
Bildnachweis: RAYDIAX GmbH, VentureCapital Magazin, Pixabay.
Raydiax, ein Spin-off des Forschungscampus STIMULATE/der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, sichert 7,5 Mio. EUR für First‐in‐Human‐Studien und den Markteintritt des Therapieassistenz‐CT „TACT“. Die Runde umfasst 5 Mio. EUR Venture Capital von bestehenden Business Angels, dem Bestandsinvestor bmp Ventures mit den IBG Fonds sowie einem neuen Investment des GETEC Family Offices um Dr. Karl Gerhold. Ergänzend erhält das Unternehmen 2,5 Mio. EUR aus dem EIC Accelerator-Programm der Europäischen Kommission. Im Jahr 2024 gewann Raydiax den Wirtschaftspreis Sachsen-Anhalt in der Kategorie „Existenzgründung“.
Mit dem eingeworbenen Kapital wird Raydiax die First-in-Human-Anwendung seines
Therapieassistenz-Computertomographen „TACT“ realisieren, um frühe klinische Evidenz zu
generieren. Parallel wird die Weiterentwicklung zur Serienreife vorangetrieben sowie der strukturelle Ausbau in den Bereichen Vertrieb, Produktion und Qualitätsmanagement umgesetzt. Ziel ist es, die ersten kommerziellen Installationen systematisch vorzubereiten. Dr. Thomas Hoffmann (CEO & Mitgründer, Raydiax): „Mit dem erfolgreichen Abschluss unserer Serie A1 erreichen wir einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg in die klinische Anwendung. Nach der erfolgreichen Seed-Phase und der Entwicklung unseres präklinischen Prototyps konzentrieren wir uns nun auf die Generierung früher klinischer Evidenz im Rahmen der geplanten First-in-Human-Studien. Gleichzeitig schaffen wir die organisatorischen Voraussetzungen für den Markteintritt. Das Vertrauen unserer bestehenden Investoren sowie die Unterstützung neuer strategischer Partner bestätigt die technologische Reife und das Marktpotenzial unseres Ansatzes.“
Dr. Jan Alberti (Managing Partner, bmp Ventures): „Mit dem erfolgreichen Abschluss der Serie A1 erreicht Raydiax einen entscheidenden Wendepunkt von der Technologieentwicklung hin zur klinischen Anwendung und Markteinführung. Der TACT adressiert einen klar definierten klinischen Bedarf in der interventionellen Onkologie und hat das Potenzial, eine neue Gerätekategorie für minimal-invasive Krebstherapien zu etablieren. Wir sehen in Raydiax hervorragende Voraussetzungen, sich in diesem wachsenden Marktsegment international zu positionieren.“
Die nun beginnende klinische Phase markiert einen wesentlichen Wertschöpfungsschritt in der Entwicklung des Systems und legt die Grundlage für die regulatorische Zulassung und kommerzielle Skalierung. Mit dem TACT entwickelt Raydiax einen dedizierten Therapieassistenz-Computertomographen für minimal-invasive Krebstherapien. Das System assistiert in Therapieplanung, -durchführung und -kontrolle in einem speziell für interventionelle Anwendungen optimierten Gesamtsystem. Minimal-invasive Therapien gewinnen angesichts einer alternden Bevölkerung und steigender Krebsinzidenzen zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen in vielen Fällen eine schonendere Behandlung im Vergleich zu offenen chirurgischen Eingriffen, verkürzen potenziell Operations- und Liegezeiten und tragen zur Reduktion von Komplikationen bei. Dadurch können zusätzliche Behandlungskapazitäten geschaffen und Krankenhausstrukturen entlastet werden. Mit der Markteinführung des TACT-Systems strebt Raydiax eine deutliche Erweiterung der
Anwendungsbreite minimal-invasiver Krebstherapien an.

Die Unterstützung der Europäischen Union durch das EIC Accelerator-Programm unterstreicht die strategische Bedeutung der Technologie auf europäischer Ebene. Das Förderprogramm unterstützt gezielt Unternehmen mit disruptiven Innovationen und hohem Skalierungspotenzial. Steffen Schmidt (CFO, GETEC-Gruppe) erklärt: „Als GETEC-Gruppe investieren wir gerne in innovative Technologien an unseren Standorten. Nachdem wir mit Neoscan Solutions bereits im Gebiet der Magnetresonanztomographie mit neuen technologischen Ansätzen investieren, haben wir dadurch Raydiax im Bereich CT kennengelernt. Raydiax schafft mit seiner innovativen Technologie eine fokussierte CT-Live-Bildgebung, die die Strahlungsbelastung beim Patienten und Operateur sowie die OP-Zeit verringert. Neben dem Effizienzgewinn für die medizinischen Prozesse hat Raydiax zusätzlich eine größere Öffnung des CTs möglich gemacht, was zukünftig neue Operationsmethoden, wie bspw. den Einsatz von Robotik, ermöglicht. Dieses zusammen hat uns überzeugt.“
Dr. Jan Engels, Senior Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds: „Raydiax
entwickelt eine Technologie mit dem Potenzial, die Versorgung von Krebspatientinnen und
‐patienten spürbar zu verbessern. Wir sind stolz darauf, die starke Entwicklung des Teams seit unserem Seed‐Investment zu sehen – bis hin zur nun abgeschlossenen Series A1 und dem renommierten EIC Accelerator Grant. Das Team um Thomas geht seit der frühen Phase konsequent die richtigen Schritte in Richtung klinischer Relevanz, und wir freuen uns, ihren Weg weiterhin eng zu begleiten.“



