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VC-Standorte-Regionen-2017 - „Vielversprechende Ideen dürfen nicht an der Finanzierungsfrage scheitern“

Interview mit Patrizia Zoller-Frischauf, Land Tirol

Österreich Interview mit Patrizia Zoller-Frischauf, Land Tirol „Vielversprechende Ideen dürfen nicht an der Finanzierungsfrage scheitern“ Das Bundesland Tirol ist neben Vorarlberg und Oberösterreich eines der Zugpferde der österreichischen Konjunktur. Die Wirtschaftsleistung der rund 740.000 Einwohner liegt bei etwa 41.200 EUR. Um diese Entwicklung weiter fortzuschreiben, will das Land insgesamt 135 Mio. EUR im Rahmen ei- nes Investitionspakets zur Verfügung stellen. Zu den Zielen gehört u.a. die Förderung von Produkt- oder Verfahrensinnovationen. VC Magazin: Wie würden Sie den Standort Tirol innerhalb Öster- reichs und innerhalb Europas in puncto Gründerfreundlichkeit einordnen? Zoller-Frischauf: Die Zahl der Unternehmensgründungen in Tirol liegt konstant bei rund 2.700 pro Jahr. Die heimische Start-up- Szene entwickelt sich dynamisch, nicht zuletzt aufgrund öffent- licher und privater Initiativen. Gezielte Kooperationen zwischen diesen Akteuren treiben diese Dynamik weiter voran. Mit Ser- vices wie dem Programm „Go Tirol“ oder der Zusammenarbeit im Global Incubator Network unterstützt die Standortagentur Tirol junge Start-ups beim Eintritt in den Tiroler Markt. Nationale und internationale Investoren und Gründer werden gezielt adressiert und auf Tirol aufmerksam gemacht. Anstatt uns mit den Hotspots Berlin oder London zu messen, setzen wir konse- quent auf unsere Stärken und machen diese für Gründerinnen und Gründer nutzbar. VC Magazin: Das Land Tirol hat ein Investitionspaket über 135 Mio. EUR aufgelegt, das u.a. Betriebsansiedelungen unter- stützt. Welche Argumente sprechen für den Standort? Zoller-Frischauf: 2016 haben sich in Tirol 26 Unternehmen mit Unterstützung der Standortagentur Tirol angesiedelt. Tirols zentrale Lage als Bindeglied zwischen Nord und Süd, hochquali- fi zierte Fachkräfte, ein vorteilhaftes Steuer- und Fördersystem, fünf Hochschulen, die eng mit der Wirtschaft kooperieren, schlagkräftige Innovationsnetzwerke wie die Cluster der Stand- ortagentur Tirol, eine schlanke und effi ziente Verwaltung, öster- reichweit ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum sowie Sicherheit und Lebensqualität: Das sind jene Argumente, mit denen Tirol bei diesen Unternehmen überzeugt. VC Magazin: Außerdem sollen Produkt- oder Verfahrensinnova- tionen gefördert werden. Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach dabei die Kooperation zwischen Start-ups und Mittelständlern? Zoller-Frischauf: Die Zusammenarbeit von „Alteingesessenen“ und „jungen Wilden“ ist für beide vielversprechend: Start-ups bekommen Zugang zu Netzwerken und den Erfahrungen erfolg- Patrizia Zoller-Frischauf seit 01.07.2008 Mitglied der Tiroler Landesregierung und als Landesrätin zuständig für Wirtschaft, Veranstaltungswesen, Gewerbe und Industrie, Wirtschaftsförderung sowie Hochbau und Liegenschaften des Landes Tirol. Von 1997 bis 1999 war die Unter- nehmerin und selbstständige Fotografin Vizepräsidentin des Öster- reichischen Wirtschaftsbundes und von 2005 bis 2008 Vize- präsidentin der Tiroler Wirtschaftskammer. reicher Unternehmen, diese wiederum spüren frischen Wind und lernen unkompliziert fl exible Strukturen und neue Techno- logien kennen. Anfang des Jahres etwa fand in Seefeld der erste E-Tourism-Hackathon im Alpenraum statt. Start-ups und junge Tüftler arbeiteten mit dem TVB Seefeld 24 Stunden lang an intel- ligenten Tourismusprodukten und Wegen, die Digitalisierung für die Tourismusregion nutzbar zu machen. 72 Standorte & Regionen 2017 | VentureCapital Magazin

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