Life Science Factory München feiert einjähriges Bestehen

Zwölf Start-ups mittlerweile angesiedelt

Die Life Science Factory München feiert ihr einjähriges Bestehen (c) Life Science Factory
Die Life Science Factory München feiert ihr einjähriges Bestehen (c) Life Science Factory

Bildnachweis: Life Science Factory.

Ein Jahr nach dem Start am Helmholtz-Standort in München baut die Life Science Factory ihre Position als Inkubator für Life-Science-Start-ups weiter aus. Seit Februar 2025 ist die Zahl der ansässigen Teams von zunächst drei auf aktuell zwölf gestiegen. Auf rund 1.800 Quadratmetern stehen spezialisierte Laborflächen und Co-Working-Bereiche zur Verfügung.

Der Standort richtet sich an technologiegetriebene Start-ups aus Bereichen wie Reproduktionsmedizin, Antibiotikaforschung und Lab Automation. Neben moderner Infrastruktur umfasst das Angebot auch programmatische Unterstützung sowie Zugang zu einem wachsenden Netzwerk aus Industrie- und Forschungspartnern. Erste Seed- und Pre-Series-A-Finanzierungen aus dem Kreis der ansässigen Unternehmen unterstreichen die zunehmende Attraktivität für Investoren. „Gerade in den frühen Entwicklungsphasen entscheidet die Qualität der Infrastruktur darüber, wie schnell aus wissenschaftlichen Erkenntnissen belastbare Technologien werden. Deshalb stellen wir unseren Start-ups von Beginn an voll ausgestattete Laborflächen und spezialisierte Funktionslabore zur Verfügung – von Zellkultur und Mikrobiologie bis hin zu DNA- und RNA-Arbeiten sowie Proteinbiochemie. Unser Anspruch ist es, ein Umfeld zu schaffen, das einen unmittelbaren Forschungsstart ermöglicht und zugleich professionellen Standards mit Blick auf regulatorische und industrielle Anforderungen gerecht wird“, sagt Ellen Goel, Geschäftsführerin der Life Science Factory.

Enge Kooperation mit Helmholtz Munich

Durch die enge Kooperation mit Helmholtz Munich fungiert die Life Science Factory als Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und unternehmerischer Umsetzung. Ziel ist es, Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Anwendungen zu überführen. Voll ausgestattete Labore – von Zellkultur über Mikrobiologie bis hin zu DNA- und RNA-Arbeiten – sollen dabei insbesondere in frühen Entwicklungsphasen für Geschwindigkeit sorgen. Auch das Umfeld spielt eine zentrale Rolle: München zählt zu den führenden Start-up-Hubs in Deutschland. Laut EY Startup-Barometer entfielen 2025 rund 17% aller Finanzierungsrunden auf die bayerische Landeshauptstadt, das investierte Risikokapital lag bei rund 2,45 Mrd. EUR. Parallel zum infrastrukturellen Ausbau setzt die Life Science Factory verstärkt auf Community- und Programmformate. Veranstaltungen wie das Munich Lab Automation Meet-up mit mehr als 160 Teilnehmenden sowie Programme wie das ELSA-Programm für Frühphasen-Start-ups sollen den Austausch fördern und die Entwicklung der Teams unterstützen. Auch auf Unternehmensebene zeigen sich erste Fortschritte: Das BioTech-Start-up Smartbax sicherte sich 2025 4,7 Mio. EUR in einer Pre-Series-A-Runde für die Entwicklung neuer Antibiotika. Ovo Labs erhielt rund 4 Mio. EUR Seed-Finanzierung zur Weiterentwicklung von Therapien im Bereich IVF.

Ausblick

Pia Kleibel, Community & Operations Manager der Life Science Factory München, zieht eine positive Zwischenbilanz: „Die Entwicklung seit dem vergangenen Jahr zeigt, dass unser Konzept auch am Standort München trägt. Wir sehen eine wachsende Nachfrage nach professioneller Infrastruktur und strukturierter Unterstützung. In den kommenden Jahren wollen wir das Netzwerk weiter ausbauen und gezielt Kooperationen mit Industrie- und Pharmaunternehmen stärken.“ Für die kommenden Jahre plant die Life Science Factory den weiteren Ausbau von Infrastruktur, Netzwerk und Partnerschaften, insbesondere mit Industrie- und Pharmaunternehmen. Der Fokus liegt dabei auf der gezielten Unterstützung von Start-ups in frühen Entwicklungsphasen sowie der weiteren Stärkung des Münchner Life-Science-Ökosystems.