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VC-Standorte-Regionen-2017 - Einschätzungen von Branchenverbandsvertretern

Sentiment zum Standort Deutschland

Standort im Überblick Sentiment zum Standort Deutschland Branchenverbandsvertretern Einschätzungen von Wie bewerten Sie das Gründungsgeschehen in Deutschland und dessen Entwicklung in den letzten Jahren? Niklas Veltkamp, Mitglied der Geschäftsleitung Start-ups, Bitkom e.V. Obwohl allgemein die Gründungszahlen zurückgehen, ist die Ent- wicklung im Start-up-Bereich weiter positiv. Es gibt mehr innova- tive Gründungen, deutlich mehr B2B-Gründungen und weniger Gründer wollen laut einer Bitkom-Umfrage ins Ausland. Gerade einmal 15% würde es in die Vereinigten Staaten ziehen, wenn sie den Standort ihres Start-ups noch einmal wählen könnten. Vor ei- nem Jahr lag der Anteil mit 32% noch mehr als doppelt so hoch. Gleichzeitig hat die Attraktivität des Start-up-Standorts Deutsch- land kräftig zugelegt: Mehr als zwei Drittel (68%) der Gründer würden erneut hierzulande gründen wollen, vor einem Jahr wa- ren es nur 44%. Diese Chance sollten wir nutzen und Deutschland zum Gründerland Nummer eins in Europa machen. „Wir sollten die Chance nutzen und Deutschland zum Gründerland Nummer eins in Europa machen.“ Niklas Veltkamp Prof. Dr. Kurt Wagemann, Geschäftsführer, DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. Insgesamt ist mein Eindruck, dass Gründungen mehr wahrge- nommen werden – gerade in unserem Bereich von Chemie und Biotechnologie sind Start-ups und die Möglichkeiten, sie zu för- dern, ein großes Thema. An welcher Stelle sehen Sie den meisten Handlungs bedarf, um mehr potenzielle Unter- nehmer für eine Gründung zu gewinnen? Niklas Veltkamp, Mitglied der Geschäftsleitung Start-ups, Bitkom e.V. Um jungen Deutschen die Gründung eines eigenen Unterneh- mens schmackhaft zu machen und die Angst des Scheiterns zu nehmen, muss Unternehmertum als Teil des Bildungssystems in Schulen und Universitäten verankert werden. Außerdem sollte der Start für Gründer vereinfacht werden. In Estland ist eine Gründung z.B. per App möglich. Die Rahmenbedingungen für Wagniskapital könnten etwa durch eine Optimierung des Steuer- rechts verbessert werden. Ideen wie eine Gründerzeit analog zur Elternzeit (siehe Koalitionsvertrag) sollten darüber hinaus noch mutiger angegangen werden – ähnlich wie die Digital Hub Initiative, mit der ein wichtiger Baustein im Aufbau deutscher Ökosysteme gelegt wurde, auf dem weiter gebaut werden sollte. „In den Life Sciences sind Gründungen ein ,etabliertes Modell‘.“ Prof. Dr. Kurt Wagemann Prof. Dr. Kurt Wagemann, Geschäftsführer, DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. Während in den Life Sciences Gründun- gen ein „etabliertes Modell“ sind, tun sich junge Leute aus der Chemie nach wie vor schwer. Mit dem ACHEMA-Gründerpreis haben wir 2015 einen ersten Impuls gesetzt und arbeiten seither aktiv mit vielen anderen – Investoren, Business Angels, öffentlichen Organisationen und Industrie – daran, Gründungen zu einem festen Bestandteil der Chemiekultur zu machen. 18 Standorte & Regionen 2017 | VentureCapital Magazin

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