Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

VC-Standorte-Regionen-2017 - Das traute Heim wird smart

Case Study | PipesBox GmbH: Rostocker Start-up im Smart Home-Sektor

Norden | Case Study PipesBox GmbH: Rostocker Start-up im Smart Home-Sektor Das traute Heim wird smart „Guten Morgen. Der Kaffee läuft, das Bad ist warm. Und gleich weckt dich Rammstein. Deine Wohnung.“ Die PipesBox GmbH aus Rostock ist 2012 von Elmar Zeeb und Jan Krog mit dem Ziel gegründet worden, eine umfassende Smart Living-Lösung zu erarbeiten. Nach fünf Jahren intensiver Forschung und Entwicklung steht eine solche nun bereit. Noch in diesem Jahr wird die Markteinführung starten. „Wir verfügen über ein fertig entwickeltes Smart Living-System mit allen Soft- und Hardware-Komponenten, um Endkunden zu begeistern“, informiert Krog. Das allerdings bringt das Unter- nehmen nicht selbst zum Consumer. Das angepasste Geschäftsmodell sieht vielmehr die Vermarktung über Energieversorger, Dienstleister in der Wohnungswirtschaft oder Gerätehersteller vor. Die zentrale Ver- netzung etwa von Heizung, Lüftung, Verschattung, Geräten, Licht und weiteren Einrichtungen verspreche echten Mehr- wert für den Nutzer. „Das kann erhöhter Komfort oder auch bessere Effi zienz sein“, so Krog. Jan Krog, PipesBox Venture Capital-Geber fi nanzieren die Entwicklung Das Unternehmen ist eine Ausgründung der Universität Rostock. Inspiriert vom Internet der Dinge, wurden einzelne Versuche verschiedener Anbieter für diverse Geräteklassen als nicht zielführend bewertet. Erkenntnis: Niemand benötigt zehn Fern- bedienungen. Stattdessen sei eine zentrale Steuerung, die auf der Bedieneroberfl äche ohne Konfi gurationsarbeit des Nutzers auskommt, Erfolg versprechend. Um eine solche Lösung zu programmieren, bedarf es einer Anschubfi nanzierung, zumal die Eigenmittel mit der GmbH-Gründung erschöpft waren, erinnert sich Krog. Mit Businessplan ging es also auf die entsprechenden Börsen. Mobile Venture, die Venture Capital-Tochter der börsen- notierten Drillisch AG, und die Technologiefonds MV GmbH, die Mittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern investiert, stellten bislang zusammen mit einem stillen Teilhaber und einigen Busi- ness Angels etwa 2 Mio. EUR zur Verfügung, eine weitere Finan- zierungsrunde ist eingeleitet. Derzeit sind zehn Mitarbeiter bei PipesBox angestellt, in der Mehrzahl Software-Entwickler. Pivot beim Geschäftsmodell Zunächst war angedacht, über den Kundenzugang von Drillisch direkt an die Consumer zu vermarkten, inzwischen hat man das Geschäftsmodell angepasst: „Wir bieten als Software-Unterneh- men die Lizenzierung unserer Lösung an, die natürlich exakt auf die Bedürfnisse der Lizenznehmer angepasst werden kann“, er- klärt Krog. Erste Kunden, unter anderem ein Energieversorger, sind bereits akquiriert. An den Endkunden wendet man sich mit Endgeräten, zum Beispiel mit dem sogenannten naon-Bogen als Design-Schaltzentrale für das gesamte Haus. H b m G x o B s e p P © i : o t o F Ausblick Das Wettbewerbsumfeld zeigt sich extrem zersplittert, „und viele Unternehmen haben mit gescheiterten und eingestellten Versuchen auch verbrannte Erde hinterlassen“, sieht Krog durchaus Herausforderungen, einen Markt zu etablieren. Denn der Ansatz besteht nicht darin, ein bestehendes Geschäfts- modell disruptiv zu übernehmen, sondern mit einer neuen, eleganten Lösung das technisch Machbare in Mehrwert für Kun- den zu gießen und somit einen Markt zu etablieren. Uwe Bräuer, Geschäftsführer der Genius Venture Capital GmbH, die den Technologiefonds MV managt, sieht PipesBox dabei auf gutem Weg: „Viele Unternehmen haben sich zwar schon mit dem Thema befasst, stochern aber noch im Nebel oder verfügen nur über Teillösungen“. Bei PipesBox sieht er deswegen einen klaren Technologievorsprung. Womit auch schon der Exit-Weg vorgezeichnet ist. „Das wird wohl opportunitätsgetrieben sein“, schätzt Krog, mit einem Trade Sale rechnet auch Bräuer. Das smarte Haus und die smarte Wohnung würden kommen, und jene Her- steller, die zu ihren Geräten keine umfassend smarte Lösung bie- ten können, „werden sich dieses Wissen dann kaufen“. Uwe Bräuer, Genius Venture Capital Stefan Preuß redaktion@vc-magazin.de 28 Standorte & Regionen 2017 | VentureCapital Magazin

Seitenübersicht