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VC-Standorte-Regionen-2017 - Vitale Start-up-Szene von Wien bis Innsbruck

Überblick Österreich

Österreich Überblick Österreich Vitale Start-up-Szene von Wien bis Innsbruck Österreich jubelt: Erst vor wenigen Tagen gab das Unternehmen mySugr mit seiner gleichnamigen Diabetes-App den vollständigen Verkauf des Start-ups an den Pharmariesen Roche bekannt. Über den Kaufpreis wurde zwar Stillschweigen vereinbart, dennoch dürfte das Sümmchen nicht unerheblich gewesen sein. Bereits vor einiger Zeit war der Schweizer Konzern in das Unternehmen eingestiegen und hatte seit dem Investment eine intensive Kooperation mit mySugr. Alle Anteilseigner wurden ausbezahlt, darunter die vier Gründer, die zusammen zuletzt rund 45% des Unternehmens besaßen. m o c . e b o d a . k c o t s – o k s a a B l f l o d u R © : o t o F Auch wenn die Übernahme für den Schweizer Pharmakonzern vermutlich eher eine kleine gewesen sein dürfte, könne es den- noch einer der „größten Digital Health-Deals im engeren Sinne zumindest in Europa“ gewesen sein, heißt es aus dem nahen Umfeld der Investoren. Eines lässt sich jedoch sicher sagen: Dem Start-up-Standort Österreich wird der Verkauf einen weite- ren enormen Push geben. Jeder Exit tut der aufstrebenden Szene gut, sie haben eine nachhaltige Wirkung, Geld kommt auf den Markt und ehemalige Gründer werden selbst zu Investoren. Bereits die Übernahmen von runtastic aus Linz durch den Sport- artikelhersteller Adidas oder der Verkauf der Taschenfl ohmarkt- App shpock aus Wien an den norwegischen Investor Schibstedt erregten Aufmerksamkeit auch jenseits der Alpen. Ob Zufall oder nicht: Sowohl runtastic und Shpock als auch mySugr sind etwa zeitgleich um 2011/12 an den Start gegangen und der V erkauf fällt damit in die typische Investphase. „Aus die- ser Phase kommen nun die ersten Unterneh- men, die das Potenzial für große Exits haben, einige andere stehen bereits in den Start- löchern, die ebenfalls dieses Potenzial ha- ben“, beurteilt Michael Altrichter, einer der bekanntesten Business Angels und Impact Investor aus Österreich, die Meldung. Michael Altrichter, Speed Beteiligung Österreich zieht Talente aus dem CEE-Raum an „Die Szene entwickelt sich derzeit extrem dynamisch“, sagt Birgit Reiter-Braunwie- ser, Ansiedelungsberaterin von der ABA, der österreichischen Ansiedelungsagentur in Wien. Heißt: Jeder, der in Österreich ein Unternehmen gründet, kann sich an die ABA-Invest in Austria wenden und dort erste Tipps und Hilfestellung für eine An- siedelung einholen. „Im vergangenen Jahr haben sich in Österreich insgesamt 300 Unternehmen aus dem Ausland angesie- delt, davon sind 18 Start-ups“, berichtet sie. Davon stammten insgesamt vier Unternehmen aus Deutsch- land, je zwei aus der Schweiz und aus Großbritannien. Als Tor zwischen Ost- und Westeuropa stammt der Rest erwartungsge- mäß aus dem CEE-Raum (kurz für: Central-Eastern-Europe). „Auffällig ist, dass sich was in Osteuropa tut“, so Reiter- Braunwieser. Von gut ausgebildeten ITlern, Programmierern und akademischen Absolventen dieser Länder profi tiert Österreich ganz besonders und setzt nun verstärkt auf Initia- tiven, diese Talente zunächst nach Österreich zu holen und sie im zweiten Schritt auch im Land zu halten. Hierfür braucht es attraktive Angebote, die durch die Politik gestützt werden. Birgit Reiter-Braunwieser, ABA 68 Standorte & Regionen 2017 | VentureCapital Magazin

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