Berlin erzielt Investitionsrekord im ersten Halbjahr 2026

Berlin Partner zieht auf Pressekonferenz Halbjahresbilanz

Berlin erzielt Investitionsrekord im ersten Halbjahr 2026 (c) JFL Photography - stock.adobe.com
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Bildnachweis: JFL Photography – stock.adobe.com.

Berlin Partner zieht für das erste Halbjahr 2026 eine Rekordbilanz: Mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Mrd. EUR erreicht die Wirtschaftsförderung den höchsten Halbjahreswert ihrer Geschichte. Das Ergebnis liegt 110% über dem Vorjahreszeitraum und übertrifft selbst das bisher beste Jahresergebnis um 27%. Trotz eines herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds behauptet sich der Wirtschaftsstandort Berlin damit gegen den Bundestrend.

Die Digitalisierung bleibt dabei ein zentraler Wachstumstreiber. Rund 145.000 Beschäftigte arbeiten inzwischen in der Berliner Digitalwirtschaft, die mit einem Anteil von 15% an der Wirtschaftsleistung den größten Wirtschaftsbereich der Hauptstadt bildet. Gleichzeitig setzen immer mehr Unternehmen auf Künstliche Intelligenz: Bereits 40% der Berliner Unternehmen nutzen KI-Anwendungen und liegen damit über dem Bundesdurchschnitt. Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, sagt: „Dieser Investitionsrekord ist kein Zufall, sondern auch das Ergebnis einer konsequenten Wirtschafts- und Innovationspolitik sowie der engagierten Arbeit von Berlin Partner. Die Investitionen stärken die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unserer Stadt, schaffen neue Arbeitsplätze, sichern bestehende Jobs und machen Berlin widerstandsfähiger und zukunftsfester in herausfordernden Zeiten.“

Digitalisierung verändert Arbeitsmarkt

Zu den bedeutenden Investitionsprojekten des ersten Halbjahres zählen unter anderem das Google AI Center Berlin, die Erweiterung des Halbleiterausrüsters ASML, die Mercedes Digital Factory mit zusätzlichen Aktivitäten in den Bereichen KI und humanoide Robotik sowie ein Innovationscenter von Siemens Energy. Parallel verändert die Digitalisierung den Arbeitsmarkt: Während technologieorientierte Investitionen zunehmen, werden insbesondere Büroarbeitsplätze zunehmend automatisiert oder ins Ausland verlagert. Berlin Partner begleitet Unternehmen deshalb verstärkt bei Transformationsprozessen und unterstützt mit Angeboten wie dem ai berlin hub sowie dem Talent Service.

43 Neuansiedlungen in ersten sechs Monaten des Jahres

Insgesamt betreute Berlin Partner im ersten Halbjahr 139 Projekte, darunter 43 Neuansiedlungen. Mehr als die Hälfte der Neuansiedlungen stammt aus Deutschland, weitere Unternehmen kamen unter anderem aus den USA, China und der Türkei. Insgesamt wurden 2.919 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert. Darüber hinaus begleitete die Wirtschaftsförderung 41 Innovationsprojekte mit einem Fördervolumen von rund 70 Mio. EUR. Auch das Berliner Start-up-Ökosystem behauptet seine Spitzenposition. Mit rund 1.600 Venture Capital-finanzierten Start-ups, 32 Unicorns und einem geschätzten Ökosystemwert von 169 Mrd. EUR bleibt Berlin der größte Start-up-Standort Deutschlands. Europaweit liegt die Hauptstadt bei der Zahl der Finanzierungsrunden seit 2024 auf Rang zwei hinter London und vor Paris. „Berlin spielt international weiter in der Spitzenliga der Innovationsstandorte mit. Das zeigt sich zum einen am Investitionsrekord, zum anderen an unseren europäischen Platzierungen im Bereich Startups sowie an der Top-Bewertung im globalen Ranking der Metropolregionen. Gerade bei Zukunftsthemen wie KI, Digitalwirtschaft und Startups zählt die Hauptstadt zu den attraktivsten Standorten Europas. Die Halbjahresbilanz belegt: Berlin bleibt selbst in einem schwierigen Umfeld international wettbewerbsfähig – nicht zuletzt dank der Dynamik seiner Unternehmen, die wir gezielt bei Transformation, Fachkräften und neuen Märkten unterstützen“, ergänzt  Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner.