39 Mio. EUR für Company Builder FinLeap

Der Berliner Fintech-Company Builder FinLeap erhält 39 Mio. EUR von Signal Iduna, der SBI Gruppe, der Hannover Rück und der NIBC Bank.
Der Berliner Fintech-Company Builder FinLeap erhält 39 Mio. EUR von Signal Iduna, der SBI Gruppe, der Hannover Rück und der NIBC Bank.
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Das Berliner Fintech-Unternehmen FinLeap sammelt 39 Mio. EUR in einer neuen Finanzierungsrunde ein. Investiert haben unter anderem die deutsche Versicherungsgesellschaft Signal Iduna, die SBI Gruppe aus Japan, der Versicherer Hannover Rück und die niederländische NIBC Bank.

Der Fintech-Inkubator FinLeap wurde im Sommer 2004 von der HitFox Group, Ramin Niroumand und Hendrik Krawinkel in Berlin gegründet und hat sich auf die Gründung und den Aufbau digitaler Unternehmen in der Finanzbranche spezialisiert. Der Company Builder entwickelt laut eigenen Angaben Fintech-Unternehmen in Serie, unterstützt sie mit einer starken Infrastruktur und begleitet sie beim Wachstum. FinLeap investiert typischerweise als Co-Investor zwischen 500.000 und 5 Mio. EUR in die jungen Unternehmen, die neben einem Startkapital auch Zugang zu einem Netzwerk aus Investoren, Unternehmern, Kunden und Mitarbeitern sowie zu einer integrierten Technologieplattform erhalten. Nach eigenen Angaben beschäftigt der Company Builder mit seinen Ventures derzeit insgesamt über 450 Mitarbeiter aus mehr als 30 Nationen. Im Sommer 2016 hatte der Berliner Fintech-Inkubator 21 Mio. EUR von der HitFox-Gruppe sowie institutionellen Investoren aus der Versicherungsbranche, wie beispielsweise dem Rückversicherer Hannover Rück, erhalten.

Zwölf Fintech-Ventures in zehn europäischen Ländern

Der Online-Finanzmarktplatz Savedo war das erste Unternehmen der Fintech-Schmiede. Mit den mittlerweile zwölf gelaunchten Fintech-Ventures sowohl aus dem Geschäftskunden- als auch aus dem Endkunden-Bereich ist die Fintech- Plattform bereits in zehn europäischen Ländern aktiv. Zum Ökosystem des Berliner Company Builders gehören beispielsweise auch das Start-up FinReach, das u.a. eine Kontowechsel-Lösung für Banken anbietet, das Insuretech-Plattform Element, der digitale Versicherungsmakler Clark, und die Banking-Plattform mit Vollbanklizenz solarisBank.

FinLeap wird offizieller de:hub der Bundesregierung für Fintech

Für den Hauptgeschäftssitz von FinLeap steht laut Angaben des Unternehmens ein Standortwechsel innerhalb Berlins an. Der Company Builder ist von seinem bisherigen Sitz in Berlin-Mitte nach Charlottenburg gezogen. Im ehemaligen Gebäude der Berliner Bank, direkt in Nähe des Zoologischen Gartens, soll auf sieben Etagen die Digitalisierung der internationalen Finanzindustrie vorangetrieben werden. Der neue Standort mit Platz für rund 800 Gründer und Mitarbeiter sowie 50 Unternehmen ist nicht nur Campus für den Inkubator und seine Ventures, sondern auch der offizielle de:hub für Fintech. FinLeap wurde dazu im Rahmen der Digital Hub Initiative in einer deutschlandweiten Ausschreibung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ausgewählt. Zum de:hub wurden Orte gekürt, an denen innovative Ideen entwickelt werden und an denen ein Austausch mit etablierten Unternehmen und internationalen Investoren stattfindet. Laut des Company Builders sind unter anderem regelmäßige Veranstaltungen auf der hauseigenen Eventetage und der Dachterrasse, internationale Branchentreffen und eine Gastronomie geplant. FinLeap und die ersten Ventures sind laut Unternehmensangaben bereits eingezogen, die komplette Renovierung des 11.000 qm großen Gebäudes soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein.

FinLeap GmbH   Berlin
Tätigkeitsfeld:
Fintech-Inkubator
Investoren: u.a. Signal Iduna Gruppe, Hannover Rück SE, SBI Holdings Inc., NIBC Bank N.V.
Volumen: 39 Mio. EUR (3. Finanzierungsrunde)