S-Partner Kapital AG: Partner für Bayern und das Saarland

Gewachsen: Von einer kleinen bayerischen Sparkassenbeteiligungsgesellschaft hat sich S-Partner Kapital zu einem etablierten Player in Bayern und im Saarland entwickelt. Foto: Panthermedia/Andrea Danti
<

Alternativen bieten

18 bayerische Sparkassen und der Sparkassenverband Bayern gehörten vor zehn Jahren zu den Gründungsaktionären der neuen Eigenkapitalgesellschaft. Die Geschäftsführung übernahm Dr. Werner Stockner, der bis heute die Aufgaben des Vorstands ausfüllt. Die Sparkassen sahen bei mittelständischen Kunden vermehrt Bedarf für Finanzierungslösungen jenseits des klassischen Bankkredits. „Hier Alternativen zu bieten ist bis heute unsere Aufgabe“, erklärt Stockner. Das erste Investment tätigten er und sein Team 2003 unter dem damaligen Namen S-UBG Bayern. 2005 benannte sich die Gesellschaft in S-Partner Kapital AG um.

Expansion ins Saarland

Ebenfalls 2005 erfolgte ein weiterer bedeutender Meilenstein in der Entwicklung der Gesellschaft: Sechs saarländische Sparkassen und die SaarLB traten dem Aktionärskreis bei. Damit weitete S-Partner Kapital sein Tätigkeitsfeld aus: Hatte das Team sich zunächst auf Beteiligungen an bayerischen Unternehmen beschränkt, investierte es nun auch in Firmen aus dem Saarland. 2006 eröffneten die Münchner dementsprechend eine eigene Niederlassung in Saarbrücken. Durch den Schritt gelang es den Saarländischen Sparkassen, auch ein Eigenkapitalangebot für den Mittelstand zu schaffen, nachdem bereits einige Wagniskapitalvehikel bestanden hatten.

30 Beteiligungen, elf Exits

VC1210W Seite 46 Bild 0002Heute sind 26 Sparkassen aus Bayern und dem Saarland, der Sparkassenverband Bayern und die Landesbank Saar an S-Partner Kapital beteiligt. Die größten Gesellschafter sind mit jeweils über 10% Anteil am Grundkapital die Stadtsparkasse München und die Sparkasse Nürnberg. Das Portfolio ist auf 19 Beteiligungen angewachsen. Seit Bestehen haben Stockner und seine Kollegen Bernd Buschmann, Thomas Gerstner und Frank Zimmermann in 30 Unternehmen investiert und konnten elf Exits realisieren. Dabei waren die Zeiten nicht immer einfach. „In den Jahren 2009 und 2010 haben wir die Finanzkrise deutlich zu spüren bekommen. Bei einigen Portfoliounternehmen mussten wir nachfinanzieren. Das war eine sehr intensive und turbulente Zeit“, erzählt Stockner. Die Schwierigkeiten habe die Gesellschaft allerdings recht schnell überwinden können: „Es war schön zu sehen, wie schnell es für unsere Firmen wieder aufwärts ging“, freut sich der Vorstand.

Von Wachstum bis Nachfolge

Der Höhepunkt der bisherigen Bilanz kam fast pünktlich zum zehnten Geburtstag: Im Dezember 2011 veräußerte die Gesellschaft ihre Anteile am Newsroom-Anbieter Annova Systems an das Unternehmensmanagement. „Das war für uns ein toller Exit, der uns eine Top-Rendite gebracht hat“, sagt Stockner, ohne Einzelheiten über den Verkaufspreis zu verraten. Durch den Exit flossen jedenfalls weitere Mittel zu, die die Beteiligungsgesellschaft für neue Investitionen verwenden möchte. Der Fokus liegt dabei auf mittelständischen Unternehmen ab 5 Mio. EUR Jahresumsatz. „Wir gehen offene und stille Beteiligungen ein und übernehmen auch Minderheitsanteile“, erläutert Stockner das Angebot. Etwa die Hälfte der Investments seien Wachstumsfinanzierungen, die andere Hälfte Nachfolgeregelungen in der Regel auf der Basis eines Management Buyouts. Das Portfolio ist breit aufgestellt: Die Unternehmen kommen aus der IT-Branche, dem Konsum- und Produktionsgüterbereich, der Medizintechnik, dem Dienstleistungssektor und dem Automotive-Segment.

Ausblick

Die Unternehmen, an denen S-Partner Kapital beteiligt ist, erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2011 zusammen 444 Mio. EUR Umsatz und beschäftigten 3.434 Mitarbeiter. „Wir leisten damit einen wichtigen volkswirtschaftlichen Beitrag in Bayern und im Saarland“, zieht Stockner Bilanz. Für die weitere Entwicklung des Portfolios zeigt er sich optimistisch: „Wir sehen uns gut gerüstet, verfügen über eine hohe Liquidität und wollen auch unter dem Einfluss der Schuldenkrise weiter investieren und unsere Beteiligungen unterstützen“, sagt Stockner.