Bildnachweis: conmeet.
conmeet aus Borken hat erfolgreich eine überzeichnete Seed-Finanzierung über sechs Mio. EUR abgeschlossen. Reimann Investors Venture Capital und Smedvig Ventures führen die Runde sechs Monate nach der Pre-Seed-Finanzierung gemeinsam an. Die frischen Mittel fließen in das Wachstum innerhalb der DACH-Region, in die weitere Produktentwicklung und den gezielten Ausbau des Teams. May Ventures, Lead-Investor der Pre-Seed-Runde, ist als weiterer Gesellschafter an conmeet beteiligt.
conmeet wurde Mitte 2023 von Benedikt Kisner, Leandro Ananias und Lennart Eckerlein gegründet und zunächst über zwei Jahre eigenfinanziert entwickelt. Kisner baute zuvor die netgo group zu einem Unternehmen mit mehr als 1.300 Mitarbeitenden auf. Eckerlein gründete und führte ein mittelständisches Handwerksunternehmen und bringt die operative Praxis der Zielbranche ein. Ananias verantwortet als CTO die Plattformarchitektur und das einheitliche Datenmodell, auf dem die AI-zentrierte Automatisierung von conmeet aufsetzt – die technische Grundlage dafür, dass sich das gesamte Unternehmen in einem System abbilden lässt.
conmeet nutzt das entstandene Momentum, um den Wachstumstrend und die Produktentwicklung frühzeitig zu beschleunigen. Handwerks- und Bauunternehmen arbeiten häufig mit einer Vielzahl getrennter Softwarelösungen für Kalkulation, Auftragsabwicklung, Einkauf, Disposition, Baustellensteuerung, Controlling und Abrechnung. Die Folge sind doppelte Dateneingaben, manuelle Übergaben und fehlende Transparenz über das Unternehmen. Gleichzeitig erhöhen Fachkräftemangel sowie steigende Anforderungen an Produktivität und Dokumentation den Druck auf bestehende Strukturen. „Handwerks- und Bauunternehmen brauchen nicht noch ein weiteres Tool, sondern ein System, mit dem sie ihr gesamtes Unternehmen steuern können“, erklärt Kisner. „Mit KI entstehen jetzt völlig neue Möglichkeiten: Prozesse lassen sich nicht nur digital abbilden, sondern intelligent automatisieren und zunehmend eigenständig ausführen. Weil conmeet auf einer gemeinsamen Datenbasis und einer von Grund auf KI-fähigen Architektur aufbaut, können wir diese Möglichkeiten direkt in den operativen Alltag der Unternehmen integrieren.“
conmeet positioniert sich in diesem Umfeld als zentrales KI-Steuerungssystem für
mittelständische Handwerks- und Bauunternehmen. Die Plattform richtet sich aktuell
an Unternehmen mit 10 bis 500 Mitarbeitenden im DACH-Raum und verbindet
Projekte, Baustellen, Nachträge, Material, Partner, Subunternehmen, Disposition, Dokumente und Finanzen auf einer einzigen Datenbasis. Statt einzelne Prozessschritte mit weiteren Tools abzubilden, können Kunden ihr gesamtes Unternehmen in conmeet planen und steuern – vom ersten Kundenkontakt über Einkauf und Ausführung bis zum Zahlungseingang. Peter Duffy (Smedvig Ventures): „conmeet vereint ein herausragendes Gründerteam mit umfassender Branchenkenntnis und die klare Chance, das moderne, AI-zentrierte Steuerungssystem zu entwickeln, das der Branche bisher gefehlt hat. Das Unternehmen hat bereits ein Produkt entwickelt, das tiefgreifend genug ist, um die komplexen Arbeitsabläufe dieser Unternehmen zu bewältigen, und wir sehen das Potenzial, einen großen Markt in Deutschland und darüber hinaus neu zu gestalten.“

Die Plattform-Architektur und das einheitliche Datenmodell von conmeet sind von Grund auf für KI-gestützte Automatisierung ausgelegt. KI wird nicht als separates Zusatztool an bestehende Software angebunden, sondern direkt in die betrieblichen Prozesse integriert. Bereits heute automatisiert conmeet wiederkehrende Abläufe. Künftig soll der Fokus noch stärker auf KI-zentrierte Funktionen liegen, die nicht nur Informationen bereitstellen, sondern innerhalb definierter Rollen, Freigaben und Budgets Aktionen ausführen und vollständige Aufgabenketten übernehmen können.
Der Finanzierung ging ein starkes Inbound-Interesse von Investoren voraus. Ausschlaggebend waren das Wachstum von conmeet, die frühe Marktresonanz und ein Gründerteam, das Branchenpraxis, Technologie- und Skalierungserfahrung komplementär verbindet. „Handwerk und Bau bilden einen großen, vertikalen Softwaremarkt mit spezifischen Prozessen, der sich nicht mit generischen Einzellösungen bedienen lässt“, so Samuel Schuler (Managing Director, Reimann Investors Venture Capital). „conmeet löst diese Probleme mit einem zentralen System und einem Team, das einzigartige Domain-Expertise aus Handwerk, Unternehmensaufbau und Softwareentwicklung vereint. Diese Kombination war für unsere Investitionsentscheidung ausschlaggebend.“



