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VC-Standorte-Regionen-2017 - „Die Impulse der vergangenen Jahre zeigen offenbar erste Wirkung“

Interview mit Ralf Kunzmann, aws Gründerfonds

Österreich Interview mit Ralf Kunzmann, aws Gründerfonds „Die Impulse der vergangenen Jahre zeigen offenbar erste Wirkung“ Während die österreichische Start-up-Szene sich weiterentwickelt, ist die Venture Capital-Landschaft noch immer recht überschaubar. Viele Finanzierungsrunden werden ausschließlich von Business Angels gestemmt – schlicht, weil es zu wenige klassische Wagniskapitalgesellschaften gibt. Doch auch wenn laut dem Branchenverband AVCO im vergangenen Jahr die österreichischen Beteiligungsgesellschaften im Fundraising 0 EUR einwarben, gibt es erste Anzeichen, dass auch die Venture Capital-Szene vor Ort wächst. VC Magazin: Wie bewerten Sie das Gründungsgeschehen in Öster- reich und dessen Entwicklung in den letzten Jahren? Kunzmann: Wir sind nun seit 2013 mit dem aws Gründerfonds am Markt. Damals hat sich die Situation noch ganz anders dar- gestellt als heute. Wir haben in Österreich ein gut funktionieren- des und engmaschiges Fördernetz für das Start-up-Ökosystem. Zudem gibt es in der Pre-Seed- und Seed-Phase gute Finanzie- rungsmöglichkeiten durch Business Angels. Um Unternehmen den erfolgreichen Markteintritt zu ermöglichen, ist aber Venture Capital erforderlich. Nach dem Rückzug der Finanzindustrie aus dem Wagniskapitalgeschäft ist der Venture Capital-Markt nahezu ausgetrocknet. Um diesen Nachfrageüberhang auszugleichen, hat sich die Bundesregierung vor vier Jahren dazu entschlos- sen, den aws Gründerfonds ins Leben zu rufen, um dieser Entwicklung konsequent entgegenzuwirken. Wir suchen gezielt interessante Innovationen, die aufgrund ihres Entwicklungs- und Skalierungspotenzials wagniskapitalfähig und für private Co-Investoren interessant werden. Heute sehen wir jährlich etwa 400 Projekte und sind damit erster Ansprechpartner für Venture Capital suchende Start-ups in Later Seed- und Series A-Runden in Österreich. Unser Portfolio umfasst heute bereits 23 Technologie-Start-ups, in die wir gemeinsam mit unse- ren Co-Investoren knapp 65 Mio. EUR investiert haben. Wir sind damit einer der wichtigsten Anschub- und Anschlussfinanzierer für österreichische Tech-Start-ups. Ralf Kunzmann ist Geschäftsführer der aws Fondsmanagement GmbH und CEO des aws Gründerfonds. Davor war er für die internationalen Private Equity-Aktivitäten der UniCredit Bank Austria-Gruppe verantwort- lich sowie in der KPMG-Austria-Gruppe in leitender Funktion im Bereich Financial Advisory Services mit Schwerpunkt Corporate Finance beschäftigt. VC Magazin: Oftmals entstehen rund um Hochschulen oder Forschungseinrichtungen entsprechende Branchen-Cluster. Welche Hotspots gibt es in Österreich? Kunzmann: Wir sehen hierzulande eine Reihe von Impulsen für Inkubatoren und Acceleratoren. Inzwischen etabliert sind natür- lich die AplusB-Zentren wie beispielsweise das INiTS in Wien, tech2b in Oberösterreich oder das niederösterreichische accent Gründerzentrum. Aber auch andere Universitäten wie die TU Wien leisten hervorragende Arbeit. Ein gutes Beispiel dafür ist die TU Wien mit dem i2c Inkubator. Weitere universitäre Start-up-Hotspots sind u.a. die TU Graz, die Uni Leoben oder das oberösterreichische Hagenberg. Im Bereich Life Science hat Wien in den vergangenen Jahren mit dem Vienna Biocenter und dem LifeScience Vienna zwei Biotech-Cluster mit internationaler Strahlkraft hervorgebracht. VC Magazin: In welchen (Zukunfts-)Branchen sehen Sie den Standort besonders gut aufgestellt? 70 Standorte & Regionen 2017 | VentureCapital Magazin

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