Anbieter von KI-Technologie für die Versicherungsbranche sammelt 22,5 Mio. USD ein

Anbieter von KI-Technologie für die Versicherungsbranche sammelt 22,5 Mio. USD ein
Wer den Schaden hat, will sich auf seine Versicherung verlassen können. Omni:us verspricht, Schadensregulierung zu vereinfachen – künstliche Intelligenz soll Prozesse optimieren.
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Omni:us hat eine Technologie entwickelt, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basiert – die Lösung soll der Versicherungsbranche zu neuen Handlungsmöglichkeiten verhelfen. Das Berliner Start-up sammelt in der Series A eine Finanzierung in Höhe von 22,5 Mio. USD ein. Target Global, MMC Ventures und Talis Capital steigen bei dem Unternehmen ein. Außerdem engagieren sich die bestehenden Investoren Unbound und Anthemis erneut. Mit dem frischen Kapital will omni:us seine Systeme auf die nächste Stufe bringen und bis Ende des Jahres in den US-amerikanischen Markt expandieren.

Die Digitalisierung hat auch die Versicherungsbranche erreicht. Aus dieser Tatsache und der daraus resultierenden Notwendigkeit der Versicherer, ihre Prozesse zu verändern, hat die Qidenus Group GmbH unter dem Namen omni:us ein Geschäftsmodell gemacht. Das Berliner Start-up hat eine KI-Technologie entwickelt, die etablierten Konzernen neue Handlungsmöglichkeiten geben soll. Gleichzeitig richtet sich das Angebot an Insurtechs, die über die Lösung ihre Effizienz erhöhen sollen. Kunden könnten sich laut Entwickler mit Hilfe der Anwendung wieder auf Kernkompetenzen konzentrieren. Mit einem datenbasierten Ansatz wollen die Berliner der Versicherungsbranche dabei helfen, ihre Klienten besser zu verstehen. Die Technologie soll die Unternehmen außerdem in die Lage versetzen, neue Produkte und Dienstleistungen auf einem individuellen Niveau anzubieten. Konkret vertreibt omni:us bisher zwei Produkte. Zum einen Policy: Die Anwendung extrahiert sehr schnell Daten aus komplexen Dokumenten und soll so in kürzester Zeit Gegenangebote ermöglichen. Zum anderen Claim: Die Software soll den Umgang mit Ansprüchen der Versicherten erleichtern, indem sie die richtigen Dokumente und Inhalte den richtigen Stellen zuweist und darüber hinaus menschliche Fehler ausschließt. Firmen wie die Allianz, Baloise und AmTrust nutzen die Lösungen. Außerdem sind Insurtechs wie Lemonade oder Wefox Kunden der Berliner.

Expansion in die US-amerikanische Versicherungsbranche geplant

Jetzt hat sich omni:us eine Finanzierung in Höhe von 22,5 Mio. USD gesichert. Die Target Global Verwaltung GmbH, die MMC Ventures Ltd. und die Talis Capital Ltd. steigen bei dem Start-up ein. Zudem steuern die bestehenden Investoren Unbound Advisors Limited und die Anthemis Group SA frisches Kapital bei. Mit dem Geld wollen die Berliner ihre Erkennungssysteme auf die nächste Stufe bringen. Außerdem soll bis Ende des Jahres in die US-amerikanische Versicherungsbranche expandiert werden. Für Mike Lobanov, General Partner bei Target Global, ist vor allem der erleichterte Umgang mit Ansprüchen im Schadensfall ein Grund, auf die omni:us-Technologie zu setzen. Schadensregulierung sei der Moment, „in dem der Kunde die Interaktion mit Versicherungsunternehmen am meisten schätzt“. Die automatisierte Bearbeitung werde „zu einem neuen Standard in der Versicherungsbranche werden, der die Kosten erheblich senkt und die Versicherung für den Kunden erschwinglicher macht“. Target Global hatte sich erst Ende September in einer anderen Branche an einem Start-up beteiligt, das neue Wege geht und Kostenreduktion verspricht: Die Venture Capital-Gesellschaft hat in Klarx investiert, eine Mietplattform für Baumaschinen.

Qidenus Group GmbH, Berlin
Tätigkeitsfeld: künstliche Intelligenz
Investoren: Target Global Verwaltung GmbH, MMC Ventures Ltd., Talis Capital Ltd., Unbound Advisors Limited, Anthemis Group SA
Volumen: 22,5 Mio. USD (2. Finanzierungsrunde)