XENIOS AG wird an Fresenius Medical Care verkauft

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Der Risikokapitalgeber zfhn Zukunftsfonds Heilbronn hat das Heilbronner Med-Tech-Unternehmen XENIOS AG an die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA verkauft. Die XENIOS AG ist ein international agierendes Medizintechnikunternehmen mit Fokus auf die Behandlung von Lungen- und Herzversagen. Die Transaktion soll bis Ende des Jahres vollzogen sein, über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Laut informierten Kreisen beträgt der Kaufpreis bis zu gut 200 Mio. EUR, wobei ein Teil der Summe in Form von Meilensteinzahlungen fließen soll.

Der zfhn hatte nacheinander 2008 und 2010 die Novalung GmbH, einen Hersteller für künstliche Lungen, und die Medos Medizintechnik AG, die unter anderem moderne Blutpumpensysteme herstellt, übernommen. Im Jahr 2013 wurden beide Unternehmen unter dem Dach der neu gegründeten XENIOS AG vereinigt. Inzwischen arbeiten hier mehr als 260 Beschäftigte.

Lösungen bei Herz-Kreislaufproblemen

XENIOS bietet Lösungen zur Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems bei schweren Erkrankungen und Operationen. Mit seinen Systemen für die minimalinvasive Lungen- und Herzunterstützung konnte sich XENIOS in den vergangenen Jahren international am Markt etablieren. Anfang des Jahres beteiligte sich XENIOS an dem kanadischen XOR-Labs Speziallabor, um seine Kompetenz im Bereich der Transplantation von menschlichen Lungen weiter auszubauen.

Weltmarktführer nach Heilbronn geholt

„Die langfristig angelegte Strategie des Zukunftsfonds Heilbronn geht weiter auf. Es ist uns gelungen, mit Fresenius Medical Care einen absoluten Weltmarktführer aus dem wachstumsstarken Gesundheitssektor nach Heilbronn zu holen“, freute sich Thomas R. Villinger, Geschäftsführer des zfhn. „Unser oberstes Ziel ist, mit den Aktivitäten des zfhn viele Ansiedlungen von technologieorientierten Unternehmen in Heilbronn zu erreichen“, so Villinger weiter. Er kündigte an, dass der Erlös aus dem Verkauf wieder dem Fondsvermögen des zfhn zufließen wird, um weitere Akquisitionen zum Ausbau des Zukunftsstandortes Heilbronn zu sichern.

zfhn-Geschäftsführer Villinger: „Die Strategie des Zukunftsfonds Heilbronn geht weiter auf." zfhn
zfhn-Geschäftsführer Villinger: „Die Strategie des Zukunftsfonds Heilbronn geht weiter auf.“ zfhn

FMC will führende Position mit XENIOS-Erwerb weiter ausbauen

Mit dem Einstieg in die Behandlung von Herz- und Lungenerkrankungen möchte Fresenius Medical Care nach eigenen Angaben seine weltweit führende Position in der extrakorporalen Organunterstützung ausbauen. Dr. Olaf Schermeier, Vorstand für das Ressort Forschung und Entwicklung von Fresenius Medical Care, äußerte sich vor diesem Hintergrund: „Die Behandlung von Lungen- und Herzerkrankungen mit extrakorporalen Therapiesystemen ist sowohl technologisch, als auch im klinischen Verfahren eng mit der Dialyse verwandt. Die Kombination der innovativen Produkte der XENIOS AG mit der Erfahrung von Fresenius Medical Care ermöglicht es uns insbesondere im Akutbereich, diese Therapien in der Breite zu etablieren und im Sinne der Patienten weiter zu entwickeln.“

zfhn: Zweite Transaktion in 2016

Der Verkauf der XENIOS AG ist bereits die zweite erfolgreiche Transaktion des zfhn in diesem Jahr. Im Juli wurde das Klimatechnik-Spezialunternehmen AWS Group AG an einen strategischen Investor veräußert. Aktuell ist zfhn an zwölf Unternehmen beteiligt. Rund 70% befinden sich in der Expansionsphase, rund 20% in der Seedphase und etwa 10% in der Start-up-Phase. Die Anzahl der Mitarbeiter aller Beteiligungsfirmen am Standort Heilbronn hat sich in den vergangenen vier Jahren auf etwa 400 verdoppelt. Zählt man sämtliche Mitarbeiter deutschlandweit und international hinzu, kommt man auf annähernd 1.000 Mitarbeiter.

Der zfhn Zukunftsfonds Heilbronn ist seit seiner Gründung im Jahr 2005 einer der großen Risikokapitalgeber in Deutschland. Er unterstützt vor allem junge, innovative Technologieunternehmen, die im Raum Heilbronn angesiedelt oder bereit sind, sich kurz- bis mittelfristig dort niederzulassen. Der Zukunftsfonds ist privat finanziert und mit Eigenkapital in dreistelliger Millionenhöhe ausgestattet.