Weitere Kapitalspritze für Immatics AG

Das Tübinger Biopharmaunternehmen Immatics AG schließt seine Series E-Finanzierungsrunde in Höhe von 49 Mio. EUR mit bestehenden und neuen Investoren ab.
Das Tübinger Biopharmaunternehmen Immatics AG schließt seine Series E-Finanzierungsrunde in Höhe von 49 Mio. EUR mit bestehenden und neuen Investoren ab.
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Die Tübinger Immatics AG erhält rund 49 Mio. EUR frisches Kapital von bestehenden Investoren wie der Dievini Hopp Biotech Holding, Wellington Partners, der AT Impf GmbH und neuen Kapitalgebern. Die Serie E-Finanzierungsrunde gilt damit als geschlossen. Laut Immatics ein großer Teil des Betrags stammt von der US-Biotech-Firma Amgen, einem neuen Investor, mit dem ein milliardenschweres Kooperationsprogramm läuft.

Der Schwerpunkt des Tübinger Biopharmaunternehmens liegt in der Entwicklung therapeutischer Impfstoffe zur Krebsbehandlung, daneben werden auch Studien zu Mitteln gegen Darm- und Hirntumore durchgeführt. Immatics und der US-Biotech-Konzern Amgene hatten Anfang 2017 eine weitreichende Kooperation in der Entwicklung innovativer Krebsimmuntherapien beschlossen. Die Kooperation sah eine Einmalzahlung in Höhe von 30 Mio. USD an Immatics sowie potenzielle Meilensteinzahlungen bis über eine Mrd. USD vor.

Klinische Studien mit IMA101 und IMA201

Ein Teil der 49,3 Mio. EUR ist für die Finanzierung des klinischen Programms der beiden Leittherapien IMA101 und IMA201 vorgesehen. Die beiden Leittherapien stammen aus einer Zusammenarbeit mit dem US-Forschungszentrum MD Anderson. Laut des Biopharma-Unternehmen sollen bald auch erste Patientendaten aus den klinischen Studien mit den adoptiven Zelltherapien IMA101 und IMA201 vorliegen. Mit der Series E-Finanzierung soll der erste Konzeptbeweis für die neuartigen bispezifischen TCR-Kandidaten durchgeführt werden. Die Therapie basiert auf dem proprietären ACTengine-Ansatz von Immatics. Hierbei werden patienteneigene T-Zellen derart verändert, dass sie exogene, auf Krebsstrukturen gerichtete TCR exprimieren. So soll es gelingen, auch solide Tumore für eine Immuntherapie empfänglich zu machen. Sowohl die adoptiven Zelltherapien von Immatics als auch die bispezifischen TCR-Kandidaten sollen laut des Unternehmens das firmeneigene Hochdurchsatzsystem zur Identifizierung von für Krebsimmuntherapien geeigneten Zielstrukturen validieren. Die Patientenrekrutierung für die erste klinische Studie mit IMA201 begann Ende September.

Im Oktober 2013 hatte die Tübinger Immatics die vierte Finanzierungsrunde mit einem Kapitalvolumen in Höhe von 34 Mio. EUR mit den Altinvestoren dievini Hopp BioTech holding, die MIG AG, AT Impf und Wellington Partners abgeschlossen.

Immatics Biotechnologies GmbH   Tübingen
Tätigkeitsfeld:
Biopharma
Investoren: Amgen Inc.,  dievini Hopp BioTech holding GmbH & Co. KG, AT Impf GmbH, Wellington Partners
Volumen: 49 Mio. EUR (5. Finanzierungsrunde)