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VC-Standorte-Regionen-2017 - Viel öffentliches, aber wenig privates Kapital für Start-ups im Osten

Überblick über Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen

Osten Überblick über Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Viel öffentliches, aber Start-ups im Osten wenig privates Kapital für Die ostdeutschen Bundesländer haben in den letzten Jahren als Technologie- und Gründungsstandorte aufgeholt. Berlin ragt zwar mehr denn je heraus, aber auch Uni-Städte wie Dresden und Leipzig sind attraktiv. Auch in Chemnitz, Erfurt, Halle, Potsdam etc. tut sich einiges, und es gibt reichlich Förderung und Unterstützung. Privates Kapital fl ießt allerdings noch spärlich. Abgesehen von Berlin steht die Region bei großen Venture Capital-Fonds nicht so sehr im Fokus. m o c . e b o d a . k c o t s - l f d e n h c S l e u n a M © : o t o F Gründungsoffensiven, Branchencluster, Netzwerke, Universitä- ten, Forschungsinstitute, Finanzierungsförderung (u.a. durch Fördermittel der EU, Stichwort EFRE) und öffentliche Venture- Fonds – das Start-up-Umfeld in den östlichen Bundesländern ist rege und vielfältig. Klar: Berlin ragt heraus, hier ist insbesondere die IBB Beteiligungsgesellschaft schon seit Langem sehr aktiv. Die Gründungsenergie strahlt ins Umland hinaus. Dort fördert die ILB in Potsdam, dem Hotspot in Brandenburg, die Start-up- Aktivitäten. Aber auch sonst hat sich die Lage – verglichen mit der Situation bis etwa 2010/11 – dynamisch gewandelt. Manko: Es fehlt privates Kapital. Große Venture Capital-Fonds oder auch Family Offi ces haben z.B. Thüringen und Sachsen-Anhalt immer noch kaum auf ihrem Investment-Radar. Der Abstand zu Berlin, München, Köln/Düsseldorf etc. ist da noch sehr groß. Technologieförderung in Sachsen Der Freistaat Sachsen bietet eine vielfältige Förderstruktur von zinsgünstigen Darlehen und Bürgschaften bis hin zu Zuschüs- sen und Wagniskapitalbeteiligungen. Neben der MBG Sachsen sind der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS), der Wachs- tumsfonds Sachsen und die Sächsische Beteiligungsgesellschaft (SBG) wichtige Frühinvestoren. Hinzu kommt, dass die Wirt- schaftsinitiative Mitteldeutschland mehrere Cluster im Dreilän- dereck Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen koordiniert (u.a. BioEconomy, Solarvalley). „Vor ca. zehn Jahren war eine Uni- ausgründung noch etwas Exotisches, inzwischen – in den letzten zwei, drei Jahren – hat sich das Gründen von Start-ups etab- liert“, so TGFS-Investmentmanager Sören Schuster. „Die Aktivi- täten wurden quantitativ ausgeweitet und qualitativ verbessert.“ Zu den Hotspots in Sachsen zählen natürlich die beiden größ- ten Städte Dresden und Leipzig sowie Chemnitz mit seiner technischen Universi- tät. In Leipzig ist zum einen die Universität dafür verantwortlich, zum anderen die Handelshochschule Leipzig (HHL) mit einem eigenen Lehrstuhl für Entrepreneur- ship und dem angeschlossenen Accelera- tor SpinLab. „Das Ganze hat sich inzwi- schen stark professionalisiert“, so Schus- ter. In Dresden hat beispielsweise die TU als Exzellenzuniver- sität das Thema Gründen oben auf der Agenda. Und trotz der guten Arbeitsmarktlage ist das Gründungsinteresse z.B. bei Ingenieuren anhaltend groß, wie Schuster beobachtet. Sören Schuster, Technologiegründerfonds Sachsen Leuchttürme aus dem Silicon Saxony Zu den Leuchtturmunternehmen zählen in Dresden die aus dem Mikroelektronik-Cluster entstandene Heliatek (Hersteller orga- nischer Solarzellen) sowie Novaled, die Teile für OLED-Displays produziert. Heliatek konnte unlängst eine Finanzierungsrunde über 80 Mio. EUR abschließen, Novaled wurde 2013 vom Samsung-Konzern übernommen – mit 260 Mio. EUR Kaufpreis 32 Standorte & Regionen 2017 | VentureCapital Magazin

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