Vom Handwerksbetrieb zum Industrieunternehmen

MTS Metal Solutions: Wandel durch stille Beteiligungen von Abacus alpha ­

Julian Brunnmüller, MTS Metal Solutions und Frank Hüther, Abacus alpha
Julian Brunnmüller, MTS Metal Solutions und Frank Hüther, Abacus alpha

Bildnachweis: MTS Metal Solutions; Abacus alpha.

Die MTS Metal Solutions GmbH setzt nach einer erfolgreichen Nachfolge auf Automatisierung. Der neue Investor Abacus alpha sichert das industrielle Wachstum ab.

Die Transformation von Handwerksbetrieben zu Industrieunternehmen stellt den Mittelstand vor finanzielle Herausforderungen. Kreditlinien von Banken erweisen sich oft als zu unflexibel. Aus diesem Grund wählen Inhaber zunehmend alternative Modelle der Finanzierung. Nach einer Nachfolgeregelung im Jahr 2021 leitete die Führung der MTS Modernisierungsmaßnahmen ein. Die Notwendigkeit zur Digitalisierung erforderte dabei erhebliche finanzielle Mittel. In dieser Phase suchte der Betrieb Kontakt zu neuen Kapitalgebern.

Strategische Partnerschaften für das Wachstum

Über die Beteiligungsgesellschaft Abacus alpha ergab sich die Möglichkeit zur Kooperation. Frisches Kapital und externes Know-how wurden miteinander kombiniert. Für MTS war dieser Schritt ein echter Befreiungsschlag. Dadurch konnten wichtige Projekte realisiert werden. Ohne finanzielle Unterstützung hätten diese Maßnahmen mehrere Jahre beansprucht. Julian Brunnmüller, einer der beiden Geschäftsführer der MTS Metal Solutions GmbH, betont den Wert dieser Kooperation: „Gemeinsam konnten wir Projekte anstoßen, die sonst Jahre gedauert hätten.“ Zu diesen Projekten gehörten der Umzug nach Frankenthal sowie neue Maschinen. Nach Angaben des Unternehmens wird die Wettbewerbsfähigkeit langfristig gesichert.

Vorteile der stillen Beteiligung

Die Entscheidung für eine stille Beteiligung basierte auf dem Wunsch nach Freiheit. Im Gegensatz zu Bankkrediten verlangt dieses Modell keine ständigen Verhandlungen über Sicherheiten. Die Geschäftsführung spürt den Rückhalt ohne ein enges Korsett. Der Partner zielt nicht auf einen schnellen Exit. Er setzt stattdessen auf eine nachhaltige Entwicklung. Brunnmüller erläutert die Beweggründe für diese Struktur: „Weil sie uns unsere unternehmerische Freiheit lässt. Das Modell verschafft Sicherheit, ohne dass man ständig über Kreditlinien oder Sicherheiten sprechen muss. Der Investor dränge sich nicht in das operative Tagesgeschäft. Stattdessen bietet er bei Bedarf fachlichen Rat an.

Die Perspektive des Investors

Auch auf der Seite des Kapitalgebers wird die Zusammenarbeit positiv bewertet. Der Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft, Frank Hüther, sieht in dem Investment eine Bestätigung. „Die Partnerschaft mit MTS Metal Solutions zeigt idealtypisch, wie wir mittelständische Unternehmen bei ihrer Transformation unterstützen können. Unser Ziel ist nicht der schnelle Gewinn, sondern der Aufbau von resilienten Strukturen im Mittelstand“, betont Hüther. Weiterhin äußert sich der Geschäftsführer positiv über die strategische Ausrichtung: „MTS bringt die handwerkliche Exzellenz mit. Wir steuern das strategische Kapital sowie die Management-Expertise bei. Damit wollen wir Automatisierung und Digitalisierung marktgerecht umsetzen.“

Automatisierung und Modernisierung

Die Transformation des Unternehmens, das im Jahr 1998 gegründet wurde, ist mittlerweile sichtbar. Ein wichtiger Meilenstein war der Umzug der Produktion nach Frankenthal. Die Umbenennung der Firma symbolisiert laut Geschäftsführung den Beginn dieses neuen Kapitels. Durch das neue Kapital wurden Investitionen in moderne Hallenflächen möglich. Das Unternehmen zählt heute rund 30 Mitarbeitende. Es verzeichnet positive Effekte bei der Effizienz. Im Zentrum der Fertigung steht eine vollautomatisierte Anlage für Fräsarbeiten. Diese Anlage wurde im vergangenen Jahr angeschafft. Sie arbeitet fast rund um die Uhr; das verkürzt die Lieferzeiten erheblich. Nach Angaben des Managements löst diese Struktur ein zentrales Problem der Kunden bei Fachkräftemangel.

Digitalisierung und Zukunftstechnologien

Die Digitalisierung betrifft mittlerweile alle Ebenen des Betriebs und sichert Qualitätsstandards. Das neue ERP-System ermöglicht laut Unternehmensberichten eine präzise Steuerung der Wertschöpfungskette. Zudem gewinnt die Integration von Künstlicher Intelligenz an Bedeutung. Die installierten Systeme für die Qualitätskontrolle nutzen bereits lernende Algorithmen. Brunnmüller sieht in diesen Technologien eine fundamentale Absicherung. „Künstliche Intelligenz hilft uns, Prozesse stabiler und planbarer zu machen. Der nächste Schritt ist, diese Systeme stärker zu vernetzen“, konstatiert er. Nach Berichten der Firmenleitung ermöglicht das Kapital die aktive Gestaltung dieser technologischen Disruption.

Ökonomische Entwicklung und Nachhaltigkeit

Die Investitionen in moderne Technologien zeigen sich auch in den Kennzahlen. Laut dem Jahresbericht erwirtschaftete das Unternehmen 2025 einen stabilen Umsatz. Er liegt im mittleren einstelligen Millionenbereich. Neben der Umsatzentwicklung gewinnt das Thema der Nachhaltigkeit an Bedeutung. Energieoptimierte Produktionsanlagen und ein schonender Ressourceneinsatz reduzieren die operativen Kosten. Kurze Transportwege und eine intelligente Steuerung der Materialströme tragen zur Erfüllung von Umweltstandards bei. Das bereitgestellte Kapital erlaubt es dem Betrieb, ökologische Aspekte mit Effizienz zu verbinden.