IBB Ventures: 14,4 Mio. EUR im Jahr 2025 investiert

Im laufenden Jahr 2026 bereits neun neue Beteiligungen

IBB Ventures, die Venture Capital-Gesellschaft des Landes Berlin, hat im letzten Jahr 14,4 Mio. EUR in Jungunternehmen investiert (c) JFL Photography - stock.adobe.com
IBB Ventures, die Venture Capital-Gesellschaft des Landes Berlin, hat im letzten Jahr 14,4 Mio. EUR in Jungunternehmen investiert (c) JFL Photography - stock.adobe.com

Bildnachweis: JFL Photography – stock.adobe.com.

Mit 14,4 Mio EUR hat sich die IBB Ventures im letzten Jahr an insgesamt 39 Start-ups beteiligt. Wie der Venture Capital-Fonds des Landes Berlin auf der Pressekonferenz bekannt gab, floss das Kapital in 13 Erstfinanzierungen und 26 Folgerunden. Die IBB Ventures beteiligt sich im Rahmen von Co-Investments privater Investoren. Insgesamt konnten somit 98,3 Mio. EUR an Venture Capital mobilisiert werden. IBB Ventures erzielt damit eine Hebelwirkung des investierten Kapitals von durchschnittlich 1:5 – jeder von IBB Ventures investierte Euro mobilisiert fünf Euro an privatem Kapital.

Highlight des Jahres 2025 war der Launch des Pre-Seed Fonds B#, aus dem bereits acht Deeptech-Start-ups mit 2,1 Mio. EUR finanziert wurden. Insgesamt zählte die Beteiligungsgesellschaft 125 Bewerbungen. Der Fonds richtet sich an die Deeptech-Branche und setzt einen speziellen Fokus auf Hochschulen und Forschungseinrichtungen, um die Brücke zwischen Forschung und Wirtschaft zu stärken.

Fünfte Fondsgeneration der IBB Ventures

Aktuell investiert die IBB Ventures aus der fünften Fondsgeneration, die ein Gesamtvolumen von 140 Mio. EUR umfasst. Die Investitionen erfolgen in den vier Fonds VC Fonds Technologie mit 60 Mio. EUR, VC Fonds Kreativwirtschaft (40 Mio. EUR), VC Fonds Impact (30 Mio. EUR) und VC Fonds Pre-Seed (10 Mio. Euro). Der Fokus liegt dabei auf Zukunftstechnologien, insbesondere in den Bereichen Software & IT, Healthcare, Industrial Technologies sowie Consumer & Digital. Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Für ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum setzen wir auf Zukunftsbranchen. Die IBB Ventures wirkt dabei als Motor für Gründungen, gerade im Technologiebereich, und bringt damit Ideen und Wirtschaftswachstum in Gang. Berlin führt heute schon das deutsche Startup-Ökosystem an. Wir arbeiten darauf hin, Innovationsstandort Nr. 1 in Europa zu sein. An den Zahlen heute sehen wir, dass wir auf einem guten Weg sind.“ Mit Blick auf die Anzahl der Finanzierungsrunden liegt Berlin vor Bayern und Nordrhein-Westfalen. Das in Bayern höhere Investitionsvolumen begründet Giffey mit finanzstarken Deals wie bei Helsing. „Wir werden nicht der Rüstungsstandort Nummer Eins in Deutschland werden, aber wir werden der Innovationsstandort Nummer Eins in Deutschland sein“, so Giffey weiter.

Volkswirtschaftliche Bedeutung der Start-up-Finanzierung

Zum Jahresende 2025 zählte die IBB Ventures-Familie 99 Start-ups. Das Portfolio erwirtschaftete einen Gesamtumsatz von 772 Mio. EUR und beschäftigte 3.414 Mitarbeiter, davon 1.377 Frauen (40 %). Diese Zahlen unterstreichen die volkswirtschaftliche Bedeutung der Start-up-Finanzierung: Aus durchschnittlich weniger als zehn Beschäftigten und unter 0,8 Mio. EUR Umsatz vor der Beteiligung durch IBB Ventures entwickeln sich Unternehmen mit durchschnittlich 34 Beschäftigten und 7,8 Mio. EUR Umsatz. 20 % der Start-ups haben mindestens eine Gründerin im Gründerteam – ein Wert, der sowohl den bundesdeutschen Anteil von Frauen unter den Startup-Gründenden (19 %) als auch den Anteil VC-finanzierten Startups mit weiblicher Beteiligung (15 % der Deals, 9 % des Volumens) deutlich übertrifft. Zum Vergleich: Mehr als 90 % des Venture Capitals fließt weiterhin an reine Männerteams. Dies unterstreicht Berlins Rolle als Vorreiter für Diversität im deutschen StartupÖkosystem. Für den Fonds B# wird laut IBB Ventures-Geschäftsführerin Katrin Robeck zudem eine weitere Stärkung des Frauenanteils in  Gründungen im Rahmen von Anreizmodellen geprüft.

Neun neue Beteiligung seit Jahresbeginn

Seit Beginn des Jahres 2026 hat die IBB Ventures neun neue Beteiligungen abgeschlossen und sechs Folgefinanzierungsrunden durchgeführt. Insgesamt wurden bereits 7,0 Mio. EUR durch die IBB Ventures investiert, weitere 17 Mio. EUR kamen von Finanzierungspartnern
hinzu (Stand: 30.04.2026). Markus Lehmann, Geschäftsführer der IBB Ventures: „Wir freuen uns, wie gut der Fonds B# angenommen wird.“ Robeck ergänzt: „Wir sind in engem Austausch mit der Forschung, damit der Weg Unternehmer zu werden, erkannt wird. Hier ist die Hebelwirkung enorm.“ Sie richtete zudem einen Appell an den deutschen Mittelstand, sich dem Thema Innovation und Technologie zu öffnen und mehr Kooperationen mit Start-ups einzugehen. Für 2026 setzt die IBB Ventures auf die Weiterentwicklung der klassischen VC-Fonds sowie die Aufrechterhaltung des starken Momentums bei B# durch enge Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen.