Herzklappen-Insuffizienz minimal invasiv behandeln

Behandlung von Herzklappen-Insuffizienz
Das Life Sciences-Start-up TRiCares entwickelt katheterbasierte Lösungen zur Behandlung von Herzklappen-Insuffizienz.
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Wellington Partners, Andera Partners und BioMed Partners steigen bei dem Life Sciences-Start-up TRiCares ein. In der Series B-Finanzierungsrunde hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Paris 22 Mio. EUR eingesammelt. Die bestehenden Investoren CM-CIC Innovation, CapDecisif Management und GO Capital engagieren sich erneut. Mit dem frischen Kapital will TRiCares die Produkte zur Behandlung von Herzklappen-Insuffizienz weiterentwickeln, klinische Studien vorantreiben und die CE-Registrierung in Europa anstoßen.

Die Trikuspidalklappe ist die Herzklappe, die das Blut zwischen der rechten Vorhofkammer und der rechten Herzkammer reguliert. Schließt sie nicht richtig, fließt das Blut zurück in den rechten Vorhof: Man spricht von Trikuspidal-Insuffizienz. Die TRiCares SAS will ein minimal invasives Verfahren entwickeln, um die schwere Erkrankung zu behandeln. Ein kathetergesteuertes Trikuspidalklappenersatzsystem soll Abhilfe schaffen. Bisher lässt sich die Herzklappen-Insuffizienz nur mit einer Operation am offenen Herzen und ständiger Medikamentengabe behandeln. Für den Eingriff besteht ein hohes Verfahrensrisiko mit einer Sterberate von 10% bis 35%. Mehr als 99% der Betroffenen gelten außerdem als nicht geeignet für kurative Operationen. Auch die pharmakologische Behandlung hat eine schlechte Prognose. Die Überlebenserwartung liegt bei 2,2 Jahren. Für andere Herzprobleme wie Aorten- oder Mitralklappenerkrankungen gibt es bereits katheterbasierte Lösungen. Für Patienten mit Trikuspidal-Insuffizienz fehlen diese – wegen anatomischer, funktioneller und technologischer Herausforderungen. Helmut J. Straubinger, CEO von TRiCares, glaubt dennoch, Herzklappenprothesen entwickeln zu können, mit deren Hilfe sich die Lebensqualität vieler Patienten signifikant verbessern wird.

Katheterbasierte Lösung für Patienten mit Herzklappen-Insuffizienz

2013 wurde TRiCares als Start-up für medizinische Geräte in Paris gegründet. Eine weitere Niederlassung gibt es in München. Seither forschen das medizinische Gründerteam und die Entwicklungsgruppe an dem kathetergesteuerten System zur Behandlung der Trikuspidal-Insuffizienz. Jetzt hat das Unternehmen eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Die Wellington Partners Advisory AG, Andera Partners und die BioMed Partners AG steigen bei der Life Sciences-Firma ein. Die bestehenden Investoren CM-CIC Innovation, eine Tochter der CM-CIC Investissement PLC, CapDecisif Management SAS und GO Capital engagieren sich erneut. Insgesamt hat sich TRiCares 22 Mio. EUR gesichert. Mit dem frischen Kapital wollen die Pariser in die nächste Phase der Produktentwicklung einsteigen, klinische Studien vorantreiben und die CE-Registrierung in Europa angehen. Diese Kennzeichnung bestätigt, dass das jeweilige Produkt den Anforderungen der Europäischen Union genügt.

TRiCares SAS, Paris (FRA)
Tätigkeitsfeld: Life Siences
Investoren: Wellington Partners Advisory AG, Andera Partners, BioMed Partners AG, CM-CIC Investissement PLC via CM-CIC Innovation, CapDecisif Management SAS, GO Capital
Volumen: 22 Mio. EUR (2. Finanzierungsrunde)