Sechsstelliger Betrag für Oculyze

Die ILB beteiligt sich mit ihrem Frühphasen- und Wachstumsfonds BFB Brandenburg Kapital mit einem sechsstelligen Betrag an der Oculyze GmbH.
Die ILB beteiligt sich mit ihrem Frühphasen- und Wachstumsfonds BFB Brandenburg Kapital mit einem sechsstelligen Betrag an der Oculyze GmbH.
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Die Investitionsbank des Landes Brandenburg beteiligt sich mit ihrem von der Fondsgesellschaft BFB Brandenburg Kapital GmbH gemanagten Frühphasen- und Wachstumsfonds BFB III an der Oculyze GmbH. Das Start-up aus Brandenburg entwickelt und baut Smartphone-Mikroskope mit integrierter Bilderkennungssoftware, die es Nutzern ermöglichen, ortsunabhängig mikroskopische Bilder aufzunehmen und innerhalb von Sekunden auszuwerten.

Die erst vor vier Monaten gegründete Oculyze GmbH mit Sitz in Wildenau in Brandenburg entwickelt und baut Smartphone-Mikroskope mit integrierter Bildanalyse. Es handelt sich hierbei um eine Kombination aus Smartphone, cloudbasierter Bilderkennungssoftware und optischem Aufsatz, die es den Nutzern ermöglicht ihre Arbeit besser und schneller zu erledigen, ohne auf teure Geräte oder Mikroskopiewissen angewiesen zu sein. Derzeit sind Analysen zeit- und kostenaufwendig, weil sie hauptsächlich manuell an Mikroskopen oder automatisiert an teuren Zellzählern durchgeführt werden. Der erste funktionsfähige Prototyp wurde laut des Start-ups von März 2016 bis Oktober 2016 in mehreren Brauereien in Berlin pilotiert. Perspektivisch sind nach Angaben des Unternehmens weitere Einsatzgebiete wie die Medizin-, Umwelt- oder Lebensmitteltechnologie geplant.

Das von Oculyze entwickelte Mikroskop besteht aus einem abnehmbaren optischen Modul, einem Smartphone und einer Android-Applikation mit integrierter Verbindung zum Server, auf dem die Bilderkennung erfolgt. Das optische Modul wird auf das Smartphone gesteckt und das vergrößerte Bild wird über die App auf dem Bildschirm dargestellt. Über WLAN oder eine mobile Datenverbindung werden die Bilder vom Mikroskop an leistungsstarke Bildanalyse-Server gesendet, dort automatisch ausgewertet und die Ergebnisse innerhalb weniger Sekunden an das Mikroskop zurück gesendet, verspricht das Start-up.

Das erste, bereits seit 2016 am Markt pilotierte Produkt des Unternehmens ist die automatische Auszählung und Lebend-Tot-Bestimmung von Hefezellen wie sie in Brauprozessen verwendet werden. Das System soll es dem Brauer ermöglichen, direkt am Gär- und Lagertank Proben zu untersuchen, ohne auf ein Mikroskop zurückgreifen zu müssen. Die Ergebnisse werden ihm laut des Start-ups in weniger als einer Minute über das Internet übermittelt. Das System speichert außerdem die Ergebnisse der Analyse zentral und online und ersetzt so die aufwendige Führung eines Laborbuchs. Seit November hat das Unternehmen, das 2016 den vierten Platz beim Science4Life Venture Cup belegte, nach eigenen Angaben erste zahlende Kunden.

Nach Angaben des Start-ups sind weitere Geschäftsfelder für die künftige Produktentwicklung der Plattformtechnologie bereits identifiziert.

Oculyze GmbH   Wildenau
Tätigkeitsfeld:
Life Sciences
Investor: Investitionsbank des Landes Brandenburg via BFB Brandenburg Kapital GmbH BFB III
Volumen: sechsstelliger Betrag (1. Finanzierungsrunde)