Software AG übernimmt IoT- Start-up Cumulocity

Der High-Tech Gründerfonds, HCS und Verso Ventures veräußern das IoT-Software-Start-up Cumulocity an die Software AG.
Der High-Tech Gründerfonds, HCS und Verso Ventures veräußern das IoT-Software-Start-up Cumulocity an die Software AG.
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Die börsennotierte Software AG erwirbt die Cumulocity GmbH vom Seedinvestor High-Tech Gründerfonds, der Frankfurter Beteiligungsgesellschaft HCS und dem finnischen Investor Verso Ventures. Auch die Gründer geben ihre Anteile ab. Das Start-up aus Düsseldorf bietet eine Cloudplattform an, um mobile Machine to Machine-Anwendungen zu managen und zu betreiben. Mit der Akquisition will der Softwarekonzern aus Darmstadt nach eigenan Angaben seine Position im Internet of Things-Zukunftsmarkt weiter ausbauen.

Die Cumulocity GmbH ist eine Ausgründung von Nokia Siemens Networks. Das Unternehmen entwickelt Softwarelösungen für das Internet der Dinge und bietet mit ihrer IoT-Cloud eine Anwendungs- und Geräte-Management-Plattform zur Anbindung für vernetze Geräte und Sensoren. Nach eigenen Angaben untersützt die Cumulocity IoT Platform branchenübergreifend über 1.500 kommerzielle Mandanten mit mehr als 250 Kunden. Über die Plattform werden Maschinen, Fahrzeuge, Pumpen, Kompressoren und Geräte jedweder Art miteinander vernetzt und ihre Daten in Echtzeit visualisiert bzw. analysiert. Die Vernetzung ermögliche laut des Unternehmens kurzfristig Kosteneinsparungen von bis zu 50% und langfristig die Einführung neuer Geschäftsmodelle.

Der strategische Käufer, die Software AG mit Sitz in Darmstadt, gehört laut eigener Aussage zu den Weltmarktführern für Softwarelösungen für Unternehmen und verbundene Dienstleistungen. Der börsennotierte Softwarekonzern wurde 1969 gegründet und beschäftigt heute nach eigenen Angaben über 4.500 Mitarbeiter, ist in 70 Ländern aktiv und erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 872 Mio. EUR.

Die Kooperation zwischen der Software AG und der Cumulocity GmbH begann bereits im Jahr 2015 im Rahmen einer strategischen IoT-Partnerschaft – der Zusammenschluss ist folglich ein nächster logischer Schritt. Vom Austausch des Know-hows und der Technologiekompetenz im industriellen Internet sollen laut des Start-ups nicht nur beide Unternehmen profitieren, sondern auch die Kunden.

Mit der Übernahme der Cumulocity GmbH vervollständigt die Software AG nach eigenen Angaben ihr Portfolio von IoT-Software-Services. Dazu gehören laut des Unternehmens Streaming Analytics, On-Premise-, Cloud- und Hybrid-Integration, nun auch IoT-Geräte-Integration, sowie In-Memory-Technologie, dynamisches Prozessmanagement und IoT-Device-Management. Durch Nutzung des gesamten Produktportfolios der Software AG können Unternehmen nun ideal an der Schnittstelle zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz operieren, verspricht das Unternehmen.

Neben der Übernahme von Cumulocity hat die Software AG in den letzten Monaten strategische IoT- und Industrie 4.0-Partnerschaften bekannt gegeben, darunter mit Bosch, Octo, Dell und Huawei.

Der Frühphaseninvestor High-Tech Gründerfonds war 2013 zussammen mit VersoVentures in der ersten Finanzierungsrunde in das Start-up eingestiegen.

Cumulocity GmbH   Düsseldorf
Tätigkeitsfeld:
Software
Investoren:
High-Tech Gründerfonds Management GmbH, HCS Beteiligungsgesellschaft mbH, VersoVentures Oy
Volumen: nicht veröffentlicht (Trade Sale)