VC Kolumne von Andreas Thümmler, Corporate Finance Partners

Panthermedia/Christian Cueni
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Von 1.000 Start-ups werden vielleicht weniger als 100 die ersten zwei, drei Jahre überleben. Davon werden weitere 80% nach einigen Jahren so viel Umsatz (und Gewinn) machen wie der lokale Friseurladen oder Bäcker um die Ecke. Der Rest ist interessant und eine Handvoll landen in einer Exit Value Range von mehreren (hundert?!) Millionen Euro. Hmmm…

Die armen Business Angels und Frühphaseninvestoren, Inkubatoren und schnellen Brüter! Das billige Geld, das Wett-Money-Printen der Zentralbanken und die niedrigen Zinsen hinterlassen auch hier klar ihre Spuren. Was wir in Deutschland aber viel mehr brauchen als den Traum vom „schnellen Deal“ sind wirkliche Innovationen, langfristige Konzepte und profitable, skalierbare Technologien. Wie sonst soll Deutschland nach Mittelstand 1.0 (tausende globale Champions) mit Internet 2.0 oder 3.0 seine „Position“ auch nur halten?

Der Blick nach und der Vergleich mit dem Silicon Valley hinkt. Die Unterschiede sind einfach zu gravierend. Leider erkennt das (noch) niemand und der Griff nach den Sternen ist allzu verlockend. Interessanterweise werden die besten Start-ups in der Krise geboren. Wann ist es soweit? Now it‘s time to sell!