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VC-Standorte-Regionen-2017 - Bundesverband fordert bessere Rahmenbedingungen

Start-up-Agenda: Die Bundeswehr als Vorbild

Standort im Überblick Start-up-Agenda: Die Bundeswehr als Vorbild Bundesverband fordert bessere Rahmenbedingungen Auf den ersten Blick könnten die Unterschiede nicht größer sein. Hier die deutsche Bürokratie mit einer Staatsquote von 45%, dort die quirligen Start-ups mit ihren innovativen Ideen und Geschäftsmodellen. Start-ups und Gründer müssen sich, ob sie wollen oder nicht, mit dem Staat arrangieren. Dass sich das Verhältnis der beiden Seiten zueinander zukünftig verbessern muss, ist eines der Hauptthemen der deutschen Start-up-Agenda, die der Bundesverband Deutsche Startups in Berlin im Vorfeld der Bundestagswahl vorgelegt hat. m o c . e b o d a . k c o t s – t e r o c e d s © : o t o F Mehr als 100 Gründer und Gründerinnen haben daran mitge- arbeitet. „Start-ups sind von einem regulatorischen Rahmen umgeben, der für die Digitalwirtschaft der Jahrtausendwende einigermaßen gepasst hat. Inzwischen sind Technologien und Geschäftsmodelle diesem Rahmen längst entwachsen. Wenn wir eine führende Industrienation bleiben wollen, müssen wir heute die Weichen stellen“, skizziert Florian Nöll, Vorsitzender des Start-up-Verbandes, die Notwendigkeit der neuen Agenda. So sollten staatliche Aufsichtsinstitutionen wie die BaFin, aber auch die örtlichen Finanzämter und das Finanzministerium spezialisierte Task Forces haben, die digitale Wirtschafts- kompetenz haben und verstehen, wie Start-ups ticken, damit die Entscheidungswege kürzer werden. Anstatt langer Genehmi- gungsverfahren sollte eine Genehmigungsfi ktion nach einem Monat stehen: Wenn die Verwaltung bis dahin nicht wider- sprochen hat, kann das Start-up seine Idee umsetzen. Besserer Zugang für Start-ups bei öffentlichen Ausschreibungen Auch das Thema der öffentlichen Ausschreibungen gehört zu den Kernthemen der Agenda. „Ausschreibungsregeln sollten auf Start-up-Tauglichkeit überprüft werden, jeder öffentliche Auf- traggeber sollte eine Strategie dafür entwickeln, damit Start-ups einen besseren Zugang zu öffentlichen Aufträgen erhalten“, so Nöll. Hier ist die Bundeswehr mit ihren Cyber Innovations Hubs für den Verband ein Vorbild. Daran anknüpfend sollten sämt- liche öffentliche Akteure und nachgelagerte Bundesbehörden ein Konzept erstellen, wie sie die Innovationen von Start-ups in ihrem Bereich einsetzen und umsetzen können. Das macht Sinn, wenn man etwa an die vollmundigen Ziele der Bundesregierung im Bereich der Elektromobilität denkt, aber gleichzeitig im öffentlichen Raum kaum Tankstellen für elektrische Energie fi ndet. Ein Start-up wie Ubitricity aus Berlin, das die Idee ent- wickelt hat, mittels eines intelligenten Ladekabels Straßenlater- nen als E-Tankstellen zu nutzen, machte sich kürzlich auf den Weg nach London, um dort seine Technologie anzubieten, obwohl es in Deutschland mehr als genug Bedarf gibt. Aber Straßenlaternen sind nun mal im Besitz der öffentlichen Hand. Europäische Lösungen sind gefragt Auch wenn sich die Briten gerade anderweitig orientieren: „Wir brauchen eine Harmonisierung des Start-up-Ökosystems in Europa, verbunden mit einer weiteren Senkung der Markt- eintrittsbarrieren, und eine verbindliche, aber fl exible Start-up- Defi nition in der Grundfreistellungsverordnung. Damit können die Mitgliedstaaten Start-ups steuerrechtlich unterstützen und 14 Standorte & Regionen 2017 | VentureCapital Magazin

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