Elektroroller-Start-up sichert sich 10 Mio. EUR

Elektroroller-Start-up sichert sich 10 Mio. EUR
Schön anzusehen, aber leider ein Umweltverschmutzer: Alte Roller werden zunehmend durch E-Scooter ersetzt. Das Berliner Start-up unu bietet einen solchen an.
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Das Berliner Unternehmen unu vertreibt Elektroroller. Die Scooter sollen eine Alternative zum Autoverkehr sein und die Straßen der Metropolen entlasten. Langfristig will das Start-up eine zweite und dritte Produktgeneration entwickeln – auf dem Plan stehen Mobilität als Service über vernetzte elektrische Fahrzeuge und autonomes Fahren. Zudem soll das internationale Geschäft ausgebaut werden. Diese Pläne kann unu mit Hilfe einer Kapitalerhöhung angehen: Die Berliner sammeln in der Series B 10 Mio. EUR ein. Iris Capital, die niederländische Venture Capital-Gesellschaft Ponooc, Capnamic Ventures, die NRW.Bank und Business Angels investieren.

Der Straßenverkehr ist im Wandel: Wer in einer Großstadt lebt, sucht nach Alternativen zum Auto, um die täglichen nervenzehrenden Staus zu vermeiden. Außerdem entsteht ein zunehmendes Bewusstsein für die Schäden, die konventionelle Antriebe anrichten. Starkregen, Hitzesommer und Gletscherschmelze bringen den Klimawandel in die Tageszeitungen, die Fernsehnachrichten und Podcasts und damit in die Köpfe der Menschen. Umweltfreundliche Optionen für die unkomplizierte Fortbewegung in den Metropolen sind gefragt: Im ersten Quartal des Jahres wuchs der europäische Markt für Elektroroller um 51%. Diese Entwicklung will die unu GmbH nutzen: Das Berliner Start-up vertreibt einen E-Scooter. Den Elektroroller gibt es für einmalig 1.799 EUR oder für 77 EUR im Monat. Maximalgeschwindigkeit sind 45 Kilometer in der Stunde, laut Entwicklern liegt die Reichweite bei bis zu 100 Kilometern. Großer Vorteil nach Firmenangaben: Die tragbare Batterie des Gefährts lässt sich über die reguläre Steckdose aufladen. Der Elektroroller fährt abgasfrei und geräuschlos. 10.000 Scooter haben die Berliner nach eigenen Angaben bereits auf die Straßen gebracht – man habe das Thema Elektromobilität erfolgreich für die breite Masse zugänglich gemacht

Elektroroller durch zweite Produktgeneration vernetzter Fahrzeuge ergänzen

Heute arbeitet das Team an weiteren Lösungen für die urbane Mobilität. Eine zweite und dritte Produktgeneration sollen vernetzte elektrische und schließlich autonome Fahrzeuge auf den Markt bringen. Zudem soll Ride-Sharing in das Serviceportfolio integriert werden. Außerdem wollen die Berliner international expandieren. Große Pläne, deren Umsetzung unu mit Hilfe einer Kapitalerhöhung angehen kann: Das Start-up sichert sich in der Series B-Runde 10 Mio. EUR. Die Iris Capital Management, Founder.org Inc. und die Capnamic Ventures Management GmbH beteiligen sich erneut an dem Elektroroller-Unternehmen. Außerdem steigen die niederländische Venture Capital-Gesellschaft Ponooc B.V., die NRW.Bank und Business Angels bei der Firma ein. Capnamic Ventures engagiert sich bei vielversprechenden technologischen Geschäftsmodellen aus unterschiedlichen Branchen. Ein Beispiel: Im Juni hat sich der Frühphaseninvestor an Staffbase beteiligt, einer Plattform für mobile Mitarbeiterkommunikation.

Unu Gmbh, Berlin
Tätigkeitsfeld: E-Mobilität
Investoren: Iris Capital Management, Founder.org Inc., Capnamic Ventures Management GmbH, Ponooc B.V., NRW.Bank, Business Angels
Volumen: 10 Mio. EUR (2. Finanzierungsrunde)