Finanzspritze für Factoring-Start-up FundFlow

Die Zahlungsmoral in Deutschland nimmt seit Jahren stetig ab. Das hat zur Folge, dass immer wieder Unternehmen an den Rand der Insolvenz geraten, weil deren offene Forderungen zu spät beglichen werden. Die Internetplattform FundFlow will Unternehmen dabei helfen, ihre Liquidität zu erhalten, indem sie offene Forderungen aufkauft. Forderungsinhaber könnten diese direkt auf der Plattform des Start-ups anbieten und würden ihr Geld direkt am nächsten Werktag, abzüglich einer Gebühr die abhängig von Schuldner und Laufzeit ist, erhalten, verspricht das Unternehmen. Solche Factoring-Lösungen sind bislang vor allem bei Großunternehmen verbreitet.

Die Zielgruppe des Berliner Start-ups sind Freiberufler, kleine Unternehmen oder Mittelständler, die Probleme haben, ihre Außenstände einzutreiben. Laut Deutschem Factoring-Verband hat der Markt hierzulande ein Volumen von jährlich deutlich über 200 Mrd. EUR und wächst stark, da sich immer mehr kleine und mittlere Unternehmen sowie Einzelunternehmer des Factorings bedienen. Das Start-up hat nach eigenen Angaben ein Risikoscoring für den Forderungskauf entwickelt, die sich im Testbetrieb bewährt habe. Bankingpartner für die Abwicklung der Transaktionen ist der Online Payment-Lösungsanbieter Wirecard Bank.

Das Berliner Unternehmen Technologie will das frische Kapital nutzen, um die Plattform und die Risikotechnologie weiter zu entwickeln sowie den Kundenstamm auszubauen.

Neben FundFlow ist auch das 2014 gestartete Unternehmen Pagido im Factoring-Markt für Freelancer tätig. Das Münchner Start-up bündelt die Rechnungssummen von Freelancern und ermöglicht ihnen so den Zugang zum Factoring. Der Factoring-Service wurde in Zusammenarbeit mit dem Axel Springer Accelerator Plug&Play entwickelt, der auch eine Beteiligung an Pagido hält.

FundFlow GmbH   Berlin
Tätigkeitsfeld:
Fintech / Factoring
Investoren: High-Tech Gründerfonds Management GmbH
Volumen: nicht veröffentlicht (1. Finanzierungsrunde)