Die „Transformation“ der industriellen Fertigung

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Das Thema Industrie 4.0 wird zu einem zunehmenden Wettbewerbsfaktor. Neben den großen Konzernen beschäftigen sich auch immer mehr mittelständische Unternehmen mit der Frage, wie sie die Digitalisierung für sich nutzen können. Kooperationen mit jungen Unternehmen können ihnen dabei helfen. Deutschland mit seiner Industrie- und Branchenstruktur bietet für Start-ups, die sich mit dieser Querschnitts-Technologie beschäftigen, eine breite Kundenbasis.

Big Data, Smart Factory, Mensch-Maschine-Robotik: Das Thema Industrie 4.0 verändert die traditionellen Herstellungsprozesse in der Industrie. Produktionsoptimierung durch Vernetzung und modernste Software, weniger Ausfallzeiten bei Maschinen, mehr Flexibilität: Das sind einige der wesentlichen Vorteile. Die Boston Consulting Group (BCG) schätzt in einer Studie, dass Industrie 4.0 in den nächsten fünf bis zehn Jahren die Produktivität in der verarbeitenden Industrie in Deutschland um 90 bis 150 Mrd. EUR steigern wird. Insbesondere Komponentenhersteller/Zulieferer profitieren von größerer Flexibilität. BCG fasst unter Industrie 4.0 u.a. (autonome) Robotik, Big Data und Analytik, die Cloud, Cybersecurity, das Internet der Dinge, Simulationssoftware, horizontale und vertikale Systemintegration. Auch für Start-ups ergeben sich hier große Chancen.

Themenfelder sind breit gestreut

D3 Gerald Host„Wir beobachten, dass viele dieser Innovationsleistungen bislang nicht in erster Linie von Start-ups, sondern aus dem Mittelstand und von Spin-offs bzw. Carve-outs von bereits erfahrenen Unternehmen kommen“, sagt Gerald Host, Vorstand der zur mic-Gruppe gehörenden 4industries AG, die seit etwa vier Jahren bereits in diesem Bereich in innovative Unternehmen investiert und dabei Branchenlösungen bzw. Synergien anstrebt (Industrial Internet/Smart Factory). „Es geht zum einen darum, Produktions- und Logistikprozesse zu digitalisieren und zu vernetzen. Durch den Einsatz von IT- und Datenverarbeitungstechnologien wie z.B. Cloud-Lösungen, Big Data-Anwendungen oder Prozessdigitalisierungssoftware auf der Produktions- und Supply Chain-Ebene können Kosteneinsparungen und Effizienzen durch Skalierungseffekte gehoben sowie neue digitale Produkte und Services geschaffen werden“, erklärt Maximilian Büsterfeld, Vice President für Corporate Development bei 4industries. „Des Weiteren ergeben sich Chancen für neue Geschäftsmodelle wie z.B. im 3-D-Druck oder in der Robotik.“ Der Finanzierungsbedarf sei umso höher, je D3 Maximilian Büsterfeldeher Hardware-Komponenten im Spiel seien, da Skalierungseffekte und Marktfähigkeit erreicht werden müssten. Die Finanzierung sei aber teilweise schwierig, denn es gebe für die deutsche Start-up-Szene auch in diesem Segment zu wenig Kapital. Für große Corporates wie Siemens oder Bosch, die mit eigenen Corporate Ventures sehr aktiv seien, seien Investitionen in diesem Bereich auch ein bedeutender strategischer Faktor.

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