Start-up sichert sich 2,5 Mio. USD zur Bekämpfung von Analphabetismus

Start-up sichert sich 2,5 Mio. USD zur Bekämpfung von Analphabetismus
Kukua will Analphabetismus bekämpfen. Afrikanische Kinder sollen über Apps und Fernsehserien spielerisch lernen.
<

Das panafrikanische Bildungsangebot Kukua stellt über verschiedene Formate Lerninhalte bereit, die Analphabetismus und Rechenschwäche bei Kindern bekämpfen sollen. Apps sind bereits auf dem Markt. Eine Fernsehserie, die zum Lernen von Naturwissenschaften anregen soll, ist in Planung. Die Umsetzung der Show kann das Start-up mit Hilfe von einer Kapitalspritze angehen: Hubert Burda Media investiert über seine Venture Capital-Tochter BurdaPrincipal Investments. Zudem engagieren sich Kima Ventures, Firstminute Capital, EchoVC und ein Business Angel. Insgesamt sammelt Kukua 2,5 Mio. USD ein.

In Afrika verfügen laut UNESCO rund 138 Millionen Grundschüler nicht über grundlegende Lese- und Rechenkenntnisse. Dieses Problem will Kukua angehen. Das panafrikanische Start-up stellt über verschiedene Formate Lerninhalte bereit, um Analphabetismus und Mathematikschwäche zu bekämpfen. Bewährte Methoden wie ein früher Fokus auf Phonik werden mit lokal inspiriertem Storytelling kombiniert. Dazu kommen Gameplay und Unterhaltung – Ziel ist es, das Lernen spielerisch zu gestalten. Im Mittelpunkt der Anwendungen steht Sema, eine afrikanische Cartoon-Heldin. Kinder begleiten die Figur auf verschiedenen Abenteuern und müssen dabei Aufgaben bewältigen, die sich um Sprache oder Rechnen drehen. Um die Angebote zugänglich zu machen, verlässt sich die Firma auf die zunehmende Verbreitung moderner Elektronik auf dem gesamten afrikanischen Kontinent: Bis 2021 werden laut Schätzungen 74 Millionen Haushalte einen Fernseher haben. Smartphones gibt es für durchschnittlich 40 USD zu kaufen. Auf deren Nutzer zielt das Angebot ab. Spielebasierte Apps, die Lesen, Schreiben und Mathe vermitteln sollen, sind bereits online. Zudem ist eine Fernsehserie in Planung, die Kinder zum Erlernen von Naturwissenschaften anregen soll.

Analphabetismus mit „relevanten Inhalten“ bekämpfen

Deren Umsetzung kann Kukua jetzt mit Hilfe von einer Finanzierung angehen. Das Unternehmen sichert sich 2,5 Mio. USD. Der afrikanische Geldgeber EchoVC Partners LLC führt die Runde an. Zudem beteiligen sich Firstminute Capital LP, Kima Ventures SARL und der Business Angel Lars Fjeldsoe-Nielsen, General Partner bei Balderton Capital. Außerdem steigt Hubert Burda Media über die Wagniskapitaltochter Burda Principal Investments GmbH & Co. KG bei dem Bildungs-Start-up ein. Für Amelia Townsend, Investment Manager der Beteiligungsgesellschaft, ist das Angebot ein wirkungsvoller Ansatz im Kampf gegen Analphabetismus: „Wir freuen uns, mit Kukua zusammenzuarbeiten, um mit relevanten Inhalten Kinder über schnell wachsende digitale Kanäle hinweg zu inspirieren und weiterzubilden.“ Für BurdaPrincipal Investments ist es nicht das erste Engagement bei einem Anbieter von Bildungsinhalten. Im Juli ist der Geldgeber bei Skillshare eingestiegen, einer Online-Lerngemeinschaft.

Kukua, London (GB) und Nairobi (KE)
Tätigkeitsfeld: Bildung
Investoren: EchoVC Partners LLC, Burda Principal Investments GmbH & Co. KG, Firstminute Capital LP, Kima Ventures SARL, Business Angel
Volumen: 2,5 Mio. USD (1. Finanzierungsrunde)