Der Trade Sale als neuer Königsweg?

Der Trade Sale als neuer Königsweg?
Während die Zahl der Trade Sales zunimmt gibt es in Deutschland kaum noch IPOs aus den Portfolios von Beteiligungsgesellschaften.
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Insgesamt meldete das vergangene Jahr 15 IPOs an der Deutschen Börse. Diese brachten zusammen ein Emissionsvolumen von 7,1 Mrd. EUR aufs Parkett. Darunter fanden sich illustre Namen wie die Bayer-Abspaltung Covestro, Scout24, der Automobilzulieferer Schaeffler oder Hapag-Lloyd. Doch ganz so rosig, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag, war es dann doch nicht. Mitunter mussten Angebotsfristen verlängert werden, Emissionsvolumina fielen zum Teil deutlich unter den Erwartungen aus. Und Börsengänge aus Private Equity-Portfolios waren freundlich ausgedrückt Mangelware.

Mehr Exits

Insgesamt stieg die Zahl der Exits im vergangenen Jahr in Deutschland auf 84 im Vergleich zu 78 im Jahr 2014. Vielmehr verzeichnet eine Studie der Beratungsfirma EY 61 Trade Sales gegenüber 23 Secondary Buyouts – Börsengänge: Fehlanzeige! Zumindest wenn man die Einschränkung eines kompletten Exits vornimmt. Denn beim IPO von Scout24 trennten sich u.a. die Private Equity-Gesellschaften Hellman & Friedman und Blackstone von einem nicht unerheblichen Teil ihrer Anteile. Gerade einmal 228 Mio. EUR des 1,16 Mrd. EUR schweren Emissionsvolumens flossen Scout als Kapitalerhöhung zu. Für Trade Sales war 2015 also trotz der allgemeinen Börseneuphorie kein schlechtes Jahr, auch wenn der Transaktionswert der strategischen Verkäufe mit 5,6 Mrd. EUR deutlich unter jenem für Secondary Buyouts lag (11,4 Mrd. EUR). „In Deutschland liegt der Exit durch M&A klar vorn“, urteilt Andreas Thümmler, Geschäftsführer bei Acxit Capital Partners. „Neben den einheimischen Käufern und den US-Käufern spielen Exits in Richtung China und generell Asien eine zunehmend größere Rolle“, so Thümmler. Ob sich diese Entwicklung 2016 wirklich fortsetzen wird, hängt allerdings von mehreren Faktoren ab. So führt das allgemein hohe Interesse an Zukäufen, sowohl aufseiten der strategischen wie der Finanzinvestoren, zu höheren Bewertungen. Bieter schauen genau hin, ob die hohen Preiserwartungen wirklich gerechtfertigt sind.

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