2017 die Marke von 3.000 Anträgen seit 2007 überschritten, die Zahl der Bewilli- gungen ist auf 1.609 gestiegen. Innovationsgetriebene Start-ups nehmen den größten Anteil ein Der Löwenanteil der geförderten Start-ups entfällt seit jeher auf die Branchen Software und Internet. Alleine im vergangenen Jahr betrug die Zahl der Unternehmen aus dem Bereich Software 104, für Internet 63. In den Jahren zuvor kommen diese beiden 12 Standorte & Regionen 2017 | VentureCapital Magazin

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