Axel Springer steigt bei Qwant ein

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Qwant teilt Suchergebnisse in die Kategorien Netz, Nachrichten, Sozial (Social Media), und Einkaufen, laut eigenen Angaben bleiben die Nutzer bei der Suche anonym. Nach zwei Jahren Vorbereitungszeit wurde das Start-up 2013 gegründet, im März 2014 startete Qwant in Deutschland. Zurzeit erweitert Axel Springer sein Portfolio der Digital Classifieds (ASDC). Zu den ASDC-Unternehmen gehören u.a. das israelische Rubrikenportal Yad2 (www.yad2.co.il) und das Stellenportal StepStone (www.stepstone.de).

Ob das Investment in Qwant rein finanzieller Natur ist, oder im Zusammenhang mit den öffentlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Springer-Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner und Google-Vorstandschef Eric Schmidt steht, ist unklar. Im April 2014 schrieb Döpfner einen offenen Brief an Schmidt, nachdem dieser in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für eine Zusammenarbeit mit deutschen Verlagen warb. In seinem Brief kritisierte Döpfner die Marktmacht der weltweit größten Suchmaschine, die durch die jüngste Einigung zwischen Google und dem europäischen Kartellamt noch gestärkt wurde. Darauf reagierte Schmidt mit einem weiteren öffentlichen Brief, in dem er für eine chancenorientierte Perspektive plädierte. Springer ist auch Mitglied des Medienverbundes VG Media, der diese Woche beim Deutschen Patent- und Markenamt eine Klage gegen Google wegen der Verwertung des Presseleistungsschutzrechtes veröffentlichten, setzt Springer weitere Schritte.

Qwant                            Paris
Tätigkeitsfeld: Suchmaschine
Investor: Axel Springer Digital Ventures GmbH
Volumen: nicht veröffentlicht (Wachstumsfinanzierung)