Bildnachweis: 14leafs, VentureCapital Magazin, Pixabay.
In Unterfranken entstehen jedes Jahr viele starke Gründungsideen. Doch ohne frühzeitigen Zugang zu Kapital werden daraus zu selten skalierbare Unternehmen. Mit 14leafs startet nun ein Venture-Capital-Fonds, der genau hier ansetzt: Er finanziert technologiegetriebene Start-ups in frühen Phasen, begleitet sie beim Aufbau und richtet sie auf internationales Wachstum aus. Der Fonds wird gemeinsam von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU), der Sparkasse Mainfranken Würzburg und der StellaVent Capital GmbH initiiert, die auch das Fondsmanagement übernimmt. Im Fokus stehen junge Gründungsideen in frühen Entwicklungsphasen, insbesondere in den Bereichen Life Sciences, Health sowie Deep und Digital Tech. Die Erstinvestitionen bewegen sich zwischen 0,1 und rund 1 Mio. EUR. Insgesamt sind 40 bis 50 Beteiligungen geplant, ergänzt durch Folgeinvestitionen in erfolgreiche Portfoliounternehmen.
Mit dem neuen Fonds reagieren die Initiatoren auf ein konkretes Problem, das auch Unterfranken betrifft: Während eine starke Forschungslandschaft vorhanden ist, fehlt es gerade in frühen Phasen häufig an Zugang zu unternehmerischem Kapital. „In Würzburg entstehen viele gute Ideen, aber zu oft fehlt das Kapital, um daraus skalierbare Unternehmen aufzubauen. Deshalb schaffen wir mit zahlreichen privaten und institutionellen Investoren mit 14leafs eine unabhängig gemanagte Kapitalstruktur, die genau diese Lücke schließt und Gründungen langfristig in der Region verankert“, so Jochen Schönleber (stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Sparkasse Mainfranken Würzburg).
14leafs verbindet gezielt drei zentrale Elemente eines funktionierenden Innovationsökosystems: wissenschaftliche Exzellenz, institutionelles Kapital und unternehmerische Erfahrung. Insbesondere durch die forschungsstarke JMU und die umliegenden Hochschulen entstehen kontinuierlich Innovationen und Gründungspotenziale. Die Sparkasse Mainfranken Würzburg stellt Zugang zu ihrem breiten regionalen Netzwerk her und begleitet Start-ups auch weit über die Frühphase hinaus. StellaVent Capital übernimmt eigenständig als erfahrene Kapitalverwaltungsgesellschaft das Fondsmanagement und bringt operative Erfahrung im Aufbau und in der Skalierung von Unternehmen ein.
Dass 14leafs in Würzburg entsteht, ist kein Zufall. Mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg verfügt der Standort über eine der forschungsstärksten Universitäten Deutschlands. Hinzu kommen drei weitere Hochschulen sowie sechs außeruniversitäre Forschungseinrichtungen im unmittelbaren regionalen Umfeld. „Universitäten sind zentrale Treiber technologischer Innovation“, erklärt Prof. Dr. Paul Pauli (Universitätspräsident, JMU). „Mit 14leafs beteiligen wir uns an einem Fonds, der unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse gezielt mit unternehmerischem Kapital verbindet und den Transfer von Innovation in erfolgreiche Unternehmen beschleunigt.“

Für die Sparkasse Mainfranken Würzburg ist 14leafs ein zentraler Baustein, um das regionale Gründungs- und Innovationsumfeld gezielt weiterzuentwickeln. Mit Initiativen wie der 360° Base, ihrem Zentrum für Gründung und Nachfolge, unterstützt die Sparkasse bereits heute Gründer in unterschiedlichen Phasen. Mit dem Fonds erweitert sie dieses Engagement um Venture Capital und schafft eine Verbindung aus Infrastruktur, Netzwerk und Finanzierung. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass aus Ideen vor Ort langfristig erfolgreiche Unternehmen entstehen.
Der Fonds versteht sich dabei nicht allein als Finanzierungsinstrument für universitäre
Ausgründungen, sondern richtet sich auch an technologiegetriebene Start-ups aus der Region und darüber hinaus. „Wir setzen auf ein ausgewogenes Portfolio aus regionalen und nationalen Start-ups mit internationaler Perspektive“, sagt Michael Sauer (Managing Partner, StellaVent Capital). „Unser Ziel ist es, Unternehmen aufzubauen, die auch global bestehen können, um die aktuellen wirtschaftlichen Dynamiken zu stärken.“



