Rückblick auf den German.Venture.Day 2016

German.Venture.Day
In der Paneldiskussion verrieten v.l.n.r. Johannes von Borries, Dr. Marco Schulz, Gerrit Schumann, Felix Haas, Alexander Lasslop, Martin Ostermayer und Dr. Claas Heise (v.l.) worauf sie bei Beteiligungen an Start-ups achten. In der Mitte stehend: die beiden Moderatoren der Runde, Dr. Peter Wolff vom Private Equity-Forum NRW und Mathias Renz vom VentureCapital Magazin.
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2006 hatte Felix Haas gemeinsam mit vier weiteren Jungunternehmern Amiando gegründet, rund fünf Jahre später verkaufte er das Unternehmen an das Business-Netzwerk Xing. Seither ist Haas als Business Angel unterwegs und aktuell an mehr als 50 Unternehmen beteiligt. Auch Martin Ostermeyer gelang bei handy.de und blau.de nach erfolgreichem Unternehmensaufbau der Exit, ebenso wie Alex Lasslop bei mydays. Angeregt diskutierte die Runde, moderiert von Dr. Peter Wolff, Geschäftsführer von EnjoyVenture, und Mathias Renz, Verlagsleiter des VentureCapital Magazins, die Unterschiede zwischen Business Angels und klassischen Venture Capital-Gesellschaften bei Investments in Start-ups. Gleichzeitig verrieten die Panelisten, worauf sie bei Beteiligungen an jungen Unternehmen Wert legen, mit welcher Strategie sie agieren und in welchem Umfang sie sich bei den Beteiligungen einbringen. Die Frage, ob Gründer die besseren Investoren sind, konnte indes nicht abschließend beantwortet werden. Insbesondere das Wort „besser“ schien ein klares Ja oder Nein schwierig zu machen.

Begehrter German Venture Award

Ein eindeutiges Ergebnis gab es dagegen beim auch dieses Jahr ausgelobten German Venture Award. Über 80 Gründer hatten sich um den diesjährigen „Start-up-Pitch“ beworben, so viele wie noch nie zuvor. Neun Teams durften letztlich in fünf Minuten ihre Geschäftsidee präsentieren und anschließend darauf hoffen, dass möglichst viele der 160 Teilnehmer einen der drei Spielgeldscheine bei der Abstimmung ins richtige Sparschwein stecken. Über das am prallsten gefüllte Schwein durfte sich abschließend Marik Hermann, Gründer von evopark, freuen. Sein Start-up kooperiert mit den großen Parkhausanbietern, hilft bei der Parkplatzsuche und ermöglicht eine minutengenaue monatliche Abrechnung. Das zweitmeiste Geld vereinte Sven Zuschlag von smapOne in seinem Sparschwein. Das Start-up stellt einen App-Baukasten zur Verfügung, mit dem Business-Apps flexibel und ohne Programmierkenntnisse erstellt werden können. Platz drei sicherte sich Florian Walberg aus Hamburg mit seinen E-Scootern. Der Nachwuchs-Förderpreis 2016 des Entrepreneurship Zentrum Witten (EZW) ging an das Team von „Onkel Wolle“, das via Web-Beratung beim Gebrauchtwagenkauf unterstützt.

Juristen erklären…

Zum Ende der Veranstaltung waren es nicht wie in den letzten Jahren die Investoren, die sich dem Publikum präsentierten, sondern ausgewählte Rechtsberater. 20 versteckte Fragen zu juristischen Fachbegriffen und Klauseln verbargen sich hinter den 20 Kästchen. Nicht jede Frage war innerhalb der vorgegebenen 90 Sekunden einfach zu beantworten, doch den Protagonisten gelang es in den meisten Fällen, kurz, knapp und teils auch launig zu antworten.