Datenspeicherung revolutionieren: Siebenstelliger Betrag für MicroStream

Bayern Kapital steigt bei Regensburger Software-Start-up ein

Bayern Kapital steigt bei Regensburger Software-Start-up ein
MicroStream will die Datenspeicherung drastisch vereinfachen.
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Bildnachweis: ©Dmitry – stock.adobe.com.

MicroStream entwickelt eine Software, die teure Datenbanksysteme überflüssig machen soll. Das Regensburger Start-up will die Technik der Datenspeicherung über eine Plattform so verändern, dass aufwendige Strukturumwandlungen entfallen. In der ersten Finanzierungsrunde sammelt das Unternehmen einen siebenstelligen Betrag ein. Bayern Kapital beteiligt sich über den Innovationsfonds EFRE. Zudem investieren H&S Investment und mehrere Business Angels. Alle Geldgeber kommen aus dem BayStartUp Investoren-Netzwerk. Das frische Kapital wollen die Regensburger nutzen, um die Markteinführung zu beschleunigen und den Unternehmensaufbau voranzutreiben. Zudem soll Geld in die Entwicklung einer Cloud-Strategie fließen.

Die MicroStream Software GmbH arbeitet an einer Technologie, die das Speichern von Daten revolutionieren soll. Das Regensburger Start-up entwickelt eine Software-Plattform, die Datenstrukturumwandlungen überflüssig machen soll. Die Lösung soll Daten ebenso speichern, wie Programmiersprachen diese im Hauptspeicher verwalten. Heute gängige Systeme nutzen für das Speichern einen Umweg über externe Datenbanksysteme. Diese sogenannten relationalen Systeme stammen aus den 1960er Jahren. Sie speichern die Daten in Tabellen. Programmiersprachen hingegen arbeiten mit sogenannten Objekten. Das Konvertieren erfordert einen hohen Aufwand. Diesen will MicroStream umgehen – bis zu 100 Mal schneller sollen Abfragen dadurch werden. Anwendungen können im Idealfall größere Datenmengen bewältigen, Input in Echtzeit verarbeiten und verbrauchen zeitgleich weniger Rechenleistung. An Infrastrukturkosten lassen sich laut den Regensburgern 80% einsparen. Implementierungsaufwand und Entwicklungskosten sinken laut MicroStream um bis zu 60%. Zudem profitieren Anwender laut Start-up von einer kürzeren Time-to-Market. Markus Kett, Mitgründer und CEO: „Datenspeicherung sollte nicht durch ein externes System erfolgen. Unsere Technologie hat im Einsatz so gut funktioniert, dass wir uns entschieden haben, zu gründen. Mit ihr wird nicht nur der Einsatz teurer Datenbanksysteme wie Oracle überflüssig, auch heutige In Memory-Systeme, die man bislang zur Beschleunigung herkömmlicher Datenbanksysteme braucht, sind damit nicht mehr notwendig.“

MicroStream will Cloud-Strategie entwickeln

Die Regensburger wollen die Markteinführung und den Unternehmensaufbau vorantreiben. Zudem soll eine Cloud-Strategie entwickelt werden. Diese Pläne kann MicroStream jetzt mit Hilfe einer Finanzierung angehen. Das Start-up sichert sich einen siebenstelligen Betrag. Die Bayern Kapital GmbH steigt über den Innovationsfonds EFRE ein. Zudem investieren die H&S Imvestment GmbH und mehrere Business Angels. Alle Geldgeber kommen aus dem BayStartUp Investoren-Netzwerk. Die IT-Industrie muss immer schneller Daten verarbeiten und bereitstellen. Viele Start-ups möchten mit innovativen Ideen von dieser Entwicklung profitieren. Open as App beispielsweise baut eine No Source-Plattform, mit der Unternehmen Datenbanken aus Excel-Tabellen und Co. in Apps umwandeln können sollen. Im Oktober hat sich die Münchner Firma 5,2 Mio. EUR gesichert.

MicroStream Software GmbH, Regensburg
Tätigkeitfeld: Software-Plattform
Investoren: Bayern Kapital GmbH, H&S Investment GmbH, Business Angels
Volumen: siebenstelliger Betrag (1. Finanzierungsrunde)