Die Ruhe vor dem Sturm? – Wie Europas Krise auf Private Equity wirkt

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Geringes Wachstum erwartet

Deutsche Unternehmen erwarten bereits bis Anfang 2012 starke negative Auswirkungen der Finanz- und Eurokrise auf die Realwirtschaft und halten Umsatz- und Gewinnrückgänge für möglich. Drei von fünf hiesigen Führungskräften schätzen die Wirtschaftslage Europas kritisch bis sehr kritisch ein. Das sind zwei zentrale Aussagen der „Executive Quick Survey – Bewertung der Konjunkturlage im Herbst 2011“, für die mehr als 150 Top-Entscheider deutscher Großunternehmen und Mittelständler aus verschiedenen Branchen von der Unternehmensberatung Roland Berger (www.rolandberger.com) befragt wurden. Auch Vertreter der Private Equity-Branche teilen diese Einschätzung. „Bei mittelständischen Unternehmen kommt es bei den konjunkturellen Einflüssen vorrangig darauf an, in welcher Branche sie tätig sind und ob sie sehr international aktiv sind“, schränkt Dr. Thomas Bühler, Geschäftsführer von Afinum (www.afinum.de), ein. Allerdings geht er davon aus, dass Deutschland und Europa im Jahr 2012 nur ein geringes Wachstum sehen werden. „Für die Private Equity-Branche bedeuten niedrigere Ergebniszuwächse weniger Bewertungsspielraum nach oben, sodass der Verkauf konjunktursensibler Unternehmen herausfordernder werden wird“, nennt Herbert Seggewiß, Geschäftsführer von Aheim Capital (www.aheim.com), eine konkrete Folge. „Erst wenn wir in eine Wirtschaftskrise rutschen, sind auch Finanzinvestoren direkt betroffen – Venture Capital aber am wenigsten“, ist sich Dr. Gert Köhler von Creathor Venture (www.creathor.de) ebenfalls sicher. Neben den harten Faktoren wirkt sich die Situation ebenso auf weiche aus, weiß Dr. Peter Terhart, Vorstand bei der S-Refit AG (www.s-refit.de): „Die Entwicklung in Italien, gerade vor dem Rücktritt Berlusconis, hat sich wie Mehltau auf die Stimmung gelegt.“ Neben der produzierenden Wirtschaft gelte das ebenfalls für weite Teile des Finanzsektors – inklusive der Beteiligungsindustrie. Vor allem eine Gruppe sei betroffen, prognostiziert Terhart: „Early Stage-Investoren werden Probleme beim Fundraising, beim Wachstum von Start-ups durch Produktverkäufe und beim Exit haben.“

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